history back
ANZEIGE
Themen Special: Wohnen mit Licht
Wohnen mit LichtAlles über Halogen, Energiesparlampen & LED »
ANZEIGE
ANZEIGE

Art-Deco-Tisch

Zu den Kommentaren (0)
Userprojekt Icon

Da mich der Art-Deco-Stil schon immer fasziniert hat und ich einen vergrößerbaren Beistelltisch benötigte (der auch zur übrigen Einrichtung passt), habe ich das vorgestellte Teil gebaut (erst mal in Google Sketchup grob entworfen, dann in Corel Draw genau berechnet).

Der Tisch ist aus Gewichtsgründen aus Paulownia-Leimholz gebaut (ziemlich leicht, aber auch nicht besonderds hart).

Der Sockel ist als Rahmen gefertigt mit einem Mittelteil aus Buche (damit das gesamt Oberteil stabil daran festgeschraubt werden konnte). Dann wurde Pappelsperrholz mit Macoré-Furnier bezogen und am Rahmen festgeleimt. Mit der Oberfräse wurde an den Kanten eine Ecke herausgefräst und jeweils eine 3mm breite Ebenholzleiste eingeleimt.

Die Beine habe ich zuerst aus Paulownia, dann aus Buche ausgesägt, aber auch die ist (bei einer Stärke von nur 2 cm) gebrochen. Also: Biegeschablone gebaut und 7 Schichten 3 mm Pappelsperrholz (Buchensperrholz hat sich nicht genügend biegen lassen) darüber verleimt (dabei darauf geachtet, dass die Sperrholzstreifen kreuz und quer geschnitten und dann ebenso verleimt wurden, kurz gewässert ging das Biegen leichter). Zum Schluss wurde von beiden Seiten nochmal ein Sperrholzstreifen aufgeleimt und bündig gefräst. Jetzt waren die Beine bombenstabil.

Die Beine habe ich dann in den Fußblock und in die Deckplatte eingezinkt, wobei der um die Deckplatte herum geleimte Rahmen das Ganze noch gegen Ausbrechen sichert. Dieser Teil wurde schwarz gebeizt (Ebenholz wäre dann doch viel zu teuer geworden!)

In die Deckplatte wurde vorher das Drehloch und die Führungsnut eingefräst.

Die beiden Tischplatten habe ich erst auf der Kreissäge mit einer Nut für die Messingeinlagen 2,5 x 2,5 mm versehen, dann innen mit Bugimba Pomele Furnier und außen mit Macoré-Streifen furniert, darauf die Messingstäbe eingeleimt und das Ganze mit einem Umleimer aus Ebenholzleisten versehen.

Alle Teile wurden danach geschliffen, grundiert und mehrfach farblos lackiert.

Zum Schluss wurden die beiden Platten dann mit eingelassenen Nähtisch-Scharnieren aus Messing miteinander verbunden, auf dem Untergestell drehbare verankert und das Sockelteil angeschraubt.

Zu allerletzt habe ich dann noch eine Bodenplatte (ebenfalls schwarz gebeizt und lackiert) von unten gegen das Fußgestell geschraubt und Bodengleiter angebracht.

Das ganze Projekt hat mehrere Monate in Anspruch genommen (bin ja auch berufstätig). Vor allem die 10 Beine haben schon über 10 Tage gedauert, weil alles in derselben Schablone stabil fest werden musste. Und die Furniererei (nur zwischen Spanplatten mit vielen Schraubzwingen) hat ganz schön Nerven und mehrere Versuche gekostet.

Aber ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Icon Schwierigkeitsgrad Anspruchvoll
Icon Kosten 250 - 500 €
Icon Zeitaufwand Über 4 Tage
Icon Insgesamt benötigte Personen Besser zwei

Checkliste Werkzeug

Kreis- & Bandsäge, Oberfräse, Schwing-& Bandschleifer, Bohrmaschine und viele Schraubzwingen

Checkliste Material

Paulownia-Leimholz, Macoré- & Bugimba-Pomele-Furnier, Ebenholzreste, Messingstäbe 2,5x2,5, Leim, Schrauben, Lack, Beize

Kommentare
Kommentar hinzufügen
Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben.