Schönheitsreparaturen bei Auszug

Schönheitsreparaturen
Foto: © rdnzl / Fotolia.com

Wohnen hinterlässt Spuren: Rote Wände, Bohrlöcher oder Kratzer im Parkett. Aber was genau muss man als Mieter beim Umzug reparieren und was nicht? Was versteht man eigentlich genau unter Schönheitsreparaturen?
Schönheitsreparaturen betreffen alles, was sich durch normales Wohnen abnutzt. Meist ist im Mietvertrag geregelt, welche Schönheitsreparaturen bei Auszug vom Mieter erwartet werden.

Rund um den Umzug heißt es: Wohnung renovieren! Meist sogar zwei. Während in der alten Wohnung nur die (nötigen) Schönheitsreparaturen gemacht werden, will man die neue Wohnung so renovieren, dass sie dem eigenen Ideal entspricht: Viele Dinge beim Wohnung renovieren können Sie selber machen. Wenige Arbeiten – gerade im Elektrobereich (Stromnetz, Sicherungskasten) – sollte aber besser der Profi erledigen. Wir haben hier eine Auswahl von Anleitungen zusammengestellt, mit der Sie beim Wohnung renovieren keine bösen Überraschungen erleben werden. Noch ein Tipp: Viele Arbeiten lassen sich zu zweit schneller und sauberer ausführen – organisieren Sie sich Hilfe aus dem Freundeskreis zum Wohnung renovieren. **

Renovierung bei Auszug
Wer während seiner Mietzeit auf kräftige Wandfarben steht, muss die Wohnung beim Auszug wieder "neutral" gestalten. Foto: runzelkorn / Fotolia.com
 

Schönheitsreparaturen selbst ausführen

Wie müssen Schönheitsreparaturen durchgeführt werden? Für Schönheitsreparaturen müssen Sie keinen Handwerker kommen lassen – auch wenn das im Mietvertrag steht.

Solche Klauseln sind unwirksam. Der Mieter darf seine Wohnung immer selbst renovieren. Er muss es aber ordnungsgemäß tun. Der Vermieter hat nämlich Anspruch auf Arbeiten "mittlerer Art und Güte".

Allgemein gilt: Die Wohnung muss fachmännisch und neutral renoviert sein. Das bedeutet Wände in Schwarz oder Rot müssen überstrichen werden. Fachmännisch und neutral renoviert heißt aber nicht, dass eine Raufasertapete immer komplett erneuert werden muss. Nach Ansicht des Amtsgerichts Münster kann sie mehrmals überstrichen werden. **

Wenn im Vertrag nichts anderes vereinbart ist, muss der Mieter dies tun:

  • Wände und Decken tapezieren, anstreichen oder kalken
  • Heizkörper und Heizungsrohre streichen
  • Innentüren komplett und Außentüren von innen streichen
  • Fenster von innen streichen
  • Dübel- und Bohrlöcher in Fliesen und an Wänden ausbessern

Diese Reparaturen sind Sache des Vermieters – egal was im Vertrag steht:

  • Fenster und Türen von außen streichen
  • Treppenhaus oder sonstige Gemeinschaftsräume renovieren
  • Parkettböden abschleifen und versiegeln
  • Teppichböden reinigen oder auswechseln (sofern es nicht mit dem Vermieter vereinbart wurde)
  • Bodenbeläge neu verlegen
  • Arbeiten am Mauerwerk und am Putz
  • Deckenrisse ausbessern
  • Glasarbeiten
  • Lichtschalter, Türschlösser, Elektroleitungen, Gasleitungen und Heizkörper reparieren

** Die Rechtssprechung im Bereich des Mietrechts ist sehr vielschichtig, sodass unsere Tipps rund um Ihren Umzug nur eine allgemeine Einführung in das Thema darstellen können, die ggf. nicht für jeden Einzelfall die passende Lösung bietet. Der selbst.de-Umzugsratgeber ist keine Rechtsberatung.
Um spätere Streitigkeiten mit dem Vermieter zu vermeiden, können Sie Ihren Mietvertrag auch den Beratern des Mieterschutzbundes, der Verbraucherzentralen oder Ihrem Anwalt zur Durchsicht vorlegen.

Quelle: selbst ist der Mann

Beliebte Inhalte & Beiträge
Copyright 2018 selbst.de. All rights reserved.