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Sturmschäden vorbeugen

redakteur
LupeSturmschäden vorbeugen

Ein Sturm kann nicht nur am Haus Schäden hervorrufen, auch auf dem Grundstück gibt es viele Dinge, die bei einem Sturm unversehens zur Gefahr werden können. Hausbesitzer sollten diese Gefahrenstellen vor einem Sturm entschärfen und so Sturmschäden vorbeugen. Tut der Immobilienbesitzer das nicht, hafter er nach der Verkehrssicherungspflicht für durch sein Eigentum entstandene Sturmschäden.

Wer sein Haus regelmäßig wartet, braucht eigentlich keine Sorge vor dem nächsten Sturm zu haben. Säubern Sie regelmäßig im Herbst nach dem Laubfall die Regenrinne, damit herabfallendes Laub nicht die Dachrinne und das Fallrohr verstopfen kann. So schützen Sie Ihr eigenes Haus zuverlässig vor Wasserschäden.
Auch die Dach-Inspektion durch den Dachdecker sollte im Herbst zur Rourine-Vorsorge gehören. Der Fachmann begutachtet das Dach auf verrutschte Ziegel, lose Dachsteine und unzureichende Windsicherung der Dachendeckung. Stellt der Dachdecker Mängel fest, kann er sie schnell beheben. Sturmklammern an den Dachpfannen z. B. fixieren die Dachsteine an der Dachlattung und verhindern auch bei starken Stürmen das Losreißen der Ziegel.

Auch an der Fassade sollten bewegliche Teile (Außenleuchten, Werbeschilder, Fahnen, ...) vor dem Sturm fixiert oder abmontiert werden. Außenliegende Fensterläden sollten Sie rechtzeitig vor dem Sturm schließen und von innen gegen aufschlagen sichern. Das schützt nicht nur die Fensterläden und Ihre Fassade, sondern auch die dahinterliegenden Fenster!
Praxistipp: Schließen Sie auch Ihre Rollläden bei Sturm – so sind Ihre Fenster bei Sturm gegen umherfliegende Gegenstände (Dachziegel, Äste oder sogar Gartenmöbel) gesichert.

Verkehrssicherungspflicht umfasst das ganze Grundstück

Sturmfest müssen alle Gegenstände auf Ihrem Grundstück befestigt sein: also auch Blumenkästen am Balkongeländer, Gartenmöbel (bei Sturmwarnung ins haus räumen!), das Gartenhaus, Frühbeet-Aufsätze oder Sichtschutz-Elemente sowie das Carcport-Dach (hier ist vor allem eine ausreichend tiefe Gründung mit Punktfundamenten erforderlich).

Auch von den Bäumen auf Ihrem Grundstück darf keine Gefahr ausgehen. Daher sollten im Herbst nicht nur die Obstbäume einen Rückschnitt erfahren, sondern auch Zierbäume. Hier gilt es schwache, kranke Äste herauszuschneiden, die bei einem Sturm abbrechen könnten. Morsche Baumstämme sind (in Absprache mit den örtlichen behörden) zu fällen, ehe sie ein Sturm abknickt. Umstürzende Bäume können große Schäden an Gegenständen und Personen anrichten, für die Sie als Eigentümer haften müssen.

Wasserschaden: Sturm wird meist von Regen begleitet

Da ein Sturm meist auch gewaltige Regenmengen mit sich führt, sollten Sie Ihr Haus auch vor Hochwasser schützen. Zur Herbstinspektion am Haus gehört daher auf jeden Fall, die Abflüsse und Ablaufrinnen rund ums Haus zu säubern und zu spülen. Auch die Dachrinnen müssen frei sein (s. o.).

Wer Kanal-Anschlüsse im Keller hat, die unterhalb der Rückstauebene der städtischen Kanalisation liegen, muss in jedem Fall eine Rückstausicherung oder eine Hebeanlage installieren, damit ihm bei Starkregennicht das Kanalwasser in den Keller drückt.

Oft vergessen wird dir Prüfung der Kellerfenster: Schließen die Kellerfenster noch dicht? Ist der Kellerfensterschacht frei? Und funktioniert der Abfluss im Kellerschacht?

Wer diese Hinweise und Tipps gegen Sturmschäden berücksichtigt, kann dem nächsten Wetter-Extrem relativ gelassen entgegensehen.

Foto: Braas

Sturmschäden der Versicherung melden

Konnten Sie trotz guter Vorsorge nicht verhindern, dass es an Ihrem Haus zu einem Sturmschaden gekommen ist, sollten Sie schnell handeln und den Sturmschaden unverzüglich dokumentieren und Ihrer Versicherung melden. Hier einige Tipps, wie Sie Sturmschäden der Versicherung melden:

  • Die wichtigste Frage heißt: War das Wetterphänomen ein Sturm? Für Versicherungen liegt ein Sturm erst ab Windstärke 8 vor, das entspricht einer Windgeschwindigkeit von etwa 62 km/h – alles darunter ist "nur" heftiger Wind ... und leider nicht versichert.
  • Welche Versicherung ist für den Schaden zuständig? Schauen Sie in Ihren Policen nach, welche Versicherung für den Schaden aufkommen muss. Zur Wahl stehen in der Regel die Hausratversicherung (für Schäden an Einrichtungsgegenständen, wenn der Wind z. B. das Dach abgedeckt oder die Fenster eingedrückt hat), die Wohngebäudeversicherung (deckt i. d. R. alle Schäden an der Immobilie ab, die mit dem Sturm im Zusammenhang stehen,  auch Folge- sowie Leitungswasser-, Feuer- und Hagelschäden) oder eine spezielle Glasversicherung (für Bruchschäden an Fenstern, Glastüren, Wintergärten, etc.).
  • Melden Sie den Schaden unverzüglich; listen Sie dabei detailliert Art und Umfang der Sturmschäden auf.
  • Machen Sie Beweisfotos vom entstandenen Schaden und bewahren Sie beschädigte Gegenstände bis zur Schadensregulierung (mindestens bis der Sachverständige der Versicherung den Schaden begutachtet hat) auf.
  • Führen Sie Telefonate mit der Versicherung vor Zeugen und notieren Sie sich bei Zusagen Name, Durchwahl des Sachbearbeiters sowie Datum und Zeitpunkt der Zusage.
  • Fertigen Sie von allen Unterlagen Kopien an, ehe Sie sie bei der Versicherung einreichen.
     


 
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