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Natursteinpflege leicht gemacht

Natursteine finden sowohl im Innenbereich als auch im Außenbereich Anwendung. Bei ihnen wird zwischen Hart- und Weichstein unterschieden. Beide besitzen verschiedene Pflegeeigenschaften, die für einen langfristigen Erhalt beachtet werden sollten.


Naturstein
Hart- und Weichsteine stellen unterschiedliche Pflegeansprüche und sind nicht überall gleich gut einsetzbar.

Grundsätze der Natursteinpflege
Als uraltes Naturmaterial ist Stein grundsätzlich sehr unempfindlich. Doch die Fülle der existierenden Natursteine ist nahezu unbegrenzt, sodass kein Stein dem anderen gleicht und die enthaltenen Mineralien zu unterschiedlichen Eigenschaften führen. Weiteres zur Entstehung und Nutzung von Naturstein wird in dieser Naturstein-Information erläutert.

  • Grundpflege
Zur Grundpflege wird neutraler Reiniger oder Spezialreiniger entsprechend der Steinart verwendet. Es sollte feucht gewischt werden, denn zu viel Nässe verursacht bei einigen Materialien unschöne Flecken. Auch sollte bedacht werden, dass Granit nur schwer trocknet. Zu viel Reiniger kann Flecken verursachen. Aus diesem Grund sollte die Anwendungsbeschreibung der Reinigungsprodukte vor Anwendung gelesen werden.

  • Imprägnierung
Bodenimprägnierungen dienen dem Schutz vor äußeren Einflüssen. Kann der Naturstein diese aufnehmen, ist diese Maßnahme sinnvoll. Doch nicht alle Materialien werden durch Imprägnierungen gleich gut geschützt.

  • Polierung
Polierungen verstärken den Glanz oder stellen ihn bei älteren Böden wieder her. Eine Salmiakgeist-Behandlung mit anschließenden Bohnerwachsen ist eine beliebte Möglichkeit, Natursteinböden wie Marmor und Granit zu polieren. Außerdem gibt es im Handel Polituren für Naturstein.

  • Farbvertiefung
Vor allem bei dunklen Böden aus Steinzeug ist der Nasseffekt gewollt. Dieser kann durch eine regelmäßige Behandlung mit Farbvertiefern erreicht und aufrechterhalten werden. Hierzu muss das Material leicht porös und saugfähig sein, um den Vertiefer aufnehmen zu können.

Natursteinpflege im Innenbereich
In Innenbereich ist der Einsatz als Bodenbelag in Form von Fliesen am häufigsten. Außerdem sind Küchenarbeitsplatten und Badarmaturen aus Steinzeug beliebt und auch Wände können mit Stein gestaltet werden. Doch auch in historischen Bauten wird Naturstein eingesetzt. So berichtete die Welt kürzlich über die Sanierung Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, dem Wahrzeichen Berlins, bei der große Mengen Naturstein verarbeitet wurden.


Naturstein
Im Innenbereich ist eine fleckenlose Optik wichtig. Umsichtiger Umgang verhindert außerdem Kratzer.

  • Natursteinböden
Als Natursteinböden eignen sich vor allem unempfindliche Hartgesteine, die Imprägnierungen annehmen. Übermäßige Belastung sollte möglichst vermieden werden. Straßenschuhe und Möbel ohne Gleiter schaden dem Bodenbelag. Wird Weichgestein wie Marmor, Jura-Marmor, Botticino, Trani, Travertin und Solnhofener eingesetzt, muss unbedingt auf die Zusammensetzung der Reinigungs- und Pflegemittel geachtet werden. Weichstein verträgt wenige Chemikalien und keinerlei Säure.

  • Küchenarbeitsplatten aus Naturstein
Auch im Küchenbereich ist Hartgestein empfehlenswert, das beim Kontakt mit scharfkantigen Gegenständen wie Messern keine Kratzer bildet. Die Pflege unterscheidet sich grundsätzlich nicht von dem eines Fußbodens. Wichtig ist aber Umsichtigkeit bei der Verwendung von Ölen und Fetten bei der Küchenarbeit. Einige Natursteine schließen dieses ein, sodass Flecken entstehen, die sich nur schwer entfernen lassen.

Natursteinpflege im Außenbereich
Im Außenbereich bestehen in erster Linie Treppen und Terrassen, aber auch Wände aus Naturstein. Wird er nicht gepflegt, lassen Witterungseinflüsse den Naturstein im Laufe der Zeit verwittern. Das ist aus optischen Gründen manchmal durchaus erwünscht, doch vor allem im Bereich der Terrasse, auf der Mahlzeiten verzehrt werden, ist Pflege und Fleckenschutz wichtig.


Naturstein
Wird auf der Terrasse aus Naturstein gegessen, ist eine Imprägnierung zum Schutz vor Flecken sinnvoll.

Anhaltende Feuchtigkeit hat hier den Nachteil, dass sich Algen- und Moosbeläge bilden. Auch Rostflecken sind möglich. Trockenheit wird dagegen gut vertragen. Lediglich der ggf. angewendete Fugenkleber kann je nach Qualität porös werden oder sich lösen.

Eine gelegentliche Grundreinigung ist ausreichend. Bei starker Beanspruchung oder überdurchschnittlichem Einwirken von Feuchtigkeit ist eine Imprägnierung empfehlenswert. Dadurch wird das Algen- und Mooswachstum verringert und Flecken, die beim Essen auf der Terrasse entstehen können, besser entfernbar. Laut des Unternehmens Kurz Natursteine ist es wichtig, vor allem nach der Imprägnierung auf tensidfreie Reinigungsmittel zu achten, da anderenfalls die Imprägnierung aufgehoben wird.

Bei der Anwendung von Hochdruckreinigern ist vor allem bei poliertem Stein Vorsicht geboten. Durch zu großem Druck kann die Oberflächenschicht beschädigt werden. Dampfreiniger sind eine Alternative, verändern aber durch zu große Hitze die Oberflächenspannung und haben unter Umständen eine matte Optik zur Folge.

Besonderheiten der Marmorpflege
Der traditionelle Marmor gehört zu den kalkhaltigen Weichgesteinen und ist entsprechend kratzempfindlich. Spitze oder besonders raue Schuhabsätze schaden ihm genauso wie das Herumschieben von Möbeln und Saugen mit harten Staubsaugerdüsen.

Auch Säure greift den Stein an, sodass vor allem beim Einsatz von Reinigungsmitteln auf den Säuregehalt wie auch auf den pH-Wert geachtet werden sollte. Essigreiniger und Ähnliches sind grundsätzlich nicht geeignet. Für die Grundreinigung werden Reinigungsmittel mit einem maximalen pH-Wert von 11 oder ein Schuss Spiritus in klarem Wasser verwendet.

Zusätzlich kann Marmor poliert werden. Dazu wird eine spezielle Marmorpolitur eingesetzt, welche auf den Härtegrad abgestimmt wird. Imprägnierungen sind ebenfalls möglich. Diese machen den Marmor nicht gänzlich unempfindlich, erhöhen aber den Schutz vor ungeeigneten Reinigungsmitteln und anderen äußeren Einflüssen.

Besonderheiten der Granitpflege
Granit ist als Hartgestein nach Diamant der härtester Naturstein und besonders kratz- und stoßunempfindlich. Er wird deshalb gern für Fußböden und Küchenarbeitsplatten eingesetzt. Der echte Granit ist aber dennoch sensibel. Lösungsmittel laugen ihn aus, Fette und Öle verursachen kaum entfernbare Flecken. In diesem Fall hilft nur noch mühsames Abschleifen.

Vorbeugend kann Granit imprägniert werden. Hierzu sollte Imprägniermittel zunächst an einer kleinen, unbedeutenden Fläche getestet werden, denn nicht alle Böden vertragen jede Imprägnierung.

Vor dem Imprägnieren, das den Granit unempfindlicher macht, muss der Boden sorgfältig gereinigt werden und gut durchtrocken. Die Trocknungsphase dauert mehrere Wochen. Wird im Anschluss zu früh imprägniert und der Boden noch nicht ausreichend trocken, können sich Rostflecken bilden.

Regelmäßiges Einreiben mit Salmiakgeist und anschließendes Polieren mit Bohnerwachs kann helfen, den ursprünglichen Glanz wiederherzustellen. Geschliffener Schiefer kann zusätzlich mit Farbvertiefern behandelt werden, um den beliebten Nasseffekt zu erhalten.

Besonderheiten der Schieferpflege
Schiefer wird heute überwiegend zur Verkleidung von Hausfassaden genutzt, kann aber auch im Wohnraum eingesetzt werden. Während der Schiefer im Außenbereich keinerlei Pflege benötigt, ist dies im Innenbereich jedoch notwendig.

Aufgrund seiner Säureempfindlichkeit verträgt Schiefer nur neutrale Reiniger. Zusätzlich kann das Wischwasser gelegentlich mit Glanzpflege ergänzt werden. Die regelmäßige Anwendung von Schieferölen verstärkt seinen Glanz. Farbvertiefer können ebenfalls genutzt werden. Silikone und Harze bilden dagegen eine schwer entfernbare Schicht und sollten vermieden werden.

Imprägnierungen sind möglich, schützen vor Fetten und Ölen, werden aber nicht von allen Schieferarten angenommen. Gelegentlich kann es zudem zu optischen Veränderungen, zum Beispiel Nachdunkeln kommen. Hier sollte zunächst an einer kleinen Stelle getestet werden.


Bilderquelle:
Bild 1: pixabay.com © ImageParty (CC0 1.0)
Bild 2: pixabay.com © CreativeMagic (CC0 1.0)
Bild 3: pixabay.com © rhyslud (CC0 1.0)


 
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