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Die eigene Kellerbar errichten Materialien und Bauanleitung

Viele Hausbesitzer, die über einen Keller mit mehreren Räumen verfügen, wünschen sich einen Aufenthaltsraum mit einer integrierten Bar. Mit den richtigen Materialien und der entsprechenden Anleitung ist es nicht schwer, die eigene Kellerbar zu bauen.

Materialwahl für die Hausbar im Wandel der Zeit

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Materialauswahl für die Errichtung einer Hausbar bzw. Kellerbar gewandelt. Während in den 70er und 80er Jahren holzvertäfelte Bartresen aus massivem Eichenholz oder Tresen aus Massivsteinen die Optik einer Kellerbar bestimmten, werden seit einigen Jahren bevorzugt leichtere Baustoffe verwendet. Hierbei sollte darauf geachtet werde, möglichst schadstofffreie Baustoffe zu verwenden. Der TÜV Rheinland stellt auf seiner Webseite Informationsmaterial rund ums Thema schadstofffreie Baustoffe zur Verfügung.

Materialien und die gründliche Vorbereitung für den Bau einer eigenen Bar

Der Platz für die Bar inklusive Theke ist gefunden, der erste konkrete Schritt ist dann das Ausmessen. Um die passende Menge an Materialien zu kaufen, müssen die Maße der zukünftigen Hausbar vorhanden sein. Wichtig ist genau zu wissen, wie viel Platz die einzelnen Elemente einnehmen werden. Wie groß soll die Theke sein? Welche Materialien eignen sich für welchen Arbeitsschritt? Diese und weitere Fragen sollten sich Heimwerker vor dem Beginn der Arbeiten stellen.

Kellerbar

Bau einer Kellerbar mit Holzbalken und Gipskartonplatten

Um das Grundgerüst stabil zu halten, ist die Verwendung von Holzbalken zu empfehlen. Den Anfang macht der Boden, hierfür ist ein viereckiges Gerüst auszulegen. Zur Befestigung eignen sich Winkel, die mit den Holzbalken an jeder Ecke des Gerüsts zu verschrauben sind. Für noch mehr Stabilität sorgt die Anbringung eines Querbalkens.

Für die Innenverkleidung des Gerüsts kommen die Gipskartonplatten zum Einsatz. Die Platten können problemlos von oben eingebaut werden, solange das obere Gerüst noch nicht steht. Nachdem dieses fertiggestellt ist, wird die Arbeitsplatte aufgesetzt, diese wird anschließend nach den Vorstellungen des Heimwerkers zurecht gesägt.

Das Gerüst steht, es fehlt noch die Füllung der Bereiche zwischen den Holzbalken. Da die Gipskartonplatten hinter den Balken angebracht sind, müssten noch einige freie Stellen zu sehen sein. Diese können etwa mit Wandputz aufgefüllt werden. Wenn alles getrocknet und ausgehärtet ist, können die Holzbalken zum Abschluss mit Farbe angestrichen werden. Hinweise für das Lackieren von Holz im Allgemeinen sowie speziell für Möbel sind diesem Artikel auf focus.de zu entnehmen.

Anregungen für die farbliche Gestaltung einer Bar sowie klassische und moderne Designs finden sich auf der Themenseite der Süddeutschen Zeitung. Unter der Rubrik Bars werden unter anderem das Innendesign, die Gestaltung des Thekenbereichs, die Möbelausstattung sowie dekorative Elemente und weiteres Zubehör in verschiedenen Szenelokalen sowie von einigen Kultkneipen Münchens betrachtet.

Hausbar aus Glasbausteinen errichten

Die Verwendung von Glasbausteinen sorgt für eine hellere Optik des Raumes. Die Steine gibt es in verschiedenen Farben und Strukturen. Im Folgenden wird die schrittweise Errichtung einer Bar aus Glasbausteinen erläutert.

Abmessen und erste Schritte: Wie bei nahezu allen handwerklichen Arbeiten ist die Ermittlung der Abstände und Maße der erste Schritt. Hierzu wird die erste Steinreihe trocken - d.h. ohne den Einsatz von Kleber- ausgelegt, der Verlauf der Steinreihe ist mit einem Stift nachzuzeichnen. Im nächsten Schritt ist auf diese Vorlage Kleber mithilfe einer Kartuschenpistole aufzutragen, bevor im Anschluss die zugeschnittenen Kunststoffprofile aufgelegt werden. Dieser Vorgang ist auch an der Wandseite umzusetzen, eine Wasserwaage gibt Orientierung um korrekt zu arbeiten.

Aufsetzen der ersten Steinreihe: Bevor der erste Glasbaustein gesetzt werden kann, ist Kleber auf die Oberseite des ausgelegten Profils aufzutragen. Nachdem der erste Stein angebracht ist, muss zwischen diesem und dem nächsten Stein erneut ein zugeschnittenes Kunststoffprofil eingesetzt werden. Entsprechend dieser Vorgehensweise werden die nächsten Glassteine bis zur Ecke verlegt. Für diesen Fall gibt es spezielle Ecksteine, die Profile sind auf Stoß über Eck zu kleben.
Aufsetzen der weiteren Steinreihen: Auf die erste gesetzte Glasbausteinreihe sind wiederum Kunststoffprofile aufzukleben. Dieser Vorgang wiederholt sich für die nächsten Reihen, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. Auf die oberste Steinreihe ist abermals ein Profil aufzutragen. Wichtig: Ab und zu sollte überprüft werden, ob die Steine genau übereinander gesetzt sind.

Auffüllen der Fugen: Rund 24 Stunden später ist es an der Zeit, die Fugen aufzufüllen. Hierzu eignet sich flexibler Fugenmörtel, der mit der richtigen Menge an Wasser, die auf der Packung angegeben ist, verrührt wird. Mithilfe eines Spachtels oder einer Mauerkelle wird der Mörtel auf die Glasbausteine aufgetragen, mit einem Fugengummi anschließend verteilt. Die Feinarbeit der gleichmäßigen Verteilung des Mörtels gelingt mit einem Schwamm. Im Anschluss sind die Steine zu säubern und trocken zu polieren. Nach etwa drei Tagen können die Fugen der Glasbausteine mit Silikon verfugt werden. Die Arbeiten sind hiermit abgeschlossen, die Bar aus Glasbausteinen ist fertig.

BarhockerBarhocker als passendes Zubehör
Zu einer Bar mit Theke gehören Barhocker, die ebenfalls selbst angefertigt werden können. Als Materialien eignen sich Holz, Metall, Plastik oder die Kombination dieser Materialien, beispielsweise ein Gestell aus hochwertigem Buchenholz und Stahl. Bei der farblichen Gestaltung sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, zudem lassen sich die Hocker mit passenden Sitzkissen kombinieren.

Wer einen Barhocker selbst herstellen möchte, beginnt genau wie beim Bau der Bar mit einer gründlichen Vorbereitung. Folgende Aspekte sind zu berücksichtigen:

  • Die Grundfläche sollte groß genug sein, damit der Hocker einen sicheren Stand hat.
  • Die Höhe des Gestells orientiert sich an der Höhe der Theke bzw. der Arbeitsplatte der Bar, damit alle darauf liegenden Gegenstände gut erreichbar sind.
  • Die Breite der Sitzfläche sollte am Abstand der Hockerbeine ausgerichtet sein und dementsprechend nicht zu klein ausfallen.
Nachdem alle Maße der Leisten, der Hockerbeine, der Sitzfläche vorhanden sowie alle Winkel berechnet sind, folgen der Zuschnitt sowie das Zusammensetzen der Materialien:

=> Mithilfe einer Stichsäge werden die Beine sowie die Sitzteller zugeschnitten. Im Anschluss ist das Leimen und Pressen an der Reihe. Aus jeweils zwei Beinen sowie einer kurzen und einer längeren Querleiste wird ein Seitenteil zusammengesetzt. Die Anbringung der oberen sowie der unteren Querstrebe erfordert Präzision, da schon kleinste Höhenunterschiede auffallen.

=> Ist der richtige Abstand gefunden, werden die vier Seitenteile miteinander verleimt. Das Verschrauben mit Winkeln sorgt für zusätzliche Stabilität.

=> Die Sitzteller werden im Anschluss aufgeschraubt, die Schrauben sind durch die Anbringung der Polster später nicht sichtbar.

=> Die Sitzteller sind abzurunden, damit sich die Kanten nicht durch die Polsterung drücken.

Für die Polsterung eignet sich Schaumstoff als Füllstoff, dieser wird dicht am Rand des Tellers festgetackert. Die Sitzbelege können aus Vlies oder Leder bestehen. Damit der Bezug auf Spannung gehalten wird, sind Nägel zur Befestigung eine geeinigte Wahl.

Bild 1: pixabay.com, sharonang, CC0 Public Domain
Bild 2: commons.wikimedia.org, Frank C. Müller, CC BY-SA 4.0


 
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