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Boxspringbett selbst gemacht

Der Umbau eines "normalen" Bettes

Typisch amerikanisch sehen die Boxspringbetten aus, waren sie doch lange Zeit in Deutschland nur selten gesehen und tauchten eher in amerikanischen Fernsehserien oder Lifestyle-Katalogen auf. Doch nicht nur das Aussehen eines Boxspringbettes, auch sein Komfort hat es nun vermehrt nach Deutschland gebracht. Die hochwertigen Bettsysteme mit dreiteiligem Aufbau aus Federkernbox, Matratze und Topper-Matratze gelten als bequem, lassen sich den guten Schlaf aber auch so einiges kosten. Es ist daher eine Alternative, einfach das bisherige Bett mit einem Boxspringsystem nachzurüsten und sich so seinen amerikanischen Traum selbst zu erfüllen.


Boxspringbett
Boxspringbetten waren lange Zeit nur in Amerika üblich. Nun kommen die komfortablen Mehrteiler auch vermehrt in deutsche Schlafzimmer. Die Umrüstung des normalen Bettes in ein Boxspringbett ist dabei eine günstige Alternative. pixabay.com © stevepb (CC0 Public Domain)

Schritt 1: Die richtigen Komponenten wählen

Je nach handwerklichem Geschick sollte zunächst festgelegt werden, welche Bestandteile eines Boxspringbettes selbst gebaut werden sollen. So ist es beispielsweise sinnvoll ein Bettgestell in Eigenregie zu herzustellen, da so die gewünschten Maße umgesetzt werden können. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass das jeweilige Einlegesystem auch den Maßen entspricht. Laut betten.de besteht dieses aus drei Komponenten: Box, Matratze und Topper. Zudem können das bereits genutzte Bett umgebaut oder auch ein komplett neues Bett selbst gebaut werden. So oder so: Die Auswahl der richtigen Komponenten ist der wichtigste Schritt beim Umbau eines konventionellen in ein Boxspringbett und entscheidet später über Qualität und Komfort. Der größte Unterschied zwischen einem normalen und dem neuen Boxspringbett liegt vor allem in der Box mit Federkern, welche die Unterfederung durch den Lattenrost ersetzt. Es gilt nun also erst einmal, diesen auszubauen und durch eine passende Box zu ersetzen. Ein Holzrahmen, zum Beispiel aus Fichtenholz, gibt ihr die notwendige Stabilität und sorgt zugleich für eine seitliche Isolierung. Als äußerer Mantel ist die Box mit einem Bezug versehen, üblicherweise aus Baumwolle oder Jersey. Je nach Qualität schwankt da natürlich der Preis. Wer beim Bezug sparen will, kann hier auch die billigste Variante nehmen und sich dann einfach selbst an die Nähmaschine setzen. Die Möglichkeiten sind groß. Wer ein Boxspring-Komplettsystem selber bauen möchte, der muss beachten, dass die Box nicht in den vorhandenen Rahmen eingelegt wird, sondern als vollwertiger Unterbau fungiert. Daher muss sie mit Bettbeinen versehen und an den Sichtseiten mit Bezugsstoff verkleidet werden.

Schritt 2: Die Matratze entscheidet über den Härtegrad

Die Matratze. Diese wird in der Regel, wie beim normalen Bett auch, nach dem persönlichen Geschmack ausgewählt und ist entscheidend für den späteren Härtegrad des Bettes. Dabei gehen die individuellen Gewohnheiten auseinander und eine Empfehlung für eine besonders harte oder weiche Matratze kann nicht generell ausgesprochen werden. Das Für und Wider wurde übersichtlich auf onmeda.de zusammengetragen. Zudem gibt es auch hier große technische wie qualitative Unterschiede. Die einfachste Ausführung einer Matratze ist meist die mit dem Taschenfederkern ohne Zoneneinteilung. Eine ergonomische Zoneneinteilung sorgt für ein optimiertes Einsinkverhalten und eignet sich vor allem für Bauch und Rückenschläfer.

Schritt 3: Der Topper als krönender Abschluss

Als dritter Schritt rundet der Topper die Eigenschaften des Boxspringbettes ab. Er ist in der Regel rund 6 cm hoch und beeinflusst noch einmal immens das Liegegefühl. Topper bestehen meist entweder aus Hartschaum oder Viscoschaum. Diese passen sich dem liegenden Körper an und erwirken so ein besonders weiches und komfortables Liegen. Hartschaum wird vor allem für unruhige Schläfer empfohlen oder auch Menschen, die nachts vermehrt schwitzen. Der Viscoschaum-Topper hingegen lässt den Schläfer tiefer einsinken, erschwert dadurch aber auch die Veränderung der Position. Die Raumtemperatur sollte nicht unter 18 Grad Celsius fallen, da sonst die Eigenschaften des Viscoschaums nachteilig beeinflusst werden.

Ein Doppelbett als Boxspringbett umrüsten

Wer sein Doppelbett in ein Boxspringbett umwandeln möchte, wählt ab einer Breite von 160 cm oder mehr zwei Einzelboxen als Unterlage. Darauf kann dann je nach Geschmack eine einteilige Matratze platziert werden, es sind jedoch auch zwei einzelne möglich. So oder so bleibt der Topper in voller Breite erhalten und gleicht dadurch die „Lücke“ zischen den zwei Seiten optimal aus. So entsteht eine durchgehende Liegefläche, die sich gut zum Kuscheln eignet oder für das ängstliche Kind beim nächsten Gewitter.

Die Vorteile eines Boxspringbettes

Alles in allem werden die amerikanischen Modelle aber in Deutschland immer beliebter, schließlich bringen sie auch Vorteile mit:

  • Bei einem Boxspringbett ist es nicht mehr notwendig, die optimale Kombination aus Lattenrost und Matratze zu finden.
  • Der dreiteilige Aufbau des Bettes verleiht ihm eine ganz besondere Komforthöhe, die den Ein- und Ausstieg erleichtert.
  • Solange der Bettrahmen eine Mindesteinlegetiefe von 16 cm aufweist, kann das bisherige Bett in ein Boxspringmodell umgerüstet werden.
  • Je nach Auflage ist das Boxspringbett wärmeisolierend.
Dennoch: So wie alles in der Welt, bringen auch die amerikanischen Betten laut alltagstipp.de nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile mit sich:

  • Der Luftaustausch ist aufgrund der Schichten oft nicht optimal.
  • Der Feuchtigkeitsabtransport der einzelnen Matratzen ist erschwert.
  • Durch die Größe des Bettes kann es nur schwer transportiert werden.

 
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