Thermostat wechseln

Ein programmierbares Heizungsthermostat bietet eine bequeme Anpassung der Raumtemperatur und helfen beim Reduzieren der Heizungsrechnung. Wie Sie ein elektronisch-gesteuertes Thermostat wechseln, zeigt in mehreren Varianten diese Anleitung.

Auch wenn Sie beim Thema Energiesparen vielleicht zuerst an Strom denken: Ein wesentlich größeres Sparpotenzial steckt in der Raumheizung. Dabei muss man nicht gleich neue Heizkörper einbauen oder gar den Heizkessel tauschen – auch wenn größere Modernisierungen meist einen besonders großen Effekt in der Jahresabrechnung bewirken. Oft kann aber schon eine bedarfsorientierte Nutzung des vorhandenen Heizsystems kleine Wunder bewirken.

 
 

Heizung: Thermostat wechseln

Sinnvoll ist es zum Beispiel, die Raumtemperatur nachts und in längeren Zeiten der Abwesenheit um drei bis vier Grad abzusenken und die Heizkörper während des täglichen Lüftens ganz abzudrehen. Ohne technischen Eingriff kann so auch in Mietwohnungen die Heizrechnung deutlich nach unten getrimmt werden. Doch wer denkt schon immer daran, die Themostate an allen Heizungen entsprechend nachzustellen? Diese Aufgabe können Sie getrost modernen Heizungsreglern überlassen. Den Wechsel der Thermostate können Sie selbst erledigen.

Kaum größer als der vorhandene Regler, übernehmen kleine batteriebetriebene Steuerungen das Regiment über den Wärmezufluss direkt am Heizkörper. Wie ein üblicher Thermostat erfassen sie dabei die Raumtemperatur, berücksichtigen aber außerdem die gespeicherte Wunschtemperatur zum jeweiligen Zeitpunkt und öffnen oder schließen das Heizungsventil entsprechend. Im Inneren arbeitet ein Minicomputer, der mit Batterien versorgt wird und keine weitere Installation benötigt. Ohne Eingriff in den Wasserkreislauf der Heizung werden solche Regler anstelle der Thermostate montiert – das können Sie selbst tun. Wie es gemacht wird, zeigt unsere Fotofolge.

Die Technik erlaubt Ihnen auch, gleich alle Heizkörper in Ihrer Wohnung bequem von einer Zentrale aus zu steuern. Dazu werden die Thermostate der Heizkörper durch Stellantriebe ersetzt, die ihre Befehle per Funk von einer zentralen Steuerung erhalten. Auch hier ist weder ein Eingriff in den Wasserkreislauf der Heizung noch eine zusätzliche Elektroinstallation notwendig – auch die Zentrale bezieht ihre Energie aus Batterien und kann daher in jeden Raum der Wohnung mitgenommen werden. Beide Systeme können mit einer individuellen Wochensteuerung für jeden einzelnen Raum programmiert werden – je nach Anbieter kann diese Programmierung auch auf einem Notebook oder Computer erfolgen – ein zum System gehörender USB-Stick mit Funkmodul überträgt die Programmierung dann an die regelnden Komponenten des Systems.

© MachEsDirSelbst / youtube

 

Heizungssteuerung: vernetzt & intelligent

Inzwischen gibt es sogar schon Möglichkeiten, die Heizung per Netzwerkanbindung oder Handy zu beeinflussen – man kann die Heizung dann von jedem beliebigen Ort aus ein- und ausschalten oder die Programmierung verändern. Damit sind diese leicht nachrüstbaren Regelungen den meist aufwändig fest installierten Heizkesselsteuerungen kaum unterlegen. Mieter können das einmal gekaufte System sogar beim Umzug mitnehmen, bei Auszug werden einfach wieder die mechanischen Thermostate an den Heizungen montiert. Die Investition rechnet sich allemal: Programmierbare Thermostate werden beim Elektronik-Versender Conrad ab rund 15 Euro angeboten, Funk-Heizkörper-Sets ab rund 50 Euro. Um diese Beträge kann die jährliche Heizrechnung mit dieser Technik leicht reduziert werden – vor allem in eher schlecht gedämmten Mietwohnungen.

Ähnlich komfortable Steuerungen auf Funkbasis werden auch für Fußbodenheizungen angeboten. Auch dabei ersetzen Stellantriebe die zuvor handbetätigten Ventile, allerdings arbeiten die Stellantriebe hier elektrisch und sind daher über Leitungen mit der am Heizkreisverteiler montierten Funkzentrale verbunden. Nur diese zentrale Steuerung benötigt einen Stromanschluss, die in jedem Raum positionierten Raumsensoren melden die Ist-Temperatur (und je nach System und Programmierung auch die Wunschtemperatur) per Funk an die Zentrale. Auch das rechts gezeigte Funksystem von Watts für bis zu zwölf Heizungszonen kann ohne Eingriff in den Wasserkreislauf der Heizung nachgerüstet werden, nur für die Steuerzentrale ist am Heizkreisverteiler der Heizung ein Stromanschluss erforderlich.

Fotos: selbst ist der Mann, Peter Baruschke

Quelle: selbst ist der Mann 11 / 2011

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