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Thermo-Komposter

redakteur
LupeThermo-Komposter
Diese Marken haben wir getestet:
  • Aldi
  • Al-Ko
  • Atika
  • Flair
  • Gloria
  • Graf
  • Juwel
  • Neudorff
  • Quelle Uniropa

Binnen weniger Monate - so versprechen die Hersteller von Thermo-Kompostern - soll man mit den geschlossenen Plastik-Kisten nährstoffreiche Komposterde ernten können. In der Praxis muss man allerdings deutlich länger warten. 12 Thermo-Komposter haben wir mit dem TÜV Rheinland in einem eineinhalb Jahre langen Langzeittest ausprobiert.

Gartenbesitzer sparen mit einem Komposthaufen bares Geld: Zum einen fallen keine Entsorgungskosten für Gartenabfälle an, zum anderen wird kostenfrei hochwertiger Dünger und Pflanzerde gewonnen. Eigentlich ist das Kompostieren ganz umsonst: Es genügt, aus einem Drahtrest oder Restholz einen einfachen Verschlag zu bauen, der den Kompost aufnimmt. Schöner sind freilich Bausätze für offene Kompostsysteme oder – wie hier getestet – geschlossene Thermo-Komposter aus wiederverwertetem Kunststoff.

Thermo-Komposter sind viereckige oder runde Silos mit Deckel, im Boden befinden sich in den meisten Fällen Löcher. Die Komposter sind mit einer wärmedämmenden Schicht ausgekleidet, was sie von anderen Kompostern unterscheidet. Diese Schicht soll die Temperatur des Komposts erhöhen und dadurch die Verrottung der Abfälle voran treiben. In offenen Kompostsystemen entsteht durch die Schichtung der Abfälle bereits eine Temperatur im Kompost, die die Rotte begünstigt.

Thermo-Komposter von Neudorff

Im Thermo-Komposter von Neudorff reifen Gartenbfälle besonders schnell

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Im Thermo-Komposter wird die Temperatur durch die Wärmedämmung zusätzlich erhöht. So soll die Kompostierung schneller vonstatten gehen, was sich in unserem Test allerdings nicht beweisen ließ. Denn bei unvollständiger Füllung des Kunststoffbehälters dauert die Zersetzung der Gartenabfälle in etwa so lange wie in einem offenen System – mindestens ein Jahr. Bei einer vollständigen Füllung wird der Thermo-Komposter richtig ausgenutzt und der Inhalt erwärmt sich auf über 50 Grad Celsius, was die Zersetzung beschleunigt. Doch diese Idealbedingung ist in einem Privatgarten kaum erreichbar, weshalb wir im Test nur von einer realistischen Teilbefüllung ausgegangen sind. 

Thermo-Komposter für kleine Gärten von großem Nutzen

Dennoch sind die kompakten Kisten für kleinere Gärten durchaus ein Gewinn: Küchen- und Gartenabfälle können verborgen entsorgt werden und verrotten vor Ungeziefer geschützt. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass sich eine Bodenplatte mit kleinen Löchern oder Schlitzen im Thermo-Komposter befindet: So können Küchenabfälle kompostiert werden, ohne dass Nagetiere in den Kompost gelangen können. Die Löcher sorgen dafür, dass die Kleinlebewesen, die für die Verrottung der Abfälle notwendig sind, in den Komposter gelangen können.

Je nach Bauart lassen sich die Thermo-Komposter entweder sehr schnell aufstellen – weil sie unzerlegt geliefert werden – oder müssen komplett montiert werden. Übrigens riecht ein richtig gepflegter Komposthaufen nicht, egal ob in offener oder geschlossener Form.

Thermo-Komposter Test

Unser Test von September 2005 zeigt, dass sich die Komposter der Hersteller Aldi, Al-Ko, Atika, Flair, Gloria, Graf, Juwel, Neudorff und Quelle Uniropa nur geringfügig unterscheiden. Wichtig ist es, den Komposter möglichst voll zu füllen – sonst kann sich die gewünschte Thermo-Funktion im Kompost nicht gänzlich entwickeln und der Kompost braucht zu Reifung genauso lang wie auf einem normalen Komposthaufen. Wir stellten deshalb folgendes Ergebnis fest: Sechs Thermo-Komposter bekamen die Note "gut", sechs Modelle wurden mit "befriedigend" bewertet. Die Ergebnis-Tabelle zum Thermo-Komposter Test 09/2005 finden Sie hier als Download >>