Terrassendielen verlegen

Glücklich, wer wie hier eine rund 50 qm große Terrasse aus Douglasien-Dielen sein Eigen nennen darf. Aber auch auf kleineren Flächen kommen die robusten Douglasien-Dielen hervorragend zur Geltung. Das Terrassendielen verlegen inklusive Einfassung, Unterkonstruktion und Verlegung zeigen wir Ihnen hier in der Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Das neu erworbene Reihenhäuschen war auf Vordermann gebracht – mit einer großzügigen Fensterfront zum Garten. Der Blick nach draußen ließ allerdings zu wünschen übrig – höchste Zeit für eine neue Terrasse! Warm und wohnlich sollte sie wirken und im Sommer als Zimmer im Freien zu nutzen sein – mit einer Fläche von rund 50 qm und dem richtigen Belag kein Problem.
Bequem lassen sich darauf Stühle, Tische, Liegen, Grill und alles, was man sonst so zum Wohlfühlen braucht, unterbringen. Als Material kam nur Holz in Frage: am besten eine langlebige, robuste Art aus heimischen Wäldern. Die Wahl fiel auf Douglasie. In Farbe und Struktur ähnelt sie der heimischen Kiefer und Lärche – die Holzfarbe reicht von rötlichbraun beim Kernholz bis gelblichweiß beim Splint. Die Douglasie mit ihren markanten Jahresringen ist langlebig und zeichnet sich durch hohe Festigkeit und ein gutes Stehvermögen aus. Das Holz verzieht und verdreht sich kaum, die Neigung zum Reißen ist gering. Die Inhaltsstoffe wirken als natürlicher Holzschutz.

Das heißt, dass Douglasie ohne chemische Oberflächenbehandlung auskommt – vorausgesetzt, man berücksichtigt den konstruktiven Holzschutz (kein direkter Erdkontakt, kein stehendes Wasser). Allerdings nimmt das Holz dann im Laufe der Zeit eine leicht silbergraue Patina an. Wer dies vermeiden möchte, kann das Holz mit umweltfreundlichem Douglasien-Pflegeöl behandeln. Regelmäßiges Ölen verlängert außerdem die Haltbarkeit und die Gebrauchsdauer des Holzes.

 

Terrassendielen verlegen

Wichtig beim Verarbeiten: Durch die natürlichen Inhaltsstoffe neigt Douglasie zu Reaktionen mit Eisen und verfärbt sich dann in Verbindung mit Feuchtigkeit schwarz. Deshalb sollten zum Befestigen grundsätzlich Edelstahl-Schrauben verwendet werden. Im Gegensatz zu kesseldruckimprägnierter Ware, die auf den Sondermüll gehört, lässt sich Douglasienholz problemlos entsorgen. Das spart den Besitzern in ferner Zukunft erhebliche Kosten.

In diesem Fall haben die Besitzer den Terrassenbereich mit einer Einfassung aus Betonsteinen vom Garten abgegrenzt. Das sieht zum einen sauber aus, zum anderen wird Unkrautwuchs unter dem Podest verhindert, da die Einfassung als Wurzelsperre zum Rasen dient. Entlang der Kante lässt sich dieser dann problemlos mähen. Die Höhe der Kantensteine ist hier durch die bereits vorhandene Betonplatte im Eingangsbereich vorgegeben. Die Begrenzung haben die Besitzer im Betonbett verlegt und mit einer Rückenstütze gegen Umkippen gesichert. Die Fläche zwischen Betonplatte und Begrenzung wird mit Splitt oder Kies aufgefüllt. Darauf wird dann die Unterkonstruktion verlegt. Als Auflager für die Kanthölzer aus Douglasie dienen im Betonbett verlegte Gehwegplatten. Sie schützen das Holz vor direktem Erdkontakt (konstruktiver Holzschutz).

 

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung der kleinen Holzterrasse aus dem Video finden Sie hier >>

Die Kanthölzer sollten in Abständen von zirka 50-60 cm bei 28 mm dicken Dielen bzw. 40 cm bei 21 mm dicken Hölzern verlegt werden. Die hier verwendeten 45 x 70-mm-Kanthölzer haben gefaste Kanten, sind glatt gehobelt und in zwei und drei Meter Länge erhältlich, die 28 x 45-mm-Bodendielen in Längen von zwei, drei, vier und fünf Metern. Die Bodendielen werden vom Hersteller auch in Stärken von 21 bzw. 42 mm angeboten. Auf einer Seite sind sie fein geriffelt, auf der anderen mit einer breiteren Anti-Rutsch-Nutung versehen. Auch glatte Bodendielen mit gefasten Kanten hat der Hersteller im Sortiment, allerdings nur in 21 mm Dicke.

Damit das Wasser abfließen kann, sollte beim Terrassendielen verlegen ein leichtes Gefälle von 1-2% in Verlaufsrichtung der Dielennutungen eingeplant werden. Beim Verlegen sind zwischen den Dielen Abstände von 3-5 mm einzuhalten. Alle Schraubenlöcher vorbohren und Edelstahl-Schrauben verwenden! Exakt abgelängt werden die Bretter erst zum Schluss – mit der Handkreissäge entlang einer Führungsschiene. Auf eine Oberflächenbehandlung haben die Besitzer in diesem Fall verzichtet. Dass die neue Holzterrasse im Sommer so zum Mittelpunkt für Familie und Freunde wird, versteht sich fast von selbst.

Fotos: Claudio Kalex

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