Glasfaservlies Tapezieren mit Glasfaservlies

Glasfasergewebe ist sehr robust und reißfest. Bei der Verarbeitung von Glasfaservlies gibt es aber einige Unterschiede im Vergleich zu herkömmlichen Papiertapeten. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie mit Glasfaservlies tapezieren.

Glasfaservlies besteht aus hauchdünnen Glasstäbchen, die grobmaschig miteinander verwoben sind. Diese werden in der Produktion auf verschiedene Weise verwoben, sodass man unterschiedlich dichte Maschen erhält. Eigentlich ist ein solches tuchartiges Gewebe weich und nicht besonders robust, doch durch die Zugabe bestimmter Stärkeprodukte wird eine hohe Festigkeit erzielt. Glasfasergewebe ist mit einem Preis von rund 20 bis 35 Euro pro Rolle kein billiges Vergnügen. Der robuste Wandbelag entschädigt aber mit einer langen Lebensdauer. In der Regel muss man davon ausgehen, dass ein eher preiswertes Produkt weniger stabil ausfällt als ein etwas teureres.

 

Glasfaservlies: Stabil und langlebig

Gerade im Dachgeschoss ist die Anschaffung von Glasfasertapete sinnvoll, denn ein Dachstuhl aus Holz ist ständig in Bewegung, sodass es zu Spannungen im Wandbelag kommt. Normale Rauhfaser oder andere Papiertapete könnte hier unter Umständen reißen, vor allem dann, wenn man bei der Gipsplattenverkleidung nicht streng ein ausreichendes Fugenmaß zwischen den Platten eingehalten hat. Glasgewebe stellt aber auch in stark beanspruchten Bereichen eine sinnvolle Anschaffung dar, denn Fußtritte im Treppenhaus oder Kinderzimmer können dem Belag nur wenig anhaben.

Tapezieren
 

Vliestapete streichen

Vliestapete überzeugt nicht nur mit einfacher Verarbeitung, sie lässt sich auch überstreichen

 

Glasfasertapete tapezieren und streichen

Die Verarbeitung von Glasgewebe ist nicht schwer: Das dimensionsstabile Material kann trocken (also ohne Weichzeiten) an die Wand geklebt werden. Bevor Sie den Kleister abschnittsweise auf die Wand streichen und die Tapetenbahnen einlegen, müssen Sie diese grundieren. Vor allem bei stark saugenden Untergründen wie Putz oder Gipsplatten empfiehlt sich eine sorgfältige Grundierung, damit der Kleister nicht aufgesogen wird und die Tapete gut haftet.

Nach etwa 24 Stunden ist das Gewebe durchgetrocknet und kann gestrichen werden. Der Hersteller empfiehlt, die Glasgewebefarbe beim Erstanstrich mit fünf bis zehn Prozent Wasser zu verdünnen, damit sie sich optimal im Gewebe verteilen kann. Den Schlussanstrich führt man dann mit unverdünnter Farbe aus. Achten Sie bei der Verarbeitung darauf, dass sich sowohl der Kleister als auch die Farbe für Glasgewebe eignen. Am besten greifen Sie zu abgestimmten Produkten desselben Herstellers.

Fotos: sidm / Archiv

Quelle: selbst ist der Mann

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