Stein auf Stein: Maurerkellen für jeden Zweck

Wenn man eine Wand hochzieht, dann muss eine Maurerkelle schon einiges verkraften: Zusammenstöße mit Steinen lassen sich nicht vermeiden! Und hier und da muss die "Truffel" auch schon mal mit einem mehr oder minder leichten Schlag besonders hartnäckigen Ziegeln zeigen, wo es langgeht. Minderwertige Kellen streichen da schnell die Segel. Was die Unterschiede sind und worauf Sie beim Kauf achten müssen, erfahren Sie hier ...

Die Kelle klingt gut: Beim Anschlagen mit dem Fingernagel gibt sie einen langsam abschwellenden reinen Klang ab. Der erfahrene Maurermeister nickt zufrieden. Jetzt noch der Flexibilitätstest ... "Die nehme ich!" Der Maurer weiß, warum er sein Handwerkzeug so sorgfältig auswählt: Bei der Arbeit mit der Maurerkelle wird das Werkzeug stark strapaziert.
Minderwertige Ware (und ist sie noch so billig) hält diesen Strapazen nicht lange stand – die Arbeit wird anstrengend und langwierig. Und auch das Arbeitsergebnis ist dann meist nicht zufrieden stellend.

Brauchbare Exemplare verfügen über ein konisch geschliffenes Blatt: Das heißt, an der Schulter der Maurerkelle, wo der Griff ansetzt, ist der Stahl etwa doppelt so dick wie an der Spitze. Das garantiert Robustheit bei hoher Flexibilität.

Auch das Material muss gewisse Anforderungen erfüllen: Gefragt sind unlegierte Stähle, die einen niedrigen Phosphor- und Schwefelgehalt aufweisen.

Neben den Material- und Verarbeitungsmerkmalen unterscheiden sich Maurerkellen vor allem durch ihre Form. Hier spielt nicht nur der Verwendungszweck eine Rolle, sondern auch regionale Traditionen. So ergibt sich eine Formenvielfalt, die von kaum einem anderen Werkzeug überboten wird.

  • 1 Dachdeckerkelle – zum Ausspachteln von Ecken und Nischen
  • 2 Berliner Stecherkelle – zum Verputzen von Türen, Fensterrahmen und Treppen
  • 3 Hamburger Putzkelle – regionale Maurerkelle
  • 4 Zungenkelle
  • 5 Katzenzungenkelle – für Unterputz- und Ausbesserungsarbeiten, z. B. zum Verputzen von Kabelkanälen
  • 6 Berliner Maurerkellen (180 mm und 260 mm) – regionale Maurerkellen
  • 7 Arnheimer Maurerkelle – regionale Maurerkelle mit abgerundeter Spitze
  • 8 Maurerkelle Herzform – für großflächige Arbeiten und zum Anwerfen von Putz
  • 9 Düsseldorfer Betonkelle – regionale Maurerkelle
  • 10 Innenecken-Kelle – ermöglicht das saubere Ausarbeiten von Innenecken
  • 11 Außenecken-Kelle – ermöglicht das saubere Ausarbeiten von Außenecken
  • 12 Stukkateur-Eckenspachtel – zum sauberen Ausarbeiten von Kanten
  • 13 Dänische Fugenkelle
  • 14 Holländische Stoßfugenkelle
  • 15 Stukkateur-Spachtel – für Ausbesserungen in Putz und Mörtel
  • 16 Italienische Maurerkelle
  • 17 Berner Putzkelle
    Da Mauern in der Regel eine länger andauernde Tätigkeit ist, sollte man die Kelle auch danach auswählen, mit welcher Form man persönlich am besten zurechtkommt.

    Zu den Vor- und Nachteilen von Maurerkellen aus Edelstahl, lesen Sie auch unseren Praxis-Tipp:Vor- und Nachteile von Maurerkellen aus Edelstahl

    Wie Sie die Flexibilität von Maurerkellen prüfen, erfahren Sie in unserem Praxis-Tipp:Flexibilität von Maurerkellen testen

    Alle Praxis-Tipps finden Sie übersichtlich für Sie zusammengefasst in unserem Archiv: Praxis-Tipps auf selbst.de

Quelle: selbst ist der Mann

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