Starthilfe Mit diesen drei Methoden kann jeder Starthilfe geben

Starthilfe
© ACE

Dass Autos einfach nicht mehr anspringen wollen, ist vor allem in der kalten Jahreszeit ein Problem. Das heißt jedoch nicht, dass die Batterie gleich ausgetauscht werden muss. Meist hilft es bereits, wenn Sie sich Starthilfe geben lassen. Doch wissen Sie, wie das funktioniert?

Ein Überbrückungskabel und ein zweites Auto ist immer noch die beste Möglichkeit, um eine leere Batterie wieder zum Laufen zu bringen. Doch was, wenn Ihr Auto mitten im Nirgendwo nicht mehr anspringt und auch der Handyempfang zu wünschen übriglässt? Für diesen Fall lohnt es sich, ein einfaches Seil im Auto zu haben. Für den Lifehack benötigen Sie zwar ein wenig Muskelkraft und viel Geduld, doch ist es immer noch besser, als die Nacht im kalten Auto verbringen zu müssen. Das Video zeigt Ihnen, wie’s geht:

 
 

Starthilfe geben: Reihenfolge beachten

Etwas weniger Ausdauer benötigen Sie bei der klassischen Starthilfe, dafür jedoch auch ein Starthilfekabel und ein zweites Fahrzeug. Die Reihenfolge ist bei der Starthilfe am Auto besonders wichtig. Auf keinen Fall sollten Sie die Überbrückungskabel einfach irgendwie anschließen. Hierbei drohen Schäden an der Elektronik und der Batterie, für die die Versicherung im Regelfall nicht aufkommt. Praxistipp: Achten Sie beim Parken der Fahrzeuge darauf, dass die Karosserien sich nicht berühren, zudem gilt: Motor ausstellen, Gang raus, Handbremse anziehen und alle elektrischen Verbraucher (Licht, Radio, Heizung etc.) ausschalten.

  1. Rotes Kabel am Pluspol des Nehmerfahrzeugs anschließen.

  2. Rotes Kabel am Pluspol des Geberfahrzeugs anschließen.

  3. Schwarzes Kabel am Minuspol des Geberfahrzeugs anschließen.

  4. Schwarzes Kabel am Metallteil im Motorblock des Nehmerfahrzeugs anschließen.

Achtung: Auf gar keinen Fall sollten Sie das schwarze Kabel am Minuspol des Nehmerfahrzeugs anschließen. Es könnten hierbei Funken fliegen und die Batterie im schlimmsten Fall explodieren.

Gartenhäuser & Carport Autobatterie wechseln
 

Autobatterie wechseln

Springt Ihr Auto nicht an? Wir zeigen Schritt für Schritt, wie Sie die Autobatterie wechseln

Ist alles richtig angeschlossen, können Sie zunächst das Geberfahrzeug starten und anschließend das Nehmerauto. Springt letzteres nach zehn Sekunden nicht an, warten Sie kurz und versuchen es dann erneut. Beide Autos sollten Sie anschließend etwa fünf Minuten laufen lassen, damit sich die leere Batterie wieder aufladen kann. Praxistipp: Um einen Schaden an der Bordelektronik durch Spannungsspitzen zu vermeiden, schalten Sie im Nehmerauto einige elektronische Geräte an. Schalten Sie sie jedoch wieder aus, bevor Sie die Kabel wieder entfernen.

Die Kabel lösen Sie anschließend in umgedrehter Reihenfolge. Unternehmen Sie anschließend eine etwas längere Fahrt und lassen Sie dabei alle unnötigen Stromverbraucher aus. So kann sich die Batterie wieder aufladen. Wiederholt sich die Situation in den nächsten Tagen oder Wochen erneut, sollten Sie unbedingt eine neue Autobatterie kaufen.

StarthilfeADAC/Klaus Ranger

 

Starthilfekabel Alternative: Starthilfegerät

Eine weitere Alternative zu Starthilfekabel und Seil ist ein Starthilfegerät. Dieses funktioniert im Prinzip genauso wie die Starthilfe mit einem zweiten Auto, nur dass Sie hierbei die Kabel an einem Akku anschließen, der Ihre Autobatterie wieder auflädt. Gute Geräte können mit einer Ladung Ihr Auto bis zu 20 Mal fremdstarten. Das Gute: Das Starthilfegerät passt in jeden Kofferraum. So verlieren Sie keine Zeit, wenn Ihr Auto gerade dann den Geist aufgibt, wenn Sie es eilig haben.

Fotos: ACE / ADAC, Klaus Ranger

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