Spaten

Löcher graben für die Blumenzwiebeln, Beete um- oder Bäume ausgraben – die meisten Grabearbeiten im Garten werden mit dem Spaten erledigt. Auf einen guten Spaten ist Verlass – und mit der richtigen Pflege haben Sie auch lange etwas von Ihrem Gartenwerkzeug.

Der Aufbau eines Spatens ist simpel: An einem geraden Stiel ist das Spatenblatt befestigt. Unterschiede gibt es aber trotzdem: Sowohl der Stiel, der Griff am Ende des Stiels als auch das Blatt können ganz verschiedene Formen annehmen. 

 

Welche Spatenlänge sollte man wählen?

Der Stiel kann entweder aus Holz, Eisen oder Aluminium gefertigt sein. Die optimale Länge des Stiels kann man leicht heraus finden: Einfach den Spaten senkrecht auf den Boden stellen und an den Körper halten. Der Stiel sollte an der untersten Rippe des Benutzers enden. Gibt es mehrere Benutzer für ein Werkzeug, ist die Anschaffung eines Spatens mit verstellbarem Stiel (Teleskopstiel) sinnvoll.

Beim Griff des Spatens gibt es drei unterschiedliche Arten: Ohne Griff, mit T- oder D-Griff. Bei Spaten ohne Griff ist das Ende des Stiels einfach zu einer kleinen Kugel abgerundet. Die Kraft wird mit beiden Händen nur auf den Stiel ausgeübt. Diese Spaten-Variante ist eher selten. Häufiger sind Spaten mit Griffen in T- oder D-Form. Der T-Griff heißt so, weil das Stielende wie ein kleines "T" aussieht. Ein Stück Holz, Eisen oder Aluminium ist horizontal am Stiel angebracht. Mit einer Hand wird der Stiel geführt, die andere Hand befindet sich am Griff. Dadurch kann man viel Kraft auf das Schaufelblatt bringen. Beim D-Griff sieht es aus, als habe man ein "D" am Stielende befestigt. Diesen Griff kann man noch besser greifen als den T-Griff, da die Griffgröße meist einer Handbreite entspricht, sich aber kein störender Stiel in der Mitte des Griffs befindet. Er ist aus Kunststoff oder Aluminium gefertigt.

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Grabegabel Test

Neun Grabegabeln und neun Spaten haben wir mit der VPA Remscheid auf den Prüfstand gestellt

Das Spatenblatt sollte aus rostfreiem Edelstahl bestehen und gehärtet sein. Die Anstechkante muss angeschärft sein, damit man den Spaten leichter in den Boden treiben kann. Es gibt zwei grundlegende Formen des Blattes: rechteckig mit gerader oder leicht gebogener Kante für gleichmäßige Böden ohne Steine und vorne zugespitzt für steinige Böden. Da man den Spaten meist mit den Schuhen in den Boden treibt, indem man auf die obere Kante des Spatenblattes tritt, sollte man darauf achten, dass diese Auftrittkante nicht zu schmal und scharf ist – sonst sind die Arbeitsschuhe schnell an der Sohle aufgeschnitten. Eine gut abgerundete Auftrittkante ist ein Qualitätsmerkmal für einen guten Spaten.

 

Einen guten Spaten erkennen

Die Qualität eines Spatens hängt weniger vom Material und mehr von der Machart ab. Stiel, Spatenblatt und Griff sollten fest miteinander verbunden sein und nicht wackeln, damit das Umgraben leicht gelingt und die Kraft ohne Verlust auf das Spatenblatt übertragen wird. Das Spatenblatt sollte aus rostfreiem Edelstahl und die Auftrittkante möglichst "schuhschonend" gearbeitet sein. Die Länge des Stiels sollte auf den Benutzer angepasst sein und das Spatenblatt sollte zum Einsatzgebiet passen.

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Spaten Test

Es wurde gegraben, was das Zeug hält: 12 Spaten haben wir mit der VPA getestet

 

Eine Schaufel ist kein Spaten 

Ein Spaten und eine Schaufel sehen zwar vom Aufbau recht ähnlich aus, die Einsatzgebiete sind aber doch sehr unterschiedlich. Eine Schaufel ist dafür gedacht, Material auf das konkav gewölbte Schaufelblatt aufzunehmen und an eine andere Stelle zu transportieren. Für das Umgraben sollte man eher zu einem Spaten greifen als zu einer Schaufel. Es gibt zwar auch Werkzeuge, die für beide Arbeiten genutzt werden können – wie zum Beispiel die Stechschaufel. Allerdings sind Geräte, die nur auf einen Einsatzbereich spezialisiert sind, meist effektiver als Multifunktionsgeräte. 

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Schrott-Schaufel von Hagebau

Die mit knapp 15 Euro sehr günstige Schaufel von Hagebau enttäuscht auf ganzer Linie

 

Grabegabel für schonendes Umgraben

Die Grabegabel ist eine besondere Form eines Spatens. Statt eines Spatenblatts besitzt sie drei oder vier leicht gebogene Zinken, die an eine Mistgabel erinnern. Im Gegensatz zu einer Mistgabel sind die Zinken aber sehr viel kräftiger, damit man den Boden leicht lösen und umgraben kann. Das Umgraben mit der Grabgabel spart am meisten Kraft. Zudem werden dabei weder die Wurzeln der Pflanzen noch nützliche Tiere wie Regenwürmer zerteilt, wie es beim Spaten der Fall wäre.

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Grabwerkzeuge von Torq

Die soliden Grabwerkzeuge von Torq überzeugen mit guter Verarbeitung

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Spaten von Fiskars

Die Spaten-Grabegabel von Fiskars verbindet Komfort mit guten Arbeitsergebnissen

 

Spaten pflegen

Bei vielen Gartenwerkzeugen wie Spaten, Schaufel und Grabegabel ist die Korrosion ein Problem – vor allem, wenn diese über den Winter nur in einem Schuppen oder Unterstand aufbewahrt wurden. Flugrost können Sie leicht beseitigen, wenn Sie die Metallteile mit einem mit etwas Öl getränkten Lappen abreiben, dabei wird auch gleich festsitzender Schmutz entfernt. Stärker verrosteten Oberlächen rücken Sie am besten mit Stahlwolle zu Leibe.

 

Spaten schärfen

Das Spatenblatt kann mit der Zeit stumpf werden, wodurch sich der Spaten schwerer in die Erde treiben lässt. Das Schärfen des Blattes können Sie selbst vornehmen. Mit einer Feile leicht die Anstechkante anfeilen – so wird sie wieder scharf. Haben sich Stiele von Spaten oder Hacken gelockert, sollten Sie sich nicht am landläufigen Ratschlag orientieren, der ein Wässern der Verbindung empfiehlt. Das hilft nur, solange das Holz feucht bleibt. Besser ist es, die Verbindung ganz neu herzustellen.

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Quelle: selbst ist der Mann

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