Sommerreifen Sommerreifen: Kaufen, wechseln, entsorgen

Inhalt
  1. Sommerreifen: Von O bis O?
  2. Gute Sommerreifen erkennen
  3. Winterreifen einlagern
  4. Alte Reifen entsorgen

Die Tage werden langsam länger, die Temperaturen steigen und die ersten Vögel kehren aus dem Süden zurück. Das kann nur eins heißen: Zeit, die Sommerreifen aufzuziehen!

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Ob Sie Ihre Reifen selber wechseln oder sie einem Fachmann überlassen – es gibt einige Dinge, die Sie vor dem Reifenwechsel beachten sollten. Wissen Sie etwa, ab wann genau, Sie mit Sommerreifen fahren dürfen oder worauf Sie beim Kauf neuer Reifen achten sollten?

 

Sommerreifen: Von O bis O?

Wer ein Auto hat, kennt die altbekannte Regel: Reifen werden von O bis O getragen, das heißt im Oktober wird auf Winterreifen gewechselt und zu Ostern auf Sommerreifen. Letzteres ist jedoch problematisch, da das Osterdatum jährlich wechselt. So kann Ostern zwischen dem 22. März und dem 25. April fallen. Gerade März ist jedoch in vielen Regionen zu früh, um mit Sommerreifen zu fahren – und selbst im April kann an einigen Orten noch Schnee fallen.

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Reifen wechseln

Selbst die Räder zu wechseln ist kein Problem. Dabei kann es zu Fehlern kommen

Der Gesetzgeber schreibt genau aus diesem Grund kein genaues Datum vor, sondern richtet sich nach den Witterungsverhältnissen. Das heißt konkret: Schneit es Ende Mai noch einmal und Sie fahren bereits mit Sommerreifen, droht ein Bußgeld, fahren Sie jedoch im Januar bei 10 °C und Sonnenschein mit Sommerreifen ist das gar kein Problem. Erst bei Glatteis, Schneematsch und Schneeglätte herrscht Winterreifenpflicht. Wer dagegen verstößt, handelt sich einen Punkt in Flensburg sowie ein Bußgeld von bis zu 120 Euro ein.

 

Gute Sommerreifen erkennen

Sommerreifen kaufen:

Profil: Auch bei den Sommerreifen spielt das Profil eine Rolle. Achten Sie bei alten Reiden darauf, dass diese mindestens die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen 1,6 mm Profiltiefe aufweisen. Besser sind mindestens 3 mm. Beim Reifenwechsel gehören die Reifen mit dem besseren Profil aus Sicherheitsgründen immer auf die Hinterachse. So wird eine gleichmäßige Abnutzung erzielt.

DOT-Nummer: Die DOT-Nummer ist eine vierstellige, eingerahmte Zahl, die das Herstellungsdatum des Reifens angibt. Die ersten beiden Zahlen beziehen sich hierbei auf die Woche, die letzten beiden auf das Herstellungsjahr. Reifen, die älter als acht Jahre sind, sollten Sie entsorgen, ganz gleich wie tief das Profil ist und wie häufig und lange Sie mit den Reifen fahren.

Der ADAC fand zudem heraus, dass drei Jahre alte Reifen, die noch nie benutzt wurden, eine schlechtere Haftung aufweisen als neue Reifen. Achten Sie daher auch beim Neukauf auf das Alter der Sommerreifen.

Sommerreifen
© ADAC/ Wolfgang Grube

Tests beachten: Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, empfiehlt es sich, die aktuellen Sommerreifen-Tests zu durchforsten. Wer glaubt, ein hoher Preis und ein bekannter Markenname sei ein Gütesiegel für Qualität und Sicherheit, der täuscht. Gleichermaßen muss ein günstiger Preis nicht zwangsläufig auf einen schlechten Reifen hindeuten. Das beweist auch der aktuelle Sommerreifen-Test des ADAC. Hier zeigt sich deutlich: Wer sich vorher informiert, kann eine Menge sparen.

Größe und Geschwindigkeit: Um die korrekten Eckdaten Ihrer Reifen herauszufinden, hilft ein Blick in den Fahrzeugschein. Dort ist aufgeführt, wie hoch und breit der Reifen sein darf und auf welche Höchstgeschwindigkeit er zugelassen sein muss.

 

Winterreifen einlagern

Haben Sie die Sommerreifen aufgezogen, stellt sich die Frage: Wohin mit den Winterreifen? Der ADAC empfiehlt, sie kühl, dunkel und trocken zu lagern und das am besten auf einem Felgenbaum. Diese sind bereits ab 15 Euro im Handel erhältlich. Ohne Felgenbaum werden die Reifen waagerecht übereinandergestapelt, bei einem um etwa 0,5 bar erhöhten Reifendruck, damit sie sich nicht verformen. Lagern Sie die Reifen ohne Felgen, stellen Sie sie senkrecht und drehen Sie sie alle paar Monate um 90 °.

Sommerreifen
© ADAC e.V

Haben Sie keinen Platz, um die Reifen zu lagern, können Sie sie beim Händler einlagern lassen. Auch hier zeigt ein Reifenlagerung-Test des ADAC, dass der Vergleich sich lohnt. Wollen Sie die Reifen nur einlagern lassen, reicht die Preisspanne von 10 bis 86 Euro. Vergleichen lohnt sich also auch in diesem Fall!

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Winterreifen

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Alte Reifen entsorgen

Sind die alten Winterreifen alt und abgefahren, müssen die Reifen fachgerecht entsorgt werden. Im Idealfall wenden Sie sich an den örtlichen Bauhof. Ist keiner in der Nähe können Sie auch bei einem Reifenhändler nachfragen. Diese übernehmen die Entsorgung der alten Reifen häufig kostenlos, wenn Sie gleich neue Reifen kaufen. Wollen Sie die Altreifen lediglich entsorgen, wird meist eine kleine Gebühr fällig.

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