Holzbohrer So funktioniert ein Holzbohrer

So funktioniert ein Holz-Bohrer
Spanerzeuger: Beim Bohren in Holz werden viele faserigeSpäne frei, die abgeführt werden müssen.

Saubere Löcher in Holz erzielen Sie am besten mit einem speziellen Holzbohrer. Das liegt vor allem an der speziellen Beschaffenheit von Holz. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei einem guten Bohrer ankommt.

HolzbohrerMit ihrer Zentrierspitze (A) halten Holzbohrer exakt Kurs im Material – die Führung ist nötig, weil Holz kein homogenes Material ist und der Bohrer sonst leicht verlaufen würde. Gleichzeitig zeigt der Werkstoff schnell ausgerissene Bohrloch-Ränder, hervorgerufen durch ein Abscheren von Holzfasern, die von üblichen Spiralbohrern unvollständig durchtrennt werden. Die vorspringenden Außenschneiden (B) eines Holzbohrers durchtrennen die Holzfasern deshalb, bevor die Bohrwendel (C) in das Material eingreift. Freiraum (D) in oder hinter dem Bohrprofil sorgt für den Abtransport der Späne. Dennoch können die großvolumigen Holzspäne den Bohrer behindern und zu einer starke Erhitzung der Bohrstelle führen.

 

Holzbohrer zwischendurch absetzen

Damit der Bohrer nicht überhitzt, sollten Sie den Bohrvorgang bei tieferen Löchern – und vor allem bei großen Durchmessern – gelegentlich unterbrechen und den Bohrer aus der Bohrstelle herausfahren, um die Späne abzuführen. Große Bohrdurchmesser werden als Forstnerbohrer (E) ausgeführt. Ein hinten verjüngter Schaft erlaubt die Nutzung mit Akkubohrschraubern. Allerdings benötigen große Bohrdurchmesser geringere Rotationsgeschwindigkeiten mit hohem Drehmoment, die nur leistungsfähige Elektrowerkzeuge zur Verfügung stellen können.

Holzwerkstatt Spanplattenschrauben
 

Spanplattenschrauben

Für den Einsatz im Holz sind gewöhnliche Schrauben nicht geeignet – Sie benötigen Spanplattenschrauben

 

Holz- und Metallbohrer im Test

Holz- und Metallbohrer Test
Umfang: 6 Seiten
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Da an Holzbohrer große Ansprüche gestellt werden, haben wir 11 Holzbohrer und 13 Metallbohrer getestet. Das Ergebnis war ernüchternd. Einige der gewendelten Metallstifte dürften den Namen Bohrer eigentlich gar nicht führen – Löcher machen sie nämlich nicht. Andere Werkzeuge überzeugten hingegen sowohl in Optik als auch in überragender Standzeit. Den kompletten Test können Sie sich kostenlos herunterladen.

Fotos: sidm / Archiv

Quelle: selbst ist der Mann 2 / 2015

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