So funktionieren Duschköpfe

Mit Durchflussreduzierung und Luftbeimischung verbraucht ein moderner Duschkopf nur die halbe Wassermenge.

Brausearmaturen sind mehr als gelochte Wasserverteiler: Trotz deutlich gedrosselter Wassermenge vermitteln Brauseköpfe ein komfortables Duscherlebnis. Das Sparpotenzial ist erheblich, denn beim Duschen geht es nicht nur um Trinkwasser, sondern vor allem auch um dessen energieintensive Erwärmung.

Der Trick, bei geringerem Wasserdurchfluss dennoch den Eindruck eines satten Duschstrahls zu erwecken, besteht in der Wasserverteilung innerhalb des Duschkopfes. Dazu wird in einer ausgeklügelten Wasserführung im Inneren des Brausekopfes ein gleichmäßiger Wasserdruck hergestellt, der an allen Austrittsdüsen anliegt. Die Strömung soll bei Austritt aus der Düse gezielt abreißen und kleine Tröpfchen erzeugen, die auf der Haut intensiver wahrgenommen werden als ein zusammenhängender Strahl. Dabei hilft die Zugabe von Umgebungsluft, die gezielt in den Wasserstrahl eingeleitet wird und für die Tröpfchenbildung sorgt. Wasser und Luft werden in kleinen Wirbelkammern zusammengeführt, die direkt hinter den Düsen liegen.

Die Düsen der Brausearmatur selbst bestehen aus weichem Kunststoff, damit sich Kalk schlechter anlagern kann – sollte dies bei stark kalkhaltigem Wasser doch geschehen, können die Ablagerungen leicht durch Abrubbeln mechanisch beseitigt werden. Das hier abgebildete Modell Crometta 85 Green von Hansgrohe kommt beim Duschen mit nur sechs Litern Wasser pro Minute aus. Ein spezieller Durchflussbegrenzer im Inneren der Brause reagiert auf den Druck des Wassers: Ist dieser hoch, verkleinert ein O-Ring die Durchtrittsöffnung, bei geringem Druck vergrößert er sie entsprechend und hält die verbrauchte Wassermenge konstant.

Quelle: selbst ist der Mann 9 / 2013

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