Kindersicherheit Sicher aufwachsen in Haus und Garten

Sicher aufwachsen in Haus und Garten
Inhalt
  1. 5 einfache Tipps für mehr Kindersicherheit
  2. Kindersicherheit aus dem Blickwinkel des Nachwuchses
  3. Sicher Heimwerken mit Kindern

Kinder werden weder mit einem Bewusstsein für Gefahren geboren noch ist dieses plötzlich da – entsprechend hoch ist die Verantwortung der Familie, die größten Unfallrisiken zu verringern. Hier finden Sie wertvolle Tipps, wie Sie Ihr Haus kindersicher machen. Denn die Kindersicherheit der eigneen vier Wände muss ständig neu überprüft und dem Entwicklungsstand Ihres Nachwuchses angepasst werden.

Wer Laufen lernt, der fällt oft hin – an die vielen Stürze in Kindertagen mit den damit einhergehenden Wehwehchen werden Sie sich vielleicht selbst erinnern. Doch während diese meist eher ungefährlichen Erfahrungen mit der harten Realität des Alltags zum Erlernen des aufrechten Gangs dazugehören, kann es im modernen Wohnumfeld auch schnell sehr gefährlich werden – ohne, dass ein Kind das Risiko erkennen und einschätzen kann. Verletzungen beim Sturz gehören zu den am häufigsten ärztlich behandelten Unfällen im Kleinkindalter. Ursache der Verletzungen sind oft scharfe Kanten und Ecken, aber auch die Fallhöhe bei missglückten Kletterversuchen auf Sitzmöbeln und Tischen sowie unzureichend gesicherten Treppen, Balkonen und Fenstern.

Gartenteich
 

Kindersicherer Teich

Im Außenbereich sind der Straßenverkehr und Gewässer die größten Gefahren für Kleinkinder

Schon wenn Ihr Kind die ersten Krabbelversuche unternimmt, sollten deshalb Treppe und Balkon mit Schutzgittern versehen werden. Der Gitterabstand darf nicht über 7,5 Zentimetern liegen, damit sich das Kind nicht den Kopf einklemmen kann. Größere Öffnungen sollten Sie mit Stoff zusätzlich verschließen. Scharfe Kanten und Ecken können mit Eckenschützern entschärft werden. Leicht umstürzende Möbel und Stehlampen sollten Sie für einige Jahre gänzlich aus dem Haushalt verbannen, höhere Regale müssen gegen Umfallen mit Winkeln an der Wand gesichert werden.

Kleinteile mit einem Durchmesser unter 32 Millimetern können von Kindern geschluckt werden und schlimmstenfalls die Atemwege blockieren. Räumen Sie den liebgewordenen Kleinkram also hinter Glas oder in oben liegende Regale. Medikamente, Putzmittel, Werkzeuge, Batterien, Nähutensilien, Besteck – alles was spitz, scharf oder giftig ist, gehört in unerreichbare Höhe oder in abschließbare Schränke. Vergessen Sie nicht alkoholische Getränke und Tabakwaren: Schon der (verspeiste) Tabak einer Zigarette ist mit rund zehn Milligramm Nikotin für Kinder eine tödliche Dosis. Auch Aschenbecher müssen deshalb unbedingt sofort geleert werden – am besten sollte natürlich in Haushalten mit Kindern gar nicht geraucht werden.

 

5 einfache Tipps für mehr Kindersicherheit

  • Strom unzugänglich machen: Für Steckdosen gibt es Schutz­einsätze (ab ca. 3 Euro).
  • Horizontale Geländer sind gefährliche Klettergerüste: Lackierte MDF-Platten (an Metallwinkeln aufgehängt) sind eine günstige Absturzsicherung.
  • Treppengitter müssen so hoch sein, dass das Kind sie nicht überklettern kann.
  • Herd­gitter verhindern, dass Ihr Kind den Topf mit siedendem Wasser neugierig herunterzieht und sich verbrüht, ca. 40 Euro von Jako-o.
  • Elektrische Garagentorantriebe sollten mit einer Lichtschranke gesichert sein.

Möbel selber bauen
 

Die eigenen vier Wände kindersicher machen

Die eigenen vier Wände kindersicher zu machen ist für junge Eltern ein wichtiges Thema

 

Kindersicherheit aus dem Blickwinkel des Nachwuchses

Kindersicheres Haus

Die für Ihr Kind erreichbaren Gefahrenpunkte erkennen Sie am besten, wenn Sie sich Ihre eigenen vier Wände einmal aus der Kleinkindperspektive anschauen – im Kriechgang. Schnell wird klar, was Steckdosen so interessant und herumliegende Kleinteile so spannend macht. Abhilfe für die wichtigsten Gefahren kostet dann meist kaum Geld. So kann man der Vergiftungsgefahr durch Reinigungsmittel nachhaltig begegnen, indem die Mittel einfach in für Kinder unerreichbare Höhe geräumt werden. Die „Riesenküche“ der Bundesarbeitsgemeinschaft Kindersicherheit (BAG) erlaubt es, die Kinderperspektive bequem und aufrecht zu erleben. Mit der überdimensional großen Einrichtung sehen die erwachsenen Besucher diese Küche mit Kinderaugen. Termine im Internet unter www.kindersicherheit.de.

 

Sicher Heimwerken mit Kindern

Heimwerken mit Kindern

Erst im Vorschulalter sollten Sie Kinder mit in die Werkstatt nehmen, denn erst dann reicht die Koordinationsfähigkeit aus, um zum Beispiel mit Hammer und Nägeln umzugehen. Richten Sie Ihrem Kind einen eigenen kleinen Arbeitsplatz ein: Es genügt zunächst eine Holzfaserplatte auf Holzböcken – natürlich in entsprechend niedriger Arbeitshöhe. Beginnen Sie mit einfachen Übungen und bleiben Sie stets dabei und zeigen, wie es geht. Elektrowerkzeuge sind Tabu: Hammer und Nägel sowie eine Laubsäge sind geeignete Materialien für den Anfang. Gewöhnen Sie den Heimwerker- Nachwuchs gleich an wichtige Grundregeln: Herumfuchteln und Rennen mit Werkzeug sind gefährlich und deshalb nicht erlaubt. Nicht benötigtes Werkzeug kommt zurück in den Werkzeugkasten oder in den Wandhalter.

Quelle: selbst ist der Mann

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