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Heizung warten und sparen

Wie effizient arbeitet die Heizungsanlage? Ein vom Fachmann durchgeführter Check ermittelt Einsparmöglichkeiten – schon einfache Maßnahmen erzeugen spürbare Effekte - gerade jetzt nach einem langen kalten Winter, in dem Ihre Heizung unter Volllast lief.
Draußen ist es winterlich kalt, drinnen gemütlich warm, die Heizung läuft auf Hochtouren. Doch viele unterschätzen den Anteil der Raumheizung am Energieverbrauch: Mit rund 75 Prozent steht sie in privaten Haushalten an erster Stelle. Deshalb ist die Heizung ein wichtiger Ansatzpunkt, um den Bedarf zu senken. "Durch die richtige Einstellung der Anlage lassen sich bis zu 20 Prozent Energiekosten sparen", erklärt Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse. Um das Potenzial voll auszuschöpfen, genügen da häufig schon kleine Investitionen.
Aufschlussreiche Analyse
Eine einfache Entlüftung der Heizkörper können Verbraucher selbst vornehmen. Mit einem im Baumarkt erhältlichen Entlüftungsschlüssel wird die aufgestaute Luft aus dem Ventil gelassen. So kann das Heizwasser besser zirkulieren. Um energetische Schwachstellen der Heizungsanlage aufzuspüren, sind jedoch Experten gefragt. Heizungsinstallateure, Energieberater oder entsprechend geschulte Schornsteinfeger führen einen professionellen Heizungs-Check durch. Er dauert rund eine Stunde, kostet etwa 120 Euro und wird von der KfW mit 100 Euro gefördert. Beim Heizungs-Check werden Kessel, Leitungen und Heizkörper, die drei wesentlichen Komponenten der Anlage, mit einem Punktesystem bewertet. Der Vorteil für den Kunden: Vorgehen und Bewertungskriterien sind genormt, die Ergebnisse also objektiv und transparent.
Schwachstellen beseitigen
Im Beratungsgespräch zeigt der Fachmann Verbesserungsmöglichkeiten auf, die nicht zwangsläufig teuer sind. Voreinstellbare Heizkörperventile beispielsweise gibt es ab 50 Euro pro Stück zuzüglich Einbau, eine Hocheffizienzpumpe kostet etwa 250 Euro, ein nachträglicher hydraulischer Abgleich um 500 Euro für ein Einfamilienhaus. Diese Maßnahmen stellen sicher, dass durch alle Heizkörper nur die Menge Heizwasser fließt, die wirklich zur Erwärmung des Raumes benötigt wird. Bei über 50 Minuspunkten sollte der Einbau einer neuen Anlage erwogen werden. "Ein Bausparvertrag ist die ideale Möglichkeit, um die Erneuerung einer Heizungsanlage zu finanzieren", erklärt BHW-Finanzierungsexperte Bernd Neuborn. "Zusätzlich haben viele Bundesländer, Kommunen und Energieversorger regionale Förderprogramme aufgelegt - es zahlt sich aus, bei den örtlichen Stellen nachzufragen." Auch die KfW fördert den Austausch durch zinsgünstige Darlehen.
Foto: Postbank














