Schneeräumen

Inhalt
  1. Schneeräumen ist Pflicht
  2. Schneeräumen: 5 Tipps, wie es leichter geht
  3. Schneeräumen im Garten

Ob pulvrig oder matschig – Schnee auf Straßen und Wegen muss beiseite geräumt werden, sonst drohen Gefahren für die Verkehrsteilnehmer. Schneeräumen muss aber keine zeitintensive, mühsame Arbeit sein, wenn Sie diese Tipps befolgen.

Matschiger Schnee sowie spiegelglatte Flächen auf Straßen und Wegen gefährden Autofahrer und Fußgänger im Winter gleichermaßen. Um Ihr Grundstück von Eis und Schnee zu räumen, können Sie zwischen zwei grundlegenden Arten wählen: entweder mit Muskelkraft oder mit motorisierten Geräten.

Entscheidend hierfür ist die Schneemenge und die Größe der zu räumenden Fläche. So reichen im Normalfall eine Schneeschaufel oder Schneewanne vollkommen aus; wer jedoch in einem schneereichen Gebiet wohnt und ein großes Gelände zu versorgen hat, für den lohnt sich die Anschaffung einer Schneefräse. 

 

Schneeräumen ist Pflicht

Doch ganz gleich, welches Räumgerät Sie benutzen: Sind Sie Immobilieneigentümer, müssen Sie laut Verkehrssicherungspflicht Vorkehrungen treffen, dass von Ihrem Grundstück keine Gefahr für andere ausgeht. So sind Sie bei Schneefall und Eisglätte zum Winterdienst verpflichtet: Die Zugänge zu Ihrem Haus und auch meist die an Ihrem Grundstück vorbeiführenden Gehwege müssen Sie von Schnee räumen und streuen. Der Bürgersteig muss auf einer Breite von 1,50 m passierbar bleiben. Diese Vorschrift für den Winterdienst haben die allermeisten Kommunen in Deutschland (so oder ähnlich) in ihrer Gemeindeordnung oder der Straßenreinigungssatzung festgeschrieben. Ein Blick in den Gesetzestext Ihres Wohnortes lohnt sich, will man den Winterdienst sorgfältig ausführen. Bei Unfällen trifft Sie sonst schnell eine Mitschuld.

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Schneeschäden vorbeugen

Hausbesitzer müssen Schneeschäden vorbeugen – das Dach kann Probleme machen

 

Schneeräumen: 5 Tipps, wie es leichter geht

Um sich die Arbeit beim Schneeräumen leichter zu machen, sollten Sie die Tipps unserer Anleitung befolgen. Die richtige Körperhaltung ist beim Schneeschippen das A & O. Um Rückenschmerzen oder gar Verletzungen vorzubeugen, sollten Sie bei der Arbeit an der Schneeschaufel folgende Punkte beachten:

  • Lockeren Schnee können Sie mit einem Schneeschieber ohne Druck wegschieben. Arbeiten Sie bei starkem Versatz der Gehwegplatten immer diagonal zur Fuge!
  • Das Stielende der Schneeschaufel sollte sich auf Hüfthöhe befinden.
  • Platzieren Sie Ihre Hände mit etwas Abstand – die Hebelwirkung lässt sich so optimal nutzen und man spart Kraft beim Schneeräumen.
  • Machen Sie einen Ausfallschritt und gehen leicht in die Knie. Die Bewegung beim Schippen muss aus den Beinen heraus kommen.
  • Wenn Sie den Schnee zur Seite wegschippen, sollten Sie nicht nur den Oberkörper, sondern den ganzen Körper drehen. Achten Sie zudem stets auf einen geraden Rücken.

Als Streumaterial haben sich stumpfe Mittel wie Sand, Splitt und Granulat bewährt. Salz hingegen greift das Mauerwerk an und stört den Wasserhaushalt der Pflanzen – in vielen Gemeinden ist daher der Einsatz verboten.

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Streusalz

Streusalz darf man im privaten Bereich nicht verwenden. Wir zeigen Alternativen auf

 

Schneeräumen im Garten

Auch für Gartenbesitzer gibt es bei Schneefall einiges zu tun. Wenige Schneeflocken am Tag, die den Boden nur sanft "zuckern" sind kein Problem. Meist taut der Pulverschnee am Tag und sickert ins Erdreich. Ist der Schnee von der Konsistenz leicht und pulvrig, darf er im Garten liegen bleiben. Ist oder wird er beispielsweise durch Tauwetter nass und schwer, kann sich das negativ auswirken: Bambus und immergrüne Gehölze wie Buchsbaum und Kirschlorbeer können unter dem Gewicht auseinander brechen. Gefährdet sind vor allem immergrüne Pflanzen (da der Schnee dort mehr Halt findet) und veredelte Pflanzen (Rosen, Obstbäume, ...). Daher sollten man den Schnee mit Schaufel oder Besen vom Gewächs kehren oder vorsichtig von den Ästen schütteln. 

Durch Betreten des Rasens verdichtet sich der Schnee, was zu einem Luftabschluss führt. Die mögliche Typhula-Fäule, auch als Schneeschimmel bekannt, beeinflusst die nächste Gartensaison negativ. Grund für den Befall sind die relativ konstanten Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit unter der festgetretenen Schneedecke. Selbst ohne Schnee sollten Sie bei Dauerfrost den Rasen nicht betreten – die Halme knicken ab und der Rasen wird geschwächt.

Bleibt die Frage: Wohin mit dem ganzen Schnee nach dem Freiräumen von den Gehwegen? Schaffen Sie diese an den Gehwegrand vom Grundstück zur Straße aber nicht auf Beete oder Grünflächen. Denn enthaltenes Streusalz (sofern in Ihrer Kommune überhaubt zugelassen) kann auf dem Rasen Schaden verursachen, sobald der Schnee taut. Schnee von Gartenwegen häufen Sie einfach am Wegrand – bei Tauwetter versickert der Niederschlag im Erdreich. Schnee allerdings nicht auf Beete oder Rasen anhäufen!

Foto: lucaar - Fotolia

Quelle: selbst ist der Mann

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