Schnecken im Garten

Schnecken im Garten
© M. Großmann / pixelio.de

Im Schutz der Dunkelheit kriechen die Schnecken im Garten aus ihren Verstecken: Ganze Horden von Nacktschnecken plündern nachts die Beete und fressen kahl, was der Gärtner so mühsam aufgezogen hat – Gemüse und junge Triebe von Zierpflanzen stehen ganz oben auf der Speisekarte der Garten-Schnecken. Wie kann man die gefräßigen Schnecken im Garten stoppen?

Wobei "die Schnecken" natürlich eine ungerechte Verallgemeinerung ist: Ausschließlich Nacktschnecken (s. unten) sind für den Kahlfraß im Gemüsebeet verantwortlich. Und gut 90% der Fraßschäden gehen auf das Konto der nicht-heimischen Spanischen Wegschnecke (Arion vulgaris). In den 60er-Jahren wurde sie nach Deutschland eingeschleppt und hat sich hier ungehemmt ausgebreitet, weil es bei uns an natürlichen Fressfeinden mangelt: Die üblichen Schnecken-Fresser wie Kröte, Igel und Vogel, rühren "Señora Schnecke" nicht an – bei Gefahr sondert die Spanische Wegschnecke dermaßen viel bitteren Schleim ab, dass die Tiere daran zu ersticken drohen.

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Lediglich der 10-20 cm lange Tigerschnegel nimmt es mit der Spanischen Wegschnecke auf. Zumindest stehen die Schneckeneier der Einwanderin – neben verwesenden Pflanzenteilen und toten Tieren – auf dem Speiseplan des Schnegels. Daher sollten Sie den Tigerschnegel schützen, bildet er doch einen natürlichen Baustein einer erfolgreichen Schneckenabwehr.

Bei allem verständlichen Frust über kahlgefressene Beete: Schnecken im Garten sind Teil der natürlichen Gesundheits-Polizei. Sie fressen verwesende Pflanzenteile und Tierekadaver und verhindern damit die Ausbreitung von Krankheitserregen und Keimen. Sie verdauen schwer zersetzbare Pflanzenreste und unterstützen so die Humusbildung. Daher sollte man den Einsatz von Schneckenfallen und Schneckenkorn maßvoll gestalten.

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Die Spanische Wegschnecke ist die gefräßigste und schädlichste Nacktschnecke in deutschen Gärten – zumal sie wegen ihrer Herkunft mit sommerlichen Temperaturen besser zurecht kommt als andere Schneckenarten, bei der Nahrungssuche auch weite Wege zurücklegt und bei uns kaum natürliche Feinde hat. Die Spanische Wegschnecke misst etwa 7-14 cm Länge und kommt in verschiedenen Färbungen vor (grau-grün, rot, dunkelorange und braun).

Die Genetzte Ackerschnecke hat ihren Namen von dem auffälligen Muster auf ihrem Körper: Ein Netz dichter dunkler Felcken überzieht den sonst gelb-gräulich gefärbten etwa 3,5-5 cm langen Körper. Die Genetzte Ackerschnecke versteckt sich tagsüber im Boden und findet ihre Nahrung im engen Umkreis ihres Erdbaus (Standorttreue).

Vor allem zwei Arten der Garten-Wegschnecke befallen deutsche Gemüsebeete: Arion distinctus und Arion hortensis. Die schwarzen etwa 2,5-3 cm langen Nacktschnecken haben eine auffällig gefärbte Kriechsohle (schwach gelblich bis kräftig orange), die andere Art besitzt einen eher gelb-gräulichen Körper mit dunklem Kopf und Fühlern.

Fotos: Praxis-Press / Lonza Ltd. / Meta(R)

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