Holz ausbessern Wie Sie Schäden in Holz ausbessern

Holz ausbessern

Schnell ist ein Glas Wein vergossen oder fällt ein Messer auf den Tisch: Holzoberflächen  – vor allem unbehandelte – sind leider anfällig für Flecken und Schrammen. Sehen Sie, wie Sie kleine Schäden in Holz ausbessern: Kratzer, Glanz- und Mattstellen, Haarrisse oder Scheuerstellen auf Möbeloberflächen sollten Sie nicht ärgern. Sie lassen sich beseitigen, ohne dass Sie die gesamte Fläche erneuern müssen. Und das ist mit dem passenden Werkzeug und Material gar nicht so schwer. Hier finden Sie eine kurze Übersicht, wie Sie selbsz Holz ausbessern können, ohne dass das Möbel komplett abgeschliffen werden muss.

Ein Kratzer verunstaltet das gute Das liebgewonne Erbstück verunstaltet ein Kratzer? Die Kinder haben beim ausgelassenen Spiel eine grobe Macke in den Türrahmen geschlagen? Durch Schwinden zeigen sich im Echtholztisch tiefe Spelten und Risse? Solche Schäden im Holz sind kaum völlig zu vermeiden – können aber mit einfachen Mitteln selbst repariert werden. Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie Schäden in Holz ausbessern und die Oberfläche wieder fast unsichtbar wiederherstellen. Praxistipp: Je nach Schaden, Holzart und Oberflächenversiegelung müssen Sie zu anderen Reparaturspachteln oder Holzpasten greifen, damit der Holzfehler möglichst unauffällig kaschiert werden kann.

 

Holzschäden selbst ausbessern

Um Kratzer, Vertiefungen und Löcher in unbehandeltem Holz auszubessern, verwenden Sie am besten einen feinen Pinsel oder Schwamm, Holzpaste, einen Spachtel, Schleifpapier (Körnung 150/180) und evtl. einen Retuschierstift. Sollte die Reparatur mal misslingen – kein Grund zur Sorge. Die Ausbesserung einfach abheben und von vorn beginnen. Wie Sie Kratzer und Vertiefungen auf unbehandeltem Holz ausbessern, sehen Sie Schritt für Schritt hier: Kratzer und Vertiefungen entfernen >>

Ist das Möbel oberflächenbehandelt (geölt oder lackiert) können Schäden im Holz gut mit Wachskitt ausgebessert werden: Der Wachskitt ist in der regel in verschiedenen, fein nuancierten Holztönen erhältlich und lässt sich leicht verarbeiten. Nehmen Sie die Wachsstange in die Hand – durch die Körperwärme wird es weich und formbar (jetzt lassen sich auch verschiedene Farbtöne mischen – wie Knete). Pressen Sie nun das Wachskitt in die Schadenstelle (das umbliegende Holz muss gereinigt sein). Ideal ist dafür ein Kunststoffspachtel. Überschüssiges Wachs können Sie mit seiner Hilfe auch unter leichtem Druck abstoßen. Praxistipp: Arbeiten Sie immer nur mit wenig Wachskitt – lieber in mehreren Lagen arbeiten!

Bei unbehandeltem Holz oder Möbeln, die nach der Holzreparatur wieder lackiert werden sollen, ist Holzpaste der Reparaturspachtel der Wahl! Damit lassen sich auch größere Löcher, Fugen, Risse und Unebenheiten auffüllen. Vorteil: Die abgetrocknete Holzpaste ist schleif- und überstreichbar!

Scheuerstellen und lackiertes Holz

Retuschierstift und vielleicht ein Schleifkissen sind die Hilfsmittel, um Scheuerstellen auf lackiertem Holz verschwinden zu lassen. Im Fachhandel können Sie unter einer Vielzahl von Farbtönen wählen: z. B. Nussbaum, Eiche oder Kirsche.

Möbel-Oberfläche reinigen und abtrocknen. Das Holz muss trocken, sauber, tragfähig, fett-, leim- und wachsfrei sein. Retuschierstift gründlich aufschütteln und Stiftspitze durch "pumpen" auf einer Opfer-Unterlage mehrfach mit Holzbeize tränken. Nun mit dem Stift den Schaden im Holz überdecken. Arbeiten Sie zügig und genau. Praxistipp: Für sanfte Farbübergänge tränken Sie ein fusselfreies Tuch mit der Retuschier-Flüssigkeit und tupfen oder wischen damit leicht über die zu reparierende Stelle.

Feine Kratzer in der Lackschicht

Angekratzte Oberflächen, die mit Nitrolack oder Schellack behandelt sind, bekommen mit der richtigen Möbelpolitur ihren vollen Glanz zurück. Das Pflegemittel in Holzfaserrichtung auftragen. Die Lackschicht wird leicht angelöst, kleine Kratzer verschwinden auf diese Weise.

Flecken auf lackiertem Holz

Spezielle Pflegemittel für die Behandlung von Graudurchschlägen und Flecken eignen sich nicht für rohe oder stark abgegriffene, offenporige Holzoberflächen, wie z. B.helle Eiche. Sind größere Flächen zu behandeln, auf ausreichende Lüftung achten.

Erste Hilfe für helles und geöltes Holz

Scheuerstellen auf hellen und geölten Holzoberflächen rücken Sie am besten mit Hartöl, Schwamm und Leinentuch zu Leibe. Mögliche Verunreinigungen auf der beschädigten Stelle sind vor der Behandlung mit Hartöl zu entfernen – mit einem Schleifvlies und immer in der Richtung, in der die Fasern des Holzes verlaufen. Die Schadstelle wird dann mit Hartöl getränkt. Überschüssiges Öl lässt sich gut mit einem Leinentuch entfernen. Die Arbeit bei Bedarf wiederholen.

Wie Sie Scheuerstellen auf hellem, geöltem Holz beseitigen, erklären wir Schritt für Schritt hier: Scheuerstellen auf hellem, geöltem Holz entfernen

Feinste Kratzer auf geöltem Holz

Kratzer vom Schlüsselbund, der regelmäßig auf der Kommode seinen Platz findet – ein Problem, das sich ganz leicht lösen lässt: Um feinste Kratzer auf geöltem Holz verschwinden zu lassen, geben Sie ein wenig Hartöl auf einen Pinsel oder auf einen Schwamm. Das Öl auf den Kratzer streichen und gut trocknen lassen. Eventuelle Unebenheiten mit einem Schleifkissen in Holzmaserrichtung entfernen. Nicht zu stark rücken, sonst entstehen Schleifspuren.

Wie Sie feinste Kratzer auf geöltem Holz unsichtbar machen, erfahren Sie Schritt für Schritt hier: Feinste Kratzer auf geöltem Holz entfernen 

Kratzer in lackiertem Holz

Feine Kratzer in lackiertem Holz verschwinden, wenn Sie den farblich passenden Wachskitt mit einem Holz- oder Kunststoffspachtel fest in die Fuge drücken. Der Kitt sollte etwas dunkler sein als das Holz. Am besten lässt sich der Wachskitt handwarm verarbeiten. Überschüssiges Material können Sie mit dem Spachtel abnehmen. Um alle Reste zu entfernen, reiben Sie die Oberfläche mit einem weichen Tuch ab. Bei Bedarf das Ganze noch einmal von vorn.

Kratzer in lackiertem Holz müssen Sie nicht akzeptieren. Wie Sie wieder eine glatte geschlossenen Oberfläche erzeugen, steht hier Schritt für Schritt erklärt: Kratzer in lackiertem Holz entfernen

Weinflecken entfernen

Weinflecken auf dem Glas- oder Kacheltisch lassen sich einfach wegwischen. Mit Weinflecken auf geöltem Holz werden Sie mithilfe von Hartöl, Schleifkissen, Schwamm und Leinentuch aber auch fertig:
Den Fleck in Holzmaserrichtung aus dem Holz schleifen und die abgeschliffene Stelle dann satt mit Hartöl tränken. Das Öl lassen Sie fünf bis sechs Minuten einziehen und wischen dann den Überschuss ab.

Fotos: Clou

Quelle: selbst ist der Mann

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