Sauna im Keller

Die Sauna im Keller ist nicht nur näher als überfüllte öffentliche Schwitzbäder, sondern auch meist hygienischer und ein Garant für Ruhe und Entspannung. Es ist gar nicht so unmöglich, eine Kellersauna einzubauen — auf wenn Sie vielleicht nur kleine Kellerräume haben. Wir zeigen den Aufbau einer Heim-Sauna und sagen, was zu tun ist, um sich gesundzuschwitzen ...

Schon vor 2500 Jahren nutzten Griechen heiße Bäder zur Heilung und 500 Jahre später hatten die Römer diese Badekultur soweit perfektioniert, dass heutige Anlagen dagegen blass aussehen. Aber es gilt ja auch nicht, mit Marmorsäulen und Quadratmetern zu protzen, sondern die wohltuende Wirkung heißer Luft zu nutzen — und das am besten in einer Sauna im Keller. Laconicum, was nichts anderes heißt als Heißluftbad, nannten die Römer ihre Sauna.

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Grundwissen Sauna

Mit Bausätzen kann man sich die eigene Wellness-Oase im Keller selbst aufbauen

 

Sauna im Keller: Welches Holz eignet sich?

Was oft vernachlässigt wird – die Holzqualität: Die Qualität einer Sauna hängt ganz entscheidend vom Holz ab, aus dem sie besteht. Nordische Fichte ist beispielsweise sehr gut geeignet, da sie auf Grund der rauen klimatischen Verhältnisse in ihrer Heimat nur langsam wächst. Und ein langsames Wachstum führt zu einer hohen Rohdichte, also einem festen, sehr harten Holz. Die nordische Fichte ist quasi abgehärtet.

Ein anderes geeignetes Holz findet sich im Norden Kanadas – die Hemlocktanne, ein harzarmes Nadelholz. Neben der Holzart wirkt sich die spätere Behandlung auf die Qualität aus. So sollte das Holz zunächst an der Luft auf eine Holzfeuchte von knapp über 30 Prozent vorgetrocknet werden. Danach folgt die maschinelle Trocknung bis zu einer Restfeuchte von etwa 10 Prozent. Dieser Vorgang dauert etwa zwei Wochen. Ist das Holz dann verarbeitungsfähig, müssen sämtliche Nuten und Federn akkurat ausgearbeitet werden, damit sich die Sauna passgenau zusammensetzen lässt. Alle diese Vorgänge sind umso teurer, je sorgfältiger sie vonstattengehen. Entsprechend sollten preiswerte Produkte vor dem Kauf genau geprüft werden.

Im Inneren der Sauna müssen möglichst Hölzer mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit zum Einsatz kommen, ansonsten wird es unter dem Allerwertesten zu heiß zum Sitzen. Geeignete Hölzer für Bänke, Kopf-, Fuß- und Rückenstützen sind Pappel, Espe, Linde oder das afrikanische Abachi.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Massivholz- und Elementsauna. Letztere besteht aus einer Holzrahmenkonstruktion, die mit Dämmung ausgefüllt, mit Aluminiumfolie überzogen und mit etwa 15 mm starkem Profilholz verkleidet wird. Eine Massivholzsauna besteht dagegen aus rund 45 mm starken Blockbohlen, also durchgängig aus naturgewachsenem Holz. Entsprechend teurer sind diese Saunen. Außerdem müssen Sie davon ausgehen, dass die Wandelemente einer Massivholzsauna schwerer sind — ein Aufbau sollte hier in jedem Fall zu zweit erfolgen.

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Keller-Heimsauna

Eine eigene Keller-Heimsauna muss auch in verwinkelten Räumen kein Wunschtraum bleiben

 

Sauna im Keller: Der Ofen

Den Saunaofen bezieht man in der Regel vom selben Hersteller wie die Sauna. Entsprechend wird man Ihnen einen Ofen empfehlen können, der die passende Größe für Ihre Sauna aufweist. Meist reichen 7,5 Kilowatt für bis zu 10 Kubikmeter, für größere Saunen benötigt man 9-Kilowatt-Öfen. Daneben müssen Sie sich überlegen, ob Sie einen reinen Heizofen oder einen inklusive Dampfbadfunktion wünschen. Auch müssen Sie zwischen einem elektrisch betriebenen oder einen für Holz-, Öl- oder Gasbefeuerung wählen. Und neben wandhängenden Exemplaren gibt es Unterbankgeräte, die weniger zusätzlichen Platz beanspruchen.

Jeder Ofen hat ein Steuergerät, über das die Temperatur geregelt werden kann. Damit man beim Saunieren nicht andauernd zum Nachjustieren der Temperatur die Sauna verlassen muss, werden die Steuergeräte von Sensoren im Inneren der Kabine gesteuert. Jeder Sauna-Ofen hat ein Steuergerät auf der Außenseite der Kabine, über das die Temperatur geregelt werden kann. Die Leitungen gehen also vom Ofen zum Steuergerät und dann weiter zum Stromanschluss. Diesen muss ein Fachmann vornehmen. Haben Sie eine Dampfbadfunktion, gibt es dafür ein Feuchtesteuergerät. Spezielle Lampen müssen ebenfalls eingestellt werden. Alle Geräte werden außen in der Nähe des innen platzierten Ofens montiert. Die Kabel und Lampen in der Sauna müssen für mindestens 140 Grad Celsius geeignet sein.

Wichtig: 3,3- Kilowatt-Öfen für kleine Ein-Mann-Kabinen mit ungefähr vier Kubikmetern verfügen zum Teil über einen 230V-Netzanschluss. Größere Saunaöfen wie in unserem Beispiel haben jedoch meistens einen 400-Volt-Drehstromanschluss. Es empfielt sich aber nicht nur zur eigenen Sicherheit, solche Öfen vom Fachmann anschließen zu lassen, sondern auch aus Garantiegründen — keine Rechnung, keine Gewährleistung, heißt es oft.

Fotos: sidm, Archiv

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