Riss in der Wand

Zum Tapezieren brauchen Sie einen tragfähigen Untergrund: Loser Putz, (Bohr-)Löcher oder gar Risse in der Wand vermindern die Haftung der Tapete und können gerade bei dünnen Papiertapeten durchscheinen. Wie Sie Risse in der Wand reparieren, zeigt das Video.

Vor dem Tapezieren sollten Sie ein paar grundlegende Vorarbeiten erledigen: Ist die alte Tapete restlos entfernt, werden Risse in der Wand geschlossen und Bohrlöcher mit Gips-Spachtel aufgefüllt. Kleinere Maclen und Riefen sind nicht so schlimm – es sei denn, Sie wollen direkt auf die Wand streichen (z.B. Kalkfarbe)! Dann sollten Sie die gesamte Wand abspachteln – also eine dünne Schicht Reparaturspachtel "auf null" aufziehen. 

 

Kleiner Putzschäden bessern Sie am besten so aus: Spachtelmassen auf Zementbasis sind feuchtigkeitsresistent und härten beim Kontakt mit Wasser weiter aus. Sie eignen sich für innen und außen. Gips ist nicht nässebeständig und sollte deshalb nur im trockenen Innenbereich verwendet werden. Produkte auf Kunstharz-Basis sind zwar teurer, aber sofort gebrauchsfertig.

 

Ursachen für Risse in der Wand

Wenn Sie die Vorarbeiten zum Tapezieren erledigen, achten Sie auf Schäden an der Wand, die ggf. auf größere Schäden im Verborgenen hinweisen können:

  • Zur Prüfung der Oberflächenfestigkeit reiben Sie mit der Hand oder einem festen, kantigen Gegenstand an der Wand. Erhalten Sie staubigen oder kreidenden Abrieb, so müssen die Flächen vorm Tapezieren grundiert werden.
  • Charakteristisch für Feuchtigkeit in den Wänden sind sichtbar nasse Flächen, Verfärbungen oder Wasserränder. Damit diese nicht erneut auftreten, sollten Sie auf jeden Fall zunächst die Ursache beheben. Durch Lüften oder Heizen lassen sich feuchte Wände trocknen.
  • Pilzbefall ist schnell zu erkennen. Der dunkle Bewuchs muss vorm Tapezieren mit einem Antischimmelmittel entfernt werden, ggf. mit Kalkputz überputzen. Bekämpfen Sie auch hier zunächst die Ursache, damit der Pilz nicht wiederkehrt.
  • Zwar sind Risse in der Wand nach dem Tapezieren nicht mehr sichtbar, beseitigt werden müssen sie trotzdem. Andernfalls führt das weitere Einreißen der Wand auch zum Reißen der Tapete. Daher: Je nach Art und Größe den Riss mit Rissbändern stabilisieren und mit Spachtelmasse ganzflächig schließen.
  • Die Saugfähigkeit testet man, indem die Wand mit Wasser befeuchtet wird. Färbt sich die Fläche schnell dunkel, ist die Wand zu saugfähig. Damit die Tapete trotzdem hält, sollte grundiert werden. Perlt das Wasser ab, ist die Wand zu stark abgesperrt. Kleister würde nicht an der Wand haften. Hier hilft Anschleifen oder das Auftragen einer Haftbrücke. Beides wirkt haftvermittelnd.
 

Risse verschließen & beiputzen

Riss verschließen

Die richtige Sanierungsmaßnahme, um Wandrisse zu verschließen, hängt entscheidend von der Ursache ab. Oberflächliche Putzrisse entstehen durch Spannungen im Untergrund. Oft treten sie an Bauwerksdurchbrechungen wie Fenstern auf. Die Sanierung solcher Risse ist nicht schwer. Wie Sie Risse verschließen, zeigt die Anleitung oben Schritt für Schritt.

Handelt es sich nur um schmale Oberflächenrisse, reicht meist auch das Füllen mit Acryl (kein Silikon verwenden, denn das ist nicht überstreichbar!). Hat man es jedoch mit tiefen Bauwerksrissen zu tun, z. B. weil der Boden abgesackt ist, muss der Fachmann ran. Denn dann muss der Riss chemisch vergossen und mit Klammern versehen werden, um weitere große Schäden auszuschließen.

Quelle: selbst ist der Mann

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