Rauchmelder

Mini-Rauchmelder schafft Sicherheit
Inhalt
  1. Rauchmelder montieren
  2. Rauchmelder Pflicht
  3. Rauchmelder: Jährliche Funktionsprüfung

Rauchmelder reagieren auf Rußpartikel in der Luft und schlagen bei Wohnungsbränden Alarm. Zwar verhindern Sie den Brand nicht, retten aber durch ihr Warnsignal Menschenleben! Mittlerweile gilt fast in allen Bundesländernndestens eine Rauchmelder-Pflicht für Neubauen bzw. auch für Bestandsbauten (Nachrüstpflicht). Wie Sie einen Rauchmelder in der Wohung installieren und worauf bei Montage und Wartung der Rauchwarnmelder zu achten ist, erfahren Sie hier.

 

Insgesamt kommen in Deutschland in jedem Jahr bis zu 600 Menschen durch Brände zu Tode; rund 66.000 weitere verletzen sich, davon etwa 6.000 schwer. Bei den Feuerwehren werden jährlich knapp 190.000 Brände registriert. Damit rücken die Einsatzkräfte alle drei Minuten zu einem Feuer aus. Gefährlicher als das Feuer ist der Rauch: Viele Brandopfer ersticken im Schlaf, schon einige Atemzüge können tödlich sein. „Gesetzliche Auflagen haben in den USA, Großbritannien und Schweden bewiesen, dass die Zahl der Toten um 40 bis 50 Prozent sinken kann“, erklärt Michael von Foerster, Sprecher des Fachverbands Sicherheitssysteme im ZVEI und stellvertretender Vorsitzender von Euralarm, der Dachorganisation der nationalen Sicherheitsverbände in Europa. „Jedes Kinderzimmer ohne Rauchmelder ist ein Skandal.“

Ihre Forderung nach einer Rauchmelderpflicht in ganz Deutschland haben die Kampagne „Rauchmelder retten Leben“ (www.rauchmelder-lebensretter.de) des Vereins zur Förderung des deutschen Brandschutzes (vfdb) und der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie wiederholt. „Es ist paradox – in der Untersuchung äußern drei Viertel der Menschen Angst vor einem Wohnungsbrand, aber die meisten ergreifen nicht so simple, kostengünstige und wirksame Sicherheitsmaßnahmen wie die Installation eines Rauchmelders“, betont Angelika Staimer, Vorsitzende des Lenkungsausschusses im ZVEI-Fachverband Sicherheitssysteme. „Appelle reichen offenbar nicht aus; die Politik muss handeln.“ Endlich gelten in fast ganz Deutschland vergleichbare Standards zum EInbau von Rauchwarnmeldern – sowohl für Neubauten als auch in Bestandsbauten, denn die in der Vergangenheit verwirrenden unterschiedlich langen Übergangsfristen laufen nun endgültig aus.

Rauchmelder bieten einen effizienten Schutz vor Erstickungstod bei Haushaltsbränden. Ein lebensrettender Brandmelder ist schnell installiert. Die größte Gefahr bei den jährlich rund 200 000 Wohnungsbränden geht von giftigen Rauchgasen bei Schwelbränden aus. Schon eine Lungenfüllung kann ausreichen, um durch Ersticken zu sterben – vor allem nachts, wenn der Mensch schläft und den Brandgeruch nicht wahrnimmt. Hier kann dieser fotoelektrische Rauchmelder von Sygonix (Artikel-Nr.: 35809A, Preis ca. 25 Euro, www.sygonix.de) mit seinem 85 Dezibel lauten Alarmton – in drei Metern Entfernung – Leben retten. Ausgestattet ist das Gerät mit einer Lithiumbatterie, die eine Betriebsdauer von bis zu zehn Jahren ermöglicht. Praxistipp: Nach Ablauf der zehn Jahre sollten die Rauchmelder komplett ausgetauscht werden!

 

Rauchmelder montieren

Wir zeigen Ihnen, wie Sie in wenigen Schritten Ihren Rauchmelder ganz ohne Bohren in Ihrer Wohnung montieren können.

  • Um den Rauchmelder zu montieren, können Sie das Magnetsystem von Kopp benutzen
  • Die Schutzfolie an der Trägerplatte abziehen
  • Die Unterseite der Metallplatte an die Decke kleben
  • Die Platte fest an die Oberfläche drücken, damit der Rauchmelder später hält
  • Den Rauchwarnmelder mit dem magnetischen Gegenstück bekleben
  • Der Magnet fixiert den Rauchmelder zuverlässig an der Deckenträgerplatte. Dennoch kann der Rauchmelder zum Batteriewechsel leicht abgenommen werden
 

Rauchmelder Pflicht

Vergessene Kerzen, brennende Zigaretten oder technische Defekte. In Deutschland sterben jährlich viele Menschen durch Brände. Doch nicht immer ist Leichtsinn im Spiel. Viele Brände werden durch technische Defekte verursacht. Hilfe leisten Rauchmelder. Sie retten Leben, denn die Geräte schlagen Alarm, wenn sich Rauch in Räumen entwickelt, und reißen mit schrillem Signalton die Bewohner auch aus tiefem Schlaf.

Ab 2017 müssen in Neubauten und in Bestandsgebäuden (außer in Sachsen) alle Wohnungen verpflichtend mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein – die Zeiten der Übergangsregelungen sind zuende. Die Rauchmelder-Pflicht wird jeweils in der geltenden Landesbauordnung festgeschrieben. Einheitlich über das gesamte Bundesgebiet ist geregelt, dass Rauchmelder in Schlafzimmern (also auch Kinderzimmern) und Fluren, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, eingebaut werden müssen. In einigen Bundesländern (Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg und Sachsen) müssen auch andere Räume einen Rauchwarnmelder haben.

Die verwendeten Rauchmelder müssen nach DIN-Norm 14676 montiert und im Hinblick auf ihre Bauart nach DIN-Norm 14604 zertifiziert sein. Unterschiedlich haben die Bundesländer geregelt, wer (Eigentümer oder Besitzer = Mieter) zum Einbau und zur “Sicherstellung der Betriebsbereitschaft” (= Wartung) verpflichtet ist. In der Regel ist der Eigentümer für die Installation der Rauchmelder zuständig (kann die Kosten als Modernisierungsmaßnahme auf die Mieter umlegen). Den Nutzern obliegt die regelmäßige Wartung (kann zentral erbracht werden und über Nebenkostenabrechnung umgelegt werden), um sicherzustellen, dass die Geräte funktionstüchtig sind.

 

Rauchmelder: Jährliche Funktionsprüfung

Rauchmelder-Wartung

Rauchmelder können Leben retten – das hat sich mittlerweile rumgesprochen. Aber können Sie sicher sein, dass Ihr Rauchmelder im Haus im Brandfall auch wirklich Alarm schlägt? Besser Sie testen den Rauchmelder rechtzeitig: Mit sogenanntem Prüfgas ist die Kontrolle des Rauchmelders ganz einfach.

Die Funktionsprüfung der Rauchmelder können Sie selbst erledigen: Eine Sichtprüfung (Sind die Raucheintrittsöffnungen frei? Oder verstopft Staub die kleinen Löcher im Rauchmelder?) und eine Alarmkontrolle (Drücken der Alarmtaste: Ertönt ein Signalton?) sind schnell gemacht. Wichtig: Die Prüfvorgaben sind in der Bedienungsanleitung festgelegt – daran sollten Sie sich halten, um Fehlfunktinoen oder einen Ausfall des Rauchmelders zu vermeiden. Praxistipp: Nach 10 Jahren sollte der Rauchwarnmelder (egal ob gekauft oder gemietet) komplett gegen ein neues Modell ersetzt werden – auf diese lange Zeitspanne sind auch die meisten verbauten Batterien in den Rauchmeldern ausgelegt!

Prüfgas für fotoelektrische Rauchmelder sprüht man aus ca. 30 cm für 1 bis 2 Sekunden in Richtung Rauchmelder. Dieser sollte dann Alarm auslösen. Erfolgt dies auch dann nicht, wenn man noch einmal etwa 5 Sekunden lang sprüht, so ist der Rauchmelder nicht mehr einsatzbereit und muss ausgetauscht werden. Testsprays für Rauchmelder erhalten Sie in gut sortierten Baumärkten, Elektro- und Sicherheitsfachgeschäften oder auch über Onlineversandhändler. Das Produkt von Abus z. B. kostet ca. 11,30 Euro (50 ml) bzw. 15,50 Euro (125 ml).

Quelle: selbst ist der Mann

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