Rasen: Unkrautvernichter

Wem Unkraut jäten zu anstrengend ist, greift schnell zur chemischen Keule: Doch der Einsatz von Unkrautvernichtern ist sehr umstritten, da die Herbizide auch für Kulturpflanzen, Tiere oder gar Menschen gefährlich sein können. Rasen-Unkrautvernichter wirken in der Regel zeitgleich gegen mehrere Unkräuter im Rasen. Doch bei Auswahl und Anwendung der Unkrautvernichter im Rasen gibt es einiges zu beachten!

Rasen-Unkrautvernichter aus dem Gartencenter wirken meist nur bei "zweikeimblättrigen Pflanzen", wie Klee, Giersch und Löwenzahn. Ihre Wirkstoffe ähneln bestimmten Pflanzenhormonen, die das Wachstum steuern. Diese Wuchsstoffe zwingen die Rasenunkräuter zu einem unkontrolliert hohem Wachstum, was letztendlich zum Absterben des Unkrauts führt. Einkeimblättrige Rasen- und Grassortenreagieren auf diese Wuchsbeschleuniger gar nicht. Die meisten Unkrautvernichter für den Rasen kombinieren mehrere Wirkstoffe für eine zuverlässigere Unkrautbekämpfung. Moos im Rasen wird hingegen mit Eisen-II-Präparaten bekämpft. Grundsätzlich sollte der Einsatz von Unkrautvernichtern im Garten stets sorgfältig abgewogen werden und die geltenden Pflanzenschutzgesetze eingehalten werden!

 

Rasen-Unkrautvernichter richtig anwenden

Damit der Rasenunkraut-Vernichter gut wirken kann, muss die Herbizidlösung gleichmäßig auf die Blätter der Rasenunkräuter aufgebracht werden und dort für eine Einwirkzeit von etwa acht Stunden bleiben. Diese Tipps helfen, dass Sie Rasen-Unkrautvernichter erfolgreich anwenden:

  • Um die Einwirkzeit des Pestizids gewährleisten zu können, sollte es am Tag (und Nacht) der Unkrautbekämpfung nicht regnen
  • Da die Wirkstoffe zu 90% über die Blätter aufgenommen werden, sollte der Rasen vor der Behandlung mit Unkrautvernichter nicht gemäht werden
  • Ein warmer, feuchter Boden und milde (Nacht-)Temperaturen erhöhen die Wirksamkeit der Wuchsverstärker
  • Die richtige Dosierung der Unkrautvernichter ist entscheidend: Zu viel Wasser verdünnt die Wirkstoff-Lösung schnell bis zur Wirkungslosigkeit. Die Gleichung mehr Wasser zu geben = mehr Herbizid = größere Fläche mit Rasen-Unkrautvernichter behandelbar ist ein Trugschluss!
  • Feine Gießbrausen eignen sich am besten für flüssige Unkrautvernichter für den Rasen

Praxistipp: Wollen Sie die Herbizide mit der Pflanzenspritze ausbringen, schützen Sie unbedingt angrenzende Beete vor dem feinen Sprühnebel! Der Wid treibt den Wirkstoffnebel sonst schnell auch aufs Gemüsebeet und vernichtet dort andere zweikeimblättrige Gartenpflanzen wie Salat, Primeln, Ranunkel oder Radieschen!

 

Milde Alternativen für Rasen-Unkrautvernichter

Hausmittel wie Essig oder Salz sind keine gute Idee, um Unkraut im Rasen zu bekämpfen: Zum einen zählen Essig und Salz offiziell zu den unerlaubten Pflanzenschutzmitteln. Zum andern schädigen Sie damit den Rasen mehr, als Sie vielleicht glauben. Die Konzentration der aggressiven Substanzen bleibt im Boden noch lange nach der vermeintlich milden Unkrautbekämpfung hoch, sodass auch ein gesundes Rasenwachstum ausgeschlossen ist.

Löwenzahn bekämpfen ohne Chemie

Hat sich Löwenzahn im Rasen breitgemacht? Hier erleichtert ein Unkrautstecher das Unkrautjäten. Der ergonomische Gartenhelfer bohrt das Samenunkraut mit der langen Wurzel aus dem Boden – ohne Bücken, ohne schmutzige Hände und ohne Chemie! Praxistipp: Jäten Sie Löwenzahn rechtzeitig während der Blüte – ehe die Pflanze Zeit hat, Samen zu bilden, sonst säht sich der Löwenzahn (als Pusteblume) jedes Mal neu aus. Löwenzahn müssen Sie daher regelmäßig jäten. Gelb blühenden Löwenzahn können Sie auf den Kompost geben – die Pusteblume gehört aber in den Hausmüll.

Fotos: Hersteller

Quelle: selbst ist der Mann

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