Praxis-Tipp: Spannungsfrei arbeiten


Arbeiten am Stromnetz sind gefährlich, wenn man nicht darauf achtet, dass das Netz spannungsfrei ist. Daher müssen Sie beim Anschluss von Verbrauchern – wie z. B. Leuchten, Schaltern und Steckdosen – unbedingt vor der Arbeit prüfen, ob durch die Adern wirklich kein Strom fließt.

Vor jedem Eingriff in die Elektroinstallation müssen Sie den betreffenden Stromkreis abschalten und die Spannungsfreiheit danach mit einem geeigneten Messgerät, einem Spannungsprüfer, kontrollieren:

  • Drehen Sie die Sicherung im Sicherungskasten heraus. Wenn möglich legen Sie den Schutzschalter um.
  • Verhindern Sie unbeabsichtigtes Betätigen der Sicherung (durch Dritte).
  • Heften Sie einen Warnhinweis "Vorsicht Stromarbeiten" an den Sicherungskasten.

Vorsicht bei raumübergreifenden Installationen: Oft werden Küche oder Flur von einem Schalter im Flur bedient – dann muss unbedingt auch dieser Stromkreis abgeschaltet werden.

Messen Sie nun unbedingt alle Leiter mit einem zweipoligen Spannungsprüfer nach, ehe Sie mit den Arbeiten an Netz und Verbrauchern beginnen: Halten Sie eine Spitze des Spannungsprüfers an die Phase, also die stromführende Leitung, und die zweite nacheinander an die Kontakte von Neutral- und Schutzleiter. Wenn die Lampe aufglimmt, liegt Spannung an.

Keine Alternative sind im Handel auch angebotene einpolige Phasenprüfer (sie ähneln einer Mischung aus Kugelschreiber und Schraubendreher). Diese sogenannten Lügenstifte geben keine verlässliche Auskunft darüber, ob eine Ader Strom führt oder nicht!

Alle Praxis-Tipps finden Sie übersichtlich für Sie zusammengefasst in unserem Archiv: Praxis-Tipps auf selbst.de

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