Pflaume

Wer an Pflaumen denkt, hat meist haushohe Bäume vor Augen, die nur in großen Gärten wachsen. Dabei gibt es durchaus Sorten, die dank spezieller Veredlung zu Spindelbäumen oder Halbstämmen heranwachsen und mit ihren drei oder vier Metern auch für kleine Gärten geeignet sind. Nehmen Sie sich für die Auswahl Ihres Pflaumenbaumes also etwas Zeit. Denn je nach Pflaumen-Sorte haben die Früchte ganz unterschiedliche Eigenschaften, auch wenn sie fast gleich aussehen.

An den Boden stellen alle Pflaumen gleiche Ansprüche. Sie lieben nahrhafte, feuchte und gut durchlüftete Böden. Pflaumen und Zwetschgen sind auf andere Pflaumenbäume als Befruchter angewiesen, sonst wird es trotz üppiger Blüten nichts mit der Ernte. Wachsen weit und breit keine Befruchtersorten in Ihrer Umgebung, können Sie einen simplen, aber effektiven Trick anwenden, damit die Pflaumenblüten auch sicher bestäubt werden: Besorgen Sie sich zur Blütezeit blühende Zweige von Befruchtersorten und stellen sie in einem Eimer mit Wasser unter den Baum. Die kurze Blütezeit der Zweige reicht aus, um Bienen als Bestäuber anzulocken. Mit dieser Methode können Sie generell den Ertrag der Pflaumenbäume steigern, auch wenn in der Nähe Befruchtersorten wachsen.

Mit ein bisschen Fürsorge können Pflaumenbäume sehr alt werden, 80 oder gar 90 Jahre sind gar nichts, die Bäume tragen auch im hohen Alter immer noch reichlich Früchte. Damit Pflaumen gesund und vital bleiben, brauchen Sie im Frühjahr eine gute Portion Kompost oder speziellen Obstbaumdünger. Der Dünger oder der Kompost wird während der Blüte unter der Baumkrone verteilt und leicht eingearbeitet. Bei älteren Bäumen bohren Sie unter der Baumkrone gut 50 cm tiefe Löcher im Abstand von 15 cm und füllen den Dünger ein, der dann auch in tieferen Bodenschichten wirkt. Halten Sie die Baumscheibe frei von Unkraut, damit Gießwasser im Boden versickert und nicht an den Unkrautwurzeln hängen bleibt: Hacken Sie die Baumscheibe im Frühjahr und bedecken sie im Mai und Oktober mit einer Mulchschicht aus Grasschnitt, damit sich kein neues Unkraut ansiedeln kann. Der Boden bleibt unter dem Mulch schön locker und vor allem länger feucht.

 

Zwetschgen sind keine Diven, sie sind unkompliziert

Haben Pflaumenbäume gut angesetzt, sollten Sie die Früchte ausdünnen, sobald diese etwa olivengroß sind. Das fällt zwar schwer, die am Baum verbleibenden Früchte schmecken aber aromatischer. Regelmäßige Schnittmaßnahmen werden mit vielen Früchten belohnt, denn die Pflaumen bilden sich nur am jungen, höchstens zwei Jahre alten Fruchtholz. Im Gegensatz zu anderen Obstbäumen können Sie Pflaumen im Sommer nach der Ernte schneiden: Entfernen Sie dicht stehende alte und kranke Äste, damit das Kroneninnere ausreichend Licht bekommt und vital bleibt.

 

Tipp: Pflaumen ernten

Vorsicht bei der Pflaumenernte! Denn wenn Sie die Pflaumen falsch pflücken, zerstören Sie gleichzeitig für Ernte für das kommende Jahr. Hängen reife Früchte an Ihrem Pflaumenbaum (Prunus), dann pflücken Sie sie vorsichtig mit Stiel. Bitte keine Zweige oder Blätter mitpflücken, denn daran sitzen die Blütenknospen für das nächste Jahr! Nach der Pflaumenernte können Sie einen kleinen Rückschnitt machen. Aber nicht zu viel! Ein Pflaumenbaum, der wenig Früchte trägt, bekommt hierdurch nicht mehr Pflaumen – sondern eher weniger.

Foto: © ISTOCKPHOTO

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