Pflanzenschilder

Pflanzenschilder
Hänge- und Stecketiketten geben darüber Auskunft, für welchen Standort im Garten sich die Pflanze eignet – ob sonnig oder im Halbschatten. Zudem wird häufig die Blütenzeit angegeben, die Durchschnittsgröße der Pflanzenart und ob sie zum Verzehr taugt.
Inhalt
  1. Pflanzenetiketten mit Pflegehinweise
  2. Sonnenhungrige Pflanzen und Schattenstauden
  3. Behaart oder glänzend?
  4. Pflanzenetiketten selbst machen

Wie schön, wenn uns die Pflanzen antworten könnten. Zum Glück imformieren Bildzeichen auf den Steck- und Hänge-Etiketten in Form von Symbolen über ihre Standort-Vorlieben und wichtige Pflegehinweise. Pflanzenschilder verraten, wie viel Sonne die Pflanzen vertragen, wie viel Wasser sie benötigen oder wann sie blühen.

Beim Kauf von neuen Gehölzen, Stauden und anderen Pflanzen ist die Frage nach den Lichtverhältnissen am geplanten Standort eine ausschlaggebende. Oft geben Pflanzenschilder mit kleinen Sonnen-Symbolen im Topf des Gewächses Auskunft über den Lichtbedarf. Aber was bedeuten die Symbole und Pflegehinweise auf den Etiketten im Einzelnen?

Wieviel Sonne braucht z.B. Lavendel (Lavandula), der mit dem Sonnensymbol gekennzeichnet ist? Wenn man die Lavendelfelder in der Provence einmal gesehen hat, ist die Antwort leicht: am liebsten volle Sonne und das den ganzen Tag. Ein solcher Standort findet sich im Garten am ehesten an der Südseite bzw. Süd-Westseite des Hauses ohne Beschattung von Bäumen oder anderen Hindernissen, die den Lichteinfall bremsen. Wichtig für sonnenhungrige Pflanzen wie mediterrane Kräuter (Thymian, Salbei, Rosmarin), aber auch viele Sonnenstauden, sind die Stunden intensiver Sonneneinstrahlung, also besonders während der Mittags- und Nachmittagszeit.

 

Pflanzenetiketten mit Pflegehinweise

Die Übergänge sind jedoch fließend. Eine Halbschattenpflanze kann in der vollen Mittagssonne leiden - oder auch nicht, weil der Boden genügend Feuchte enthält. Umgekehrt gedeihen viele Pflanzen ebenso an sonnigen wie halbschattigen Plätzen. Blumen wie das Mutterkraut (Tanacetum parthenium), Gehölze wie der Buchsbaum (Buxus) gedeihen gar an allen drei Standorten und Zwischenbereichen.

Überhaupt – die Zwischenbereiche! So wie sich die Lichtverhältnisse im Tages- und Jahresverlauf ändern, so sind manche Gartenbereiche bis hin zu einzelnen Pflanzen mal mehr und mal weniger besonnt bzw. beschattet. Manche Gartenareale z. B. an der Nordseite des Hauses bekommen nur ein wenig Morgen- und ein wenig Abendsonne, sind aber trotzdem hell. Hier gedeihen oft noch Halbschattengewächse, obwohl sie relativ wenig direkte Sonneneinstrahlung bekommen. Halbschattige Verhältnisse kann man auch auf der nordöstlichen, östlichen und westlichen Seite eines Hauses finden. Halbschatten kann also heißen, dass eine Pflanze Morgen- oder Abendsonne bekommt oder auch teils/teils.

 

Sonnenhungrige Pflanzen und Schattenstauden

Als sonnig wird der Bereich des Gartens bezeichnet, der etwa in der Zeit von 11 bis 17 uhr besonnt ist. Dies ist aber nur als Faustregel zu sehen. Diese besagt auch: Drei bis weniger als sechs Stunden Sonne bedeutet halbschattig = halbsonnig. Bis zu drei Stunden Sonne heißt schattig.

Die Morgensonne bis um die 11 Uhr ist mild und die Luftfeuchte meist noch hoch. Dagegen kann die Nachmittagssonne im Sommer recht aggressiv sein. Wichtig ist hier zu beobachten, wie viel Sonne tatsächlich und wann einzelne Flächen erreicht. Andere Hausfassaden oder hohe Bäume können schnell einmal für Stunden den Lichteinfall reduzieren. Aber selbst in einem Beet können höhere Stauden die davor stehenden kleineren Stauden beschatten.

Schattig sind die Gartenteile, die wenig oder gar keine Sonne erhalten. Das kann direkt an der Nordwand des Hauses sein, unter dicht belaubten Bäumen, im dunklen Innenhof. Es gibt vollschattige Bereiche, aber auch den lichten Schatten unter locker belaubten Bäumen. Bei einem Waldspaziergang lassen sich unterschiedliche Schattensituationen gut beobachten. Hier zeigt sich im großen Rahmen, wo fast gar nichts mehr unter den Bäumen wächst (Fichtenschonung) und was unter hohen Laubbäumen noch alles gedeihen kann (Farne, Efeu, kleine Baumschößlinge, Gras) und wie vielfältig schließlich der Bewuchs am Waldsaum und auf Lichtungen ist.

 

Behaart oder glänzend?

Erfahrungswerte, genaues Beobachten oder das Aussehen einer Pflanze geben Hilfen, für die neuen Gartenbewohner den passenden Standort auszuwählen. Schauen Sie sich Ihre Neuerwerbung einmal genau an: Wie sind die Blätter beschaffen? Dunkelgrüne, glänzende Blätter deuten oft darauf hin, dass die Pflanze sich im Halbschatten oder Schatten wohler fühlt. Behaarte, graue oder auch fleischige Blätter vertragen viel Sonne.

Es gibt einige wunderschöne Frühjahrsblüher wie Schneeglöckchen, Elfenkrokusse, Buschwindröschen und Bärlauch, die sich den späten Laubaustrieb der Bäume zunutze machen. Sie tanken Licht, um zu wachsen, zu blühen und sich zu vermehren. Später im Jahr, wenn ihr Gartenplatz durch die ausgebildeten Blätter der Bäume beschattet wird, ziehen sie ihr Laub ein und warten auf das nächste Frühjahr.

 

Pflanzenetiketten selbst machen

Wenn man selbst Samen und Jungpflanzen züchtet, sind Pflanzenschilder sehr hilfreich, um den Überblick über die Gewächse nicht zu verlieren. Nicht, dass man am Ende noch die Pflanzen entfernt, weil man sie für Unkraut hält. Die Pflanzenetiketten liegen entweder in der Samentüte bei – oder man macht sie selbst. Die einfachste Möglichkeit der Etikettierung ist, die Holzstiele von Eis zu verwenden. Diese können mit einem Filzstift beschrieben werden. Die Stäbchen werden dann bei der Aussaat an die entsprechende Stelle in den Boden gesteckt, an der sich die dazugehörigen Samen befinden.
Auch im Laden gibt es unterschiedliche Varianten von Pflanzenschildern zu kaufen, durch die man den Überblick bei der Anzucht behält. Wichtig ist, dass diese dauerhaft sein sollten, sonst ist in der Sonne die Schrift schnell verblasst oder vom Regen weggewaschen. Und gut aussehen sollen sie am besten auch noch! Beim Ward Gartenbedarf (www.gartenbedarf-versand.de) gibt es verschiedene Modelle von Pflanzenetiketten wie etwa oberflächenbehandelte Alu-Etiketten, die sich mit einem weichen Bleistift beschriften lassen (ca. 15 cm lang, 25 Stück kosten 15 Euro). Mit einem Radiergummi können Sie die Aufschrift anfangs entfernen. Später geht der Graphit eine dauerhafte Verbindung mit dem Aluminium ein.

Fotos: Klaus Erich Haun, Fotolia

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