Passivhausfenster

Passivhausfenster - das bessere Fenster
Foto: © slavun - Fotolia.com
Inhalt
  1. Passivhausfenster: Hohe Energieeinsparung
  2. Wärmeschutzfenster mit Mehrkammersysteme im Rahmen
  3. Isolierglasfenster senken die Heizkosten
  4. Interview: Moderne Glasbeschichtungen
  5. Freie Wahl in Größe, Form und Material
  6. Energieeffiziente Wärmeschutzfenster steigern den Wert des Hauses

Hausbesitzer erneuern die Fenster laut einer Statistik des Verbandes Fenster und Fassade (VFF) durchschnittlich nur alle 48 Jahre. Dabei amortisiert sich der Einbau energieeffizienter Fenster wesentlich schneller als ein Vollwärmeschutz der Fassade.

Früher wurden hauptsächlich einfachverglaste Fenster eingebaut. Im Laufe der Jahrzehnte ging die Entwicklung über Zwei-Scheiben-Isolierglas bis hin zu Passivhausfenster, die eine Dreifachverglasung aufweisen. Die bei Passivhäusern in Richtung Süden großflächig angebrachten Isolierglasfenster schützen optimal vor Wärmeverlust. Trotzdem gelangt die solare Energie nach innen. Die Fenstersanierung steht beim Thema Energieeinsparung neben dem Dach und der Haustür an erster Stelle.

 

Passivhausfenster: Hohe Energieeinsparung

Wollen Sie neue Wärmeschutzfenster kaufen, ist der U-Wert die wichtigste Kenngröße. Dieser U-Wert gibt an, wie viel Wärme durch einen Quadratmeter Fenster fließt, wenn es draußen ein Grad kälter ist als drinnen. Es gilt: Je niedriger der U-Wert, desto besser schützt das Isolierglasfenster vor Wärmeverlusten. Der U-Wert wird angegeben in W/m2K (Watt pro Quadratmeter Kelvin).

Fenster und Türen
 

Fenster kaufen

Richtwerte für den Fensterkauf sind wichtig, um Preise vergleichen zu können

Es wird zwischen drei verschiedenen U-Werten unterschieden. Uw-Wert steht für „window“ und stellt den gesamten Wert des Passivhausfensters dar. Dieser setzt sich zusammen aus dem Uf-Wert (= Rahmenwert „frame“) und dem Ug-Wert (= Glaswert „glazing").Nicht nur die Verglasung ist entscheidend für eine gute Wärmeisolierung. Wärmebilder zeigen deutlich, dass gerade an den Rahmen viel Raumwärme nach außen entweicht.

 

Wärmeschutzfenster mit Mehrkammersysteme im Rahmen

Fensterrahmen

In den vergangenen Jahren optimierten die Wärmeschutzglas-Hersteller den Aufbau der Rahmenkonstruktionen ihrer Isolierglasfenster. Massives Holz dämmt von Natur aus gut. In Kunststoffrahmen entscheiden die luftgefüllten Kammern über die Dämmwirkung. Die Fensterprofile bestehen aus mehreren Kammern, die je nach Anzahl für Wärmeschutz sorgen. Die Rahmen hochwertiger Kunststofffenster z. B. von fensterhandel.de werden mit 5- oder 6-Kammersystemen gefertigt. Die früheren 1- oder 2-Kammer-Systeme entsprechen weit weitem nicht den heutigen Anforderungen. Während die Verbreiterung der Wärmeschutzfenster bei einem Drei-Kammer-System noch mit einer Bautiefe von 60 mm ausgeführt werden kann, beläuft sich die Bautiefe bei einem 5-Kammer-System auf 70 mm. Dafür liefert es einen U-Wert von etwa 1,3. Bei 6-Kammer-Sytemen beträgt die Bautiefe bis zu 84 mm. Je nach Ausführung beträgt der Uw-Wert bei einer 3-fach-Verglasung zwischen 0,7 und 0,9. Ab einem Uw-Wert von 0,80 ist das Fenster als Passivhausfenster geeignet.

 

Isolierglasfenster senken die Heizkosten

Isolierglasfenster

Der Ug-Wert wird von mehreren Faktoren bestimmt: Die Art der Gasfüllung (meist Argon), die Anzahl der Scheiben und deren Abstand sowie der Scheibenzwischenraum. Eine entscheidende Rolle spielt, welcher Glasabstandshalter eingebaut wird. Durch die Verwendung qualitativ hochwertiger Materialien mit sehr geringer Wärmeleitfähigkeit kann der lineare Wärmedurchgangskoeffizient (Psi) optimiert und dadurch der U-wert wesentlich verbessert werden. Diese „warme Kante“ sorgt für eine höhere Oberflächentemperatur an der innenliegenden Glaskante. Die Heizwärme bleibt im Raum und die Gefahr von Schimmelbildung wird minimiert.

Durchschnittlich besitzen diese einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 4,6 W/m2K (dieser sog. U-Wert beschreibt den Wärmeverlust durch ein Fenster). Damit heizen Eigentümer täglich bares Geld zum Fenster hinaus. Zum Vergleich: Moderne Dreischeiben-Isoliergläser (im Markt seit 2006) erreichen U-Werte von unter 1,0 W/m2K. Das macht sich im Geldbeutel bemerkbar: „Wird der Wert um 0,1 W/m2K gesenkt, lassen sich pro Quadratmeter Fensterfläche ca. 1,2 Liter Heizöl jährlich sparen. Und jeder Liter Heizöl, der weniger verbraucht wird, bedeutet pro Jahr eine Ersparnis von fast drei Kilogramm des klimaschädlichen Treibhausgases CO2“, rechnet Grönegräs vor.

 

Interview: Moderne Glasbeschichtungen

Passivhausfenster

Moderne Glasbeschichtungen lassen viel Sonnenlicht und -wärme in den Raum, kostbare Heizenergie kann aber praktisch nicht mehr durch die Verglasung Ihres Passivhausfensters entweichen. Wie das möglich ist, erklärt Jochen Grönegräs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas e. V..

Was ist eine Low-E-Beschichtung?

Low-E steht für „Low-Emissivity“, also „Niedrige Emissivität“, das bedeutet geringe Wärmeabstrahlung. Dazu werden hauchdünne Edelmetallschichten unter Vakuum auf das Glas gedampft. In Mehrfachverglasungen werden sie zum Zwischenraum hin angeordnet und dadurch optimal geschützt.

Sinkt dadurch die Lichtdurchlässigkeit?

Low-E-Gläser sind farbneutral und werden heute standardmäßig in Wohn- und in kommerziell genutzten Häusern eingesetzt. Die Lichtdurchlässigkeit des Fensters bleibt erhalten.

Was bewirkt diese Edelmetallschicht?

Die Beschichtung ist das wichtigste Mittel, um die Wärmedämmung von Isoliergläsern weiter zu steigern. Low- E-Verglasungen refl ektieren Wärmestrahlen in den Wohnraum. Nur wenig Wärme gelangt nach außen.

Wie bemerke ich diese Wirkung?

Das innere Glas ist wärmer. Störende Zugluft gibt es nicht mehr – dicht schließende Fenster vorausgesetzt. Dreifach-Wärmedämmgläser erzielen U-Werte von 0,7 W/m2K. Durch die bessere Dämmung werden Wärmeverluste auf weniger als ein Viertel unbeschichteter Gläser reduziert. Das senkt auch den Energieverbrauch Ihrer Heizung.

 

Freie Wahl in Größe, Form und Material

Form und Größe der neuen Isolierglasfenster sind im Prinzip keine Grenzen gesetzt. Je nach Stil des Hauses bietet sich die eine Bauart mehr an als die andere. Selbst bei der Materialwahl des Rahmens kann man sich eigentlich für jedes Produkt entscheiden, auch wenn sie alle unterschiedliche Eigenschaften mitbringen. Aluminiumrahmen sind zum Beispiel sehr beständig und besonders pflegeleicht, genau wie Kunststoffrahmen. Holzrahmen dagegen müssen circa alle zwei Jahre lasiert beziehungsweise lackiert werden, bieten aber von Natur aus eine sehr gute Wärmedämmung.

Fenster und Türen
 

Kunststofffenster

Neue Kunststofffenster lassen sich in unter einer Stunde sauber einbauen

 

Energieeffiziente Wärmeschutzfenster steigern den Wert des Hauses

Hat man eine ungefähre Vorstellung davon, was die neuen Passivhausfenster kosten sollen, kann man gleich ausrechnen, nach wie vielen Jahren sich die Investition lohnt. Dass die Energiekosten nämlich stetig steigen, ist schon seit einigen Jahren bekannt. Außerdem darf man nicht vergessen, dass man so den generellen Wert des Hauses ungemein steigert. Gerade wer daran denkt vielleicht irgendwann zu verkaufen, sollte die Preise für Immobilien und die damit verbundene Energiepolitik im Auge behalten. Auch wer in seinem Haus alt, aber nicht arm werden will, sollte jetzt über neue Fenster nachdenken.

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