Obstbaum schneiden

Obstbaumschnitt
Foto: © berggeist007 / pixelio.de
Inhalt
  1. Wann sollte man Obstbäume schneiden?
  2. Warum sollte man den Obstbaum zurückschneiden?
  3. Obstbaum schneiden: Welche Äste entfernen?
  4. Diese Obstbaum-Sorten benötigen besondere Pflege

Der Obstbaumschnitt dient nicht der Optik im Garten oder dem nachbarschaftlichen Frieden, der Rückschnitt unterstützt vor allem die Vitalerhaltung der Obstbäume. Nur wer rechtzeitig zur Astschere greift und seine Obstbäume kräftig zurückschneidet, legt die Grundlage für kräftiges Wachstum, üppige Blütenbildung und reiche Ernte im Obstgarten. Mit diesen Tipps zur Obstbaumpflege können auch Sie Ihren Obstbaum schneiden!

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Wer seinen Obstbaum schneiden will, verfolgt damit immer einen Zweck: im Herbst viel Obst ernten zu können! Damit diese Ziel erreicht werden kann, sollten Sie beim Obstbaumschnitt einige Punkte beachten – über den Erfolg der Obstbaumpflege entscheiden vor allem das Wann und das Wie!

 

Wann sollte man Obstbäume schneiden?

Die klassische Zeit für den Obstbaumschnitt ist der Winter – von November bis März sollten Sie Ihre Obstbäume zurückgeschnitten und ausgelichtet haben. Ein späterer Zeitpunkt ist nicht günstig, da das mildere Klima einen frühen Neuaustrieb begünstigt, der späte Rückschnitt aber das Wachstum des Obstbaumes verzögern kann, was letzlich die Ernte schmälert.

Wichtig: Führen Sie die Baumschnitt-Arbeiten nur in frostfreien Phasen (mehrere milde Tage hintereinander) durch, um den Baum nicht zusätzlich zu schwächen!

 

Warum sollte man den Obstbaum zurückschneiden?

Beim Obstbaumschnitt wird neben Totholz auch über die Jahre blühfaul gewordenes Holz entfernt: Und ein Trieb ohne Blüten setzt auch keine Früchte an. Wer also regelmäßig alte Zweige aus dem Obstbaum schneidet, fördert die Fruchtbildung und wird mit einer besseren Ernte belohnt. Auch von Krankheitserregern (Pilzen, Schorf, Flechten, Läusen) befallene Zweige gehören ausgelichtet. So dient der Obstbaumschnitt der Gesunderhaltung der Kulturpflanze!

 

Obstbaum schneiden: Welche Äste entfernen?

Im ersten Arbeitsgang entfernen Sie alle Äste, die dem Baum schaden: Abgestorbenes Totholz, von Krankheiten oder Schädlingen befallene Äste, steil nach oben wachsende Wasserschosse, aber auch über die Jahre blühfaul gewordene Triebe.

Ist die Krone des Obstbaums schon derart ausgelichtet, ist das Gros der alljährlichen Obstbaumpflege schon getan. Entfernen Sie auch nach innen wachsende Äste: Sie behindern die Luftzirkulation in der Baumkrone und begünstigen damit Pilzerkrankungen. Faustformel: Wenn Sie bequem auf der Leiter arbeiten können, ist die Krone ausreichend licht!

Baum schneiden

Ob Strauch oder Baum – Gehölze haben alle die gleichen Problemzonen (s. Skizze): Eine „Doppelkrone“, d. h. die Triebe wachsen parallel zum Hauptstamm (1); sich kreuzende oder reibende Äste (2); parallel wachsende Äste (3); offensichtlich Abgestorbenes (4); Wassertriebe (5); bodennahe Äste, an denen man sich leicht stoßen kann (6); Schößlinge aus dem Boden oder der Stammbasis (7). Achtung, Nadelgehölze treiben nicht wieder aus, wenn man sie bis ins unbenadelte Holz schneidet. Einzige Ausnahme sind die schnittverträglichen Eiben.

 

Diese Obstbaum-Sorten benötigen besondere Pflege

Quelle: selbst ist der Mann

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