Obst lagern

Obst lagern
Lagerung von Obst: Gleich nach der Erntezeit sollte man sich Gedanken um die richtige Lagerung und Konservierung machen, damit man lange etwas vom Obst hat.
Inhalt
  1. Lange Haltbarkeit dank behutsamem Pflücken
  2. Nüsse richtig aufbewahren

Ein Obstgarten bringt meist viel mehr Obst hervor, als man essen kann. Dann gilt es, das Obst aus dem eignen Garten fachgerecht zu lagern, um es haltbar zu machen. Wer Obst lagern möchte, sollte je nach Obstsorte ein paar Kniffe befolgen, damit die Ernte aus dem Obstgarten lange frisch bleibt. Mit einfachen Methoden lassen sich viele Obstsorten konservieren: Ob trocknen, einmachen oder mithilfe der richtigen Lagerung  – kleine Tricks helfen, mit gezielter Konservierung die eigene Obsternte länger aufzubewahren. Wer seine Ernte richtig einlagert, kann sich auch im tiefsten Winter mit frischen Vitaminen selbst versorgen.

Wenn die Natur im Herbst ihr Füllhorn über uns ausschüttet, purzeln so viele gute Dinge heraus, dass man aus dem Staunen kaum heraus- und mit dem Aufsammeln und Einmachen kaum nachkommt: Äpfel und Birnen, Mirabellen, Zwetschgen und Beeren, dazu Nüsse in Hülle und Fülle – was will man mehr! Der einzige Haken an der Sache: Es sind schlicht zu viele der Köstlichkeiten, um sie alle auf einmal zu verputzen. Zum Glück gibt es verschiedene Möglichkeiten, Obst zu konservieren oder haltbar zu machen und so selbst mitten im Winter die Süße des Sommers zu schmecken.

Zum langfristigen Lagern von Obst sind fast alle Obst- und Gemüsearten geeignet, bis auf weiche Pflaumen oder Beerenobst. Vor allem Kernobst sollte man nicht zu früh pflücken, dann sind die Früchte wenig aromatisch, überreife sind weniger haltbar: Wenn sich der Stiel leicht vom Ast löst, ist der richtige Erntezeitpunkt gekommen – auch wenn die Kerne schon eher dunkel werden.

 

Nur unbeschädigte Früchte werden eingelagert

Aber Achtung: Zum Einlagern von Obst eignen sich nur makellose Früchte. Sind sie beschädigt, haben Druckstellen, verbraucht man sie lieber gleich. Sie können erheblichen Einfluss auf die Haltbarkeit der Früchte nehmen, indem Sie beim Pflücken behutsam vorgehen und nur unbeschädigte Exemplare einlagern: Früchte mit Kratzern oder Druckstellen beginnen schnell zu faulen oder zu schimmeln. Sie können, wenn man es nicht rechtzeitig bemerkt, rasch das ganze Lager „anstecken“. Um Beschädigungen von vornherein zu vermeiden, sollten Sie Äpfel und Co daher nicht von der Leiter aus in Kisten und Körbe plumpsen lassen, sondern eine Pflücktasche verwenden, die Sie anschließend ausleeren. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass Sie die Hände freihaben und keine einhändigen Kletterpartien unternehmen müssen. Praxistipp: Achten Sie zudem darauf, die Früchte mit Stiel zu pflücken, um keine Eintrittspforte für Pilze und Bakterien zu schaffen. Früchte ohne Stiel oder mit Schadstellen sind für den Sofortverzehr bestimmt, werden eingemacht oder in die Mosterei gebracht – frisch gepresster Saft ist schließlich auch nicht zu verachten.

 

Lange Haltbarkeit dank behutsamem Pflücken

Eine Besonderheit weisen Zwetschgen und ihre nahen Verwandten, die großen runden Renekloden und die kleinen zuckersüßen Mirabellen, auf: Sie sind von einem feinen weißen Film überzogen, den viele Menschen für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, Schimmel oder etwas ähnlich Ungutes halten – dabei handelt es sich lediglich um eine natürliche Wachsschicht, die sogenannte „Beduftung“. Sie schützt die Früchte vor dem Austrocknen und sollte daher bei der Ernte möglichst vollständig erhalten bleiben, sonst verkürzt sich die ohnehin nicht allzu lange Haltbarkeit.

An einem dunklen und trockenen Platz bei Temperaturen von ein bis zwei Grad Celsius lassen sich makellose Früchte aber durchaus einige Wochen lang lagern, beispielsweise auf Stellagen aus Holz oder locker in gelochte Plastiktüten verpackt. Deutlich länger lässt sich Kernobst lagern, Äpfel noch besser als Birnen. Für beide Obstarten gilt: Frühe Sorten sind überwiegend zum Frischverzehr bestimmt, je später die Sorte, desto länger lassen sich die Früchte lagern – Birnen im Optimalfall bei einem Grad Celsius, Äpfel bei zwei bis vier Grad. Im Gegensatz zu Zwetschgen und anderem Steinobst, das stets reif geerntet werden sollte, da es nicht nachreift, unterscheidet man beim Kernobst Pflück- und Genussreife. Bei frühen Sorten fällt beides auf denselben Zeitpunkt: Lösen sich die Früchte durch vorsichtiges Drehen leicht vom Zweig, können Sie einen herzhaften Biss riskieren. Späte Sorten wie der Winterapfel ‘Boskoop’ hingegen entfalten ihr volles Aroma erst nach einigen Wochen im Lager. Als Faustregel gilt: Sind die ersten Früchte am Baum genussreif, können Sie die restlichen pflücken und einlagern. Wichtig, sowohl für Stein- als auch für Kernobst: Kontrollieren Sie das Obstlager regelmäßig und sortieren Sie faule Früchte umgehend aus, damit sich die Erreger nicht ausbreiten können.

 

Nüsse richtig aufbewahren

Regelmäßiges Wenden und Kontrollieren ist auch bei Nüssen angesagt: Haselnüsse können Sie je nach Sorte von Anfang September bis Ende Oktober einfach vom Strauch auf eine darunterliegende Plane schütteln, bei Walnüssen liest man einfach die heruntergefallenen Nüsse auf und befreit sie von den oft noch anhaftenden Schalen. Auf mit Kaninchendraht bespannten Holzrahmen an einem warmen, trockenen und luftigen Ort wie Dachboden oder Heizungskeller aufbewahrt, halten sie dann mitunter sogar bis zur nächsten Ernte im Folgejahr.
Fotos: Istockphoto, Petra Bork, Uschi Dreiucker

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