Multimedianetzwerk

Multimedianetzwerk
Inhalt
  1. Vor- und Nachteile eines Multimedianetzwerkes
  2. Heimnetzwerk für die Computer-Nutzung
  3. Telefonieren im Internet
  4. Webradio und IP-TV
  5. Voice over IP
  6. Daten-Übertragung via Bluetooth

Internet, Telefon und Radio: Multimedianetzwerke können verschiedene Medien im ganzen Haus praktisch verlustfrei nutzbar machen. Die einzige Voraussetzung ist ein funktionierender Internetanschluss. In einem Multimedianetzwerk können Sie mit den entsprechenden Multimediageräten digitale Medien untereinander austauschen. Ein Multimedia-Netzwerk können auch Sie selbst aufbauen.

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Sind die Verbindungen im heimischen Netzwerk erst einmal geknüpft, können Daten problemlos zwischen den angeschlossenen Computern ausgetauscht werden. Voraussetzung ist, dass zumindest einige der Nutzer Bereiche auf ihrer Festplatte für einen fremden Zugriff freigeben. Dann können sich die anderen Nutzer im Netzwerk anmelden und auf diese Bereiche wie zum Beispiel auf eine eigene Festplatte zugreifen. Ähnlich können auch an einzelne Computer angeschlossene Drucker für die gemeinsame Nutzung im Netzwerk freigegeben werden.

Seit Anfang der Neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts schwirrt der Begriff "Multimedia" durch die Medienlandschaft. Denn damals hatte man die ersten technischen Möglichkeiten, Inhalte, die nicht nur aus einem digitalen Medium bestanden, mittels Computer-Technologie digital zu verarbeiten. Multimediale Inhalte, die oft digital sind, bestehen in der Regel aus einzelnen Medien wie zum Beispiel Text, Fotografie, Grafik, Animation, Audio und Video. Allerdings gibt es keine eindeutige Definition für den Begriff "Multimedia". So ist zum Beispiel auch ein Kinofilm mit Ton multimedial, der sich durch die gleichzeitige Präsentation von Inhalten aus verschiedenen Kanälen bedient. Dort laufen durch die Konvergenz die beiden unterschiedlichen Medien fürs Auge und fürs Ohr zeitgleich zusammen und schaffen ein multimediales Erlebnis für den Konsumenten. Ein Multimedianetzwerk, das mit dem Internet verbunden ist, bringt ebenfalls simultan ablaufende unterschiedliche Medien, zum Beispiel beim Streaming durch IPT-V, für den Internetnutzer zusammen.

 

Vor- und Nachteile eines Multimedianetzwerkes

 

Heimnetzwerk für die Computer-Nutzung

Das funktioniert übrigens auch über die verschiedenen Systemwelten hinweg – so kann man zum Beispiel mit einem Apple-Rechner Daten auf einem PC-System ablegen oder dessen Drucker nutzen.

Auch spielt es bei der praktischen Anwendung keine Rolle mehr, ob die einzelnen Computer über LAN, Power-LAN oder WLAN angebunden sind. Die verschiedenen Übertragungswege erlauben eine gemeinsame Nutzung und werden bei der Datenübertragung nicht mehr erkannt – die Übertragungstechnik bleibt für die Nutzer unsichtbar.

Allerdings ist die Geschwindigkeit der Datenübertragung je nach Übertragungsweg unterschiedlich schnell – das macht sich vor allem bemerkbar, wenn zum Beispiel über das Netzwerk auf Videodateien zugegriffen werden soll.

Übertragungsmöglichkeiten: Zwar sollten möglichst alle Verbindungen zentral zusammengeführt werden – hier am Patchfeld im Keller A –, doch mit WLAN B und Power-LAN C gibt es Alternativen zur Kabelverlegung. Bluetooth D sorgt für eine kabelfreie Anbindung von Zubehör.

 

Telefonieren im Internet

Ein Computernetzwerk kann aber noch mehr: So können auch zum Beispiel Telefongespräche und Radioprogramme übertragen werden. DSL-Kunden telefonieren in der Regel über das Internet, ohne dies bei ihren Gesprächen zu bemerken. Die entsprechende Wandlung der analogen Sprache in die digitalen Datenpakete übernimmt der Router. Er sorgt auch für den automatisierten Verbindungsaufbau.

Die bislang üblichen analogen Telefon-Endgeräte können dabeu weiter genutzt werden. Sie werden direkt an den DSL-Router angeschlossen. Es gibt aber auch speziell für den direkten Anschluss an LAN oder WLAN vorgesehene internetfähige IP-Telefongeräte.

 

Webradio und IP-TV

Mit entsprechend schnellen Internetverbindungen kann man auch Radio hören oder gar fernsehen. Dazu greifen Computer oder spezielle Endgeräte auf sogenannte Streams (Datenströme) zu, die kontinuierlich oder auf Abruf (on demand) übertragen werden. Während man für den Empfang entsprechender Fernsehprogramme derzeit noch auf einen Computer (oder eine Set-Top-Box, die dann an den Fernseher angeschlossen wird) angewiesen ist, kann man Internet-Radio schon über spezielle Geräte empfangen, die eigenständig auf die entsprechenden Audiostreams im Internet zugreifen. Voraussetzung für den Betrieb ist eine Internetverbindung, die diese Geräte dann mitnutzen – entweder über ein Netzwerkkabel oder über WLAN.

Der Reiz dieser Technik liegt darin, dass über Internet ein weltweiter Zugriff auf viele tausend Radioprogramme möglich ist. Die Auswahl erfolgt an Internetradios anhand eines Displays, in dem die Radiostationen nach Musiksparte und Herkunftsland ausgewählt werden können. Meist können zusätzlich Musikdateien gehört werden, die auf einem Computer im Netzwerk für diesen Zweck bereitgestellt werden. Der Betrieb eines Internetradios benötigt allerdings eine gewisse Bandbreite im Netzwerk, die dann nicht mehr für den übrigen Datenaustausch zur Verfügung steht – im privaten Netzwerk stört dies allerdings kaum.

 

Voice over IP

Bei der Internet-Telefonie – auch bezeichnet als IP-Telefonie oder VoIP (Voice over IP) – erfolgt die Übertragung von Telefongesprächen mit über das Computernetzwerk.

Die Internet-Telefonie wird meist im Zusammenhang mit einem DSL-Internetanschluss angeboten und beinhaltet dann üblicherweise eine Flatrate – es wird also anstatt einzelner Gespräche nur eine Pauschalgebühr abgerechnet. Als Kunde eines entsprechenden DSL-Anbieters bemerkt man in der Regel keinen Unterschied zur klassischen Telefonverbindung, obwohl die Sprache auf ganz anderem Wege – digitalisiert in Datenpaketen – versendet wird.

 

Daten-Übertragung via Bluetooth

Handy und Headset können auch mit einem Bluetooth-fähigen Telefon leitungslos gekoppelt werden. So können sogar Handygespräche mit dem Mobilteil des Telefons entgegengenommen werden – oder man telefoniert gleich mit dem Headset und behält beide Hände frei. Das Headset funktioniert auch mit CD- und Mp3-Playern.

Die in den Netzwerken verwendete WLAN-Funktechnik ist verwandt mit dem Funkstandard Bluetooth, der allerdings nicht im Netzwerk selbst genutzt wird, sondern der Anbindung von Zubehör und Peripheriegeräten dient. Zwar werden auch hier Mikrowellen genutzt, doch die Reichweite liegt mit maximal rund 10 Metern deutlich unter der von WLAN. Seit etwa 10 Jahren ersetzt Bluetooth die bis dahin verbreitete Infrarot-Technik (zum Beispiel eine Fernseher-Fernbedienung), die immer einen Sichtkontakt zwischen den Geräten voraussetzte.

Das Headset wird per Steckerlader geladen – genug für 8 Betriebsstunden.

Funkfähige Geräte können per Bluetooth mit der Basisstation gekoppelt werden.

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Quelle: selbst ist der Mann

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