Mulchen

Rasenschnitt, Holzhäcksel oder Rindenerde: Mulch ist mehr als bloß ein Verdunstungsschutz. Mulch ist ein Sonnenschirm für den Boden und schützt seine Bewohner vor extremen Temperaturschwankungen sowie vor Austrocknung. Zudem dämpft Mulch sommerliche Platzregen und unterdrückt als zentimeterdicke Schicht Unkräuter.

Wir kennen es doch von uns selbst: Ist man praller Sonne ausgesetzt, wird man träge, hat Durst und absolut keine Lust auf Arbeit. Den Bodenlebewesen, ob nun Einzeller oder Regenwurm, geht's genauso. Heizt sich der Boden auf, ziehen sie sich in tiefere Schichten zurück und vergessen ihre Arbeit – die Produktion von krümeligem Boden. Ein Sonnenschirm aus Mulch wirkt wahre Wunder.

 

Hornspäne vor Rindenmulch aufbringen

Frische Holzhäcksel sind eine preiswerter Bodenschutz als Mulchmethode im Garten und fallen beim Häckseln von Zweigen und anderem Schnittgut massenweise an. Die Häcksel sind für Mikroorganismen leicht verdaulich, enthalten aber kaum Stickstoff. Daher schnappen sich die Mikroben zunächst den Stickstoff aus dem Boden, die Pflanzen gehen leer aus. Als Folge verkümmern gemulchte Pflanzen und bekommen gelbe Blätter, besonders junge Stauden. 

Daher vor dem Mulchen unbedingt Hornspäne auf dem Boden verteilen! Hornspäne sorgen für die Extraportion Stickstoff und die Pflanzen kommen nicht zu kurz. Beim erneuten Düngen im nächsten Jahr harken Sie den Mulch von den Pflanzen weg und streuen wieder Hornspäne. Praxistipp: Abgelagerter Rindenhumus oder reifer Kompost hat den Rotteprozess schon hinter sich und wird von den Mikroorganismen daher in Ruhe gelassen, beide können ohne zusätzlichen Dünger aufs Beet.
Neben Holzhäckseln, zerhackter Baumrinde, reifem Kompost und getrocknetem Rasenschnitt eignen sich auch Kieselsteine oder Xylith zum Mulchen. Xylith wird auch in torffreien Erden verwendet. Im Gegensatz zum Rindenhumus behält Xylith im Beet seine dunkle Farbe und bekommt noch einen silbrigen Glanz.

 

Tipp: Rosen mulchen

Rosen anhäufeln mit Mulch: Bevor der Frost kommt, müssen empfindliche Pflanzen im Garten geschützt werden. Gerade Edelrosen müssen angehäufelt werden, damit die Veredelungsstelle nicht erfriert. Compo hat nun einen speziellen Winterschutz mit Doppel-Nutzen entwickelt.

Da verspricht Compo mit dem neuen Winterschutz (www.compo-hobby.de, ca. 8 Euro für 20 Liter) sogar einen doppelten Nutzen: Das Substrat wird bei Rosen etwa 20 cm hoch um die Veredelungsstelle angehäufelt, bei anderen sommergrünen Gehölzen wird die Sprossbasis bedeckt. Das Material sorgt für ausreichende Luftzufuhr, soll bei Regen oder Schnee jedoch nicht verschlämmen. Im Frühjahr wird es dann in die Erde eingearbeitet, die enthaltenen Nährstoffe sorgen für eine Bodenverbesserung.

Praxistipp: Auch im fortgeschrittenen Winter ist es noch ratsam, die Veredelungsstellen von Rosen durch Anhäufeln vor (spätem) Frost zu schützen. Winterstürme und Kleintiere können den schützenden Erdwall schon zerstört haben, so dass die empfindliche Veredelungsstelle mittlerweile schutzlos offen liegt.

Fotos: Thomas Heß

Quelle: Sonderheft 4 / 2014

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