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Konnys Tipp der Woche - Beitel richtig schärfen
Auswanderer Konny Reimann hat wieder einen Heimwerker-Tipp für Euch – diesmal: Beitel schleifen.
Ob Beitel, Schruppröhre oder Hobel: Mit stumpfer Klinge können schneidende Werkzeuge gefährlich werden – außerdem leidet natürlich auch das Arbeitsergebnis.
Die Frage, wie schneidende Handwerkzeuge fachlich korrekt nachgeschärft werden, kann man diskutieren, bis der Arzt kommt, das mal vorweg …
Ich sag‘ Euch, wie ich’s machen würde.
Optimal scharf mit Abziehstein
Unumstritten werden leichte Unschärfen am besten mit einem Abziehstein beseitigt. Dazu wird die Schneide mit ihrer Fase auf den mit Wasser oder Öl benetzten Abziehstein aufgelegt und dann in kreisförmigen Bewegungen etwa ein Dutzend Mal über den Stein geführt, bis die Fase gleichmäßig glänzt – eine Arbeitsweise, die auch Amateure hinkriegen (Fotostrecke: Bild 4). Um den an der Schneide entstehenden Grat zu entfernen, wird das Eisen anschließend mit der anderen, flachen Seite – dem Spiegel – auf den Abziehstein gelegt und ebenfalls in kreisenden Bewegungen abgezogen (Fotostrecke: Bild 5).
Fotostrecke: Beitel richtig abziehen
Mit einem so behandelten Eisen kann man zwar schon wieder gut arbeiten – manche Profis empfehlen allerdings, die Schneide zusätzlich auf einem Leder abzuziehen und damit den Stahl im Bereich der Schneide noch etwas feiner zu glätten (Fotostrecke: Bild 6), was wohl stimmt – ich hab‘ das selbst allerdings noch nie gemacht. Aber was tut man, wenn das Eisen schon sehr stumpf ist und ein Abziehen nicht mehr ausreicht?
Zubehör zum Schärfen
NASS ODER TROCKEN SCHLEIFEN
Im Profibereich haben sich sogenannte Nass-Schleifmaschinen etabliert, bei denen ein feinporiger Schleifstein im Wasserbad langsam rotiert. Sehr viel preiswerter ist freilich die Nutzung einer üblichen Doppelbock-Schleifmaschine, auf der zwei verschiedenporige Steine mit hoher Drehzahl rotieren. Solche Maschinen sind schon für weniger als 30 Euro zu haben – Nass-Schleifmaschinen kosten dagegen mit erforderlichem Zubehör schnell über 300 Euro. Ich selbst komme mit einer Doppelbock-Schleifmaschine aus, die allerdings auch Diamant-Schleifscheiben hat somit sehr fein arbeitet.
Produkt-Info: Nass-Schleifmaschine
Achtung, Kollegen: Die Arbeit an einem schnell rotierenden Schleifstein erfordert einige Übung – denn aufgrund der hohen Reibung am Stein können hohe Temperaturen entstehen, die das Eisen ausglühen lassen. Das solltet Ihr verhindern, denn bei starker Erhitzung verliert das Metall seine Härte – das Eisen würde dann bei der Benutzung umgehend wieder stumpf. Deshalb sollte das Eisen nur mit geringem Druck auf dem Stein geführt werden, unbedingt empfehlenswert ist außerdem eine regelmäßige Kühlung der Schneide in einem Wasserbad. Es darf auf keinen Fall eine Schwarzfärbung der Klingenspitze auftreten, die auf eine zu starke Erhitzung hindeutet.
Praxis-Tipp: Ausgeglühte Schneiden
Fotostrecke: Rundeisen richtig abziehen
Ein sauberer Anschliff – das werdet Ihr schnell feststellen – erfordert mit dieser Arbeitstechnik etwas Geduld und Übung. Nach dem Schliff sollte dann jede Klinge wie beschrieben abgezogen werden – wobei Abziehsteine für die Benutzung mit Wasser oder Öl angeboten werden. Beide Verfahren führen zum Ziel – natürlich hat jeder Profi auch in diesem Bereich so seine Vorlieben. Um auch Rundeisen abziehen zu können, solltet Ihr auch einige Formsteine anschaffen, mit denen Innenwölbungen und Innenkanten sauber abgezogen werden können.
























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