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Druckluft dank Kompressor

redakteur
LupeKompressor: Arbeiten mit Druckluft

Druckluftwerkzeuge sind bei umfangreichen Projekten im Innenausbau eine Alternative zu ihren oft größeren und schwergewichtigen Verwandten aus der Elektrowerkzeug-Fraktion. Wie Sie mit Druckluft arbeiten und welcher Kompressor für Sie geeignet ist, erfahren Sie hier.

 

Zur Bauanleitung

Vergleichsweise leicht, kompakt und preiswert sind Druckluftwerkzeuge – auch wenn die Entwicklung kleiner Elektrowerkzeuge die luftgetriebene Konkurrenz in einigen Anwendungsbereichen bedrängt. Viele Heimwerker scheuen die Druckluft-Technik, weil zunächst einmal ein Kompressor gekauft werden muss. Denn damit relativiert sich der Kaufpreis der preiswerteren Einsatzwerkzeuge. Ein Markenkompressor mit Luftreserven für kräftige Anwendungen wie Schleifen oder Schrauben kostet schnell mehr als 500 Euro. Gefordert sind hier nicht so sehr ein hoher Betriebsdruck, sondern vielmehr eine hohe Luftleistung – also sozusagen die Ausdauer.

Kompressor: Kesselgröße bestimmt Leistung

Gefördert wird sie durch den stets zur Ausstattung gehörenden Druckluftbehälter, auch Kessel genannt. Der die Luft komprimierende Kolben füllt zunächst diesen Puffer, aus dem dann die benötigte Druckluft entnommen wird. So ist die Arbeit mit einem gleichmäßigen Druckluftstrom möglich, außerdem sind kurzfristig Luftmengen entnehmbar, die der Kolben in „Echtzeit“ nicht liefern könnte. Die Größe des Kessels hat deshalb einen gewissen Einfluss auf die Arbeitsmöglichkeiten: Ist sein Volumen zu klein, so muss der Kompressor sehr bald wieder anlaufen, wenn Druckluft entnommen wird. Ist er zu groß, muss der Kompressor sehr lange laufen, um genügend Druck im Behälter aufzubauen, es wird also Energie verschwendet.

Druckluft nutzen

Wie bei jeder Luftpumpe wird im Kompressor ein Kolben bewegt, der für die Verdichtung der Luft sorgt. Angetrieben wird er über einen entweder direkt angeflanschten oder per Riemen angekoppelten Elektromotor, wobei das richtige Leistungsverhältnis dieser beiden Komponenten über die Effi zienz des Kompressors entscheidet. Eine hohe Leistung des Elektromotors nützt wenig, wenn der Kolben diese Energie nicht in eine große Druckluftmenge verwandeln kann. Da bei der Komprimierung von Luft zwangsläufig Wärme entsteht, sollte der Verdichter möglichst große Kühlrippen aufweisen, außerdem wird das Aggregat mit einem Lüfter aktiv gekühlt. Beim Abkühlen der Druckluft fällt dann im Kessel physikalisch bedingt Kondenswasser an. Damit ist dieses Bauteil rostgefährdet und wird deshalb entweder von vornherein dickwandiger ausgeführt oder – meist bei hochwertigen Kompressoren – innen rostschützend beschichtet. Das Kondensat sollte auf jeden Fall regelmäßig aus dem Kessel entfernt werden – dafür gibt es eine spezielle Ablassschraube.

Druckluft für die Werkstatt

Mit dem passenden Druckluftwerkzeug geht es dann an die Arbeit – doch Vorsicht: Einige rotiende Druckluftwerkzeuge benötigen ölhaltige Luft für die Schmierung. Es muss dann ein sogenannter Druckluftöler zwischengeschaltet werden, der automatisch eine geringe Ölmenge zur Druckluft hinzudosiert – sonst verkürzt sich die Nutzungsdauer des entsprechenden Werkzeugs dramatisch. Bei anderen Anwendungen – etwa der Arbeit mit der Ausblaspistole oder einer Spritzpistole – würde das beigemischte Öl natürlich stören, hier darf also kein Öler zwischengeschaltet sein. Viele vor allem bessere Geräte haben deshalb zwei Luftanschlüsse. Auch bei Druckluftwerkzeugen gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede. So sind gute Geräte oft erheblich leiser als Billigmodelle, auch lassen sie sich besser handhaben. Insgesamt sind Druckluftwerkzeuge allerdings bei sachgerechter Nutzung erfreulich langlebig.

Fotos: Archiv; Metabo, Schneider Druckluft


 
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