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Konnys Tipp der Woche - Dielen abschleifen und neu versiegeln

redakteur
LupeKonnys Tipp der Woche - Dielen abschleifen und neu versiegeln

Auswanderer Konny Reimann hat wieder einen Heimwerker-Tipp für Euch – diesmal: Holzboden – Dielen versiegeln.

Zur Bauanleitung

Ihr kennt das: Da wurden vom Vermieter oder vorherigen Eigentümer in aufwendigen Aktionen alte Dielen mit Spanplatten und einem grauen Teppich- oder PVC-Boden überdeckt. Dabei ist doch ein alter Dielenboden absolut sehenswert und beliebt. Wollt auch Ihr dem alten Dielenboden neuen Glanz einhauchen, lässt sich dies mit geeigneten Schleifmaschinen problemlos selbst bewerkstelligen. Die wichtigsten Arbeiten sind abschleifen und versiegeln!

Auf die Körnung kommt es an

Dielen schleifenSchleifmaschinen kann man sich für relativ wenig Kohle ausleihen. Außerdem benötigt Ihr für die Maschine geeignetes Schleifpapier, Holzkitt und eine Versiegelung. Mindestens drei Schleifgänge müssen immer sein. Bei normal abgenutztem Boden (oder neuen, unbehandelten Dielen) beginnt Ihr mit Körnung 40, dann mit 80 und zum Schluss geht Ihr nochmal mit einer 120er Körnung drüber. Ein stark abgenutzter Holzboden sollte viermal und zunächst auch mit gröberem Papier geschliffen werden: Erst mit 24er Körnung, dann 40er, 80er und beim letzten Schleifgang mit 120er Körnung. Möchte man ganz akkurat arbeiten, nimmt man für den Feinschliff (120er Körnung) keine Walzenschleifmaschine, sondern einen leichteren Tellerschleifer. Denn: Das schwere Walzengerät kann unter Umständen leichte Spuren auf der Holzoberfläche hinterlassen. Das Ausleihen eines Tellerschleifers ist natürlich mit zusätzlichen Kosten verbunden – müsst Ihr wissen. Außerdem muss abgewogen werden, ob man unbedingt eine Kantenschleifmaschine benötigt.

Schützende Versiegelung

Nachdem der Boden geschliffen ist, muss er gesäubert und versiegelt werden - mit Lack, Öl oder Wachs. Außer bei Öl oder Wachs bleibt auch bei manchen Lacken das natürliche Erscheinungsbild des Holzes erhalten. In jedem Fall rate ich Euch, die Mittel schon vor dem Kauf auf einer ausreichend großen Holz-Testfläche auszuprobieren. Achtet außerdem darauf, ein lösemittelfreies Produkt zu kaufen; das riecht nicht so streng und belastet Atemwege und Gesundheit weniger. Der Zusatz von Lösemitteln ist auf der Verpackung angegeben. Da es keine allgemeingültige Verarbeitunganleitung gibt, solltet Ihr entsprechende Hinweise auf den Gebinden unbedingt beachten. Bei manchen Produkten kann man beispielsweise auf Zwischenschliff und Grundierung verzichten, bei anderen wiederum nicht.

Boden versiegelnIn jedem Fall ist das Motto „Viel hilft viel“ bei der Versiegelung unangebracht – die Mittel lieber dünn und höchstens in drei Schichten aufgetragen werden. Im Beispiel wurde der Boden nicht nur versiegelt, sondern vorher noch mit Beize behandelt. Diese wird nach der Reinigung des Bodens mit einem Mopp oder Schwamm aufgetragen. Aber Vorsicht: Wie dunkel das Holz letztlich wird, erkennt man erst nach etwa 12 Stunden Trocknungszeit. Probiert die Beize deshalb lieber erst an einer kleinen Stelle aus.

 


 
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