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Stuhlreparaturtipps

Stühle müssen was aushalten. Besonders, wenn Kinder im Spiel sind. An die Reparatur eines wackeligen Stuhls wagen sich jedoch nur wenige. Dabei ist es gar nicht so schwer. Sehen Sie selbst!
Einen Stuhl zu reparieren, der das ge-
samte Lebendgewicht eines ausge-
wachsenen Menschen sicher tragen soll, flößt Respekt ein. Zu krass wirkt offenbar die Vorstellung, damit unverhofft und schmerzhaft zu Boden zu gehen. Aber
mit dem richtigen Werkzeug und mo-
derner Klebertechnologie ist es eigentlich kein Problem, auch umfangreichere Reparaturen nachhaltig und sicher auszuführen.
Stuhlreparatur - Schritt für Schritt
PRAXIS-TIPP: Lehne ab, Beine locker - Schritt für Schritt
Alten Leim und lose Teile entfernen
Wichtig für dauerhafte Leimverbindungen ist neben einwandfreien Klebeflächen
das Pressen, bis der Leim trocken ist. Es reicht nicht, Leim in Ritzen oder Fugen zu füllen. Entfernen Sie alten Leim und lose Teile sorgfältig. Dazu müssen Sie lockere Verbindungen wie rechts gezeigt ganz lösen. Hilfreich dabei: Einhandzwingen, die Sie, wie in Bild 3 (Schritt für Schritt-Anleitung) gezeigt, von Spannen auf Drücken umstellen können. Dazu den Zwingenkopf aus seiner Position am Schienenende lösen und am anderen Ende wieder befestigen. Weiterer Vorteil: ihre gummierten Schonbacken, die Zulagen überflüssig machen.
Beim Trennen lockerer Zargenecken-Verbinder mit dem Beitel ist Kraft nötig. Daher legen Sie möglichst ein Stück Pappe auf die Arbeitsfläche, um Kratzer im Lack des Stuhls zu vermeiden. Nützlich für die Arbeit ist ein Tisch mit teilbarer Platte, deren Teile ebenfalls als Spannbacken genutzt werden können (Bild 6 - Schritt für Schritt)). Sie werden mittels Pedalen bewegt und bieten auch Raum zur Fixierung von Werkstücken (Bild 7 - Schritt für Schritt). Beim Dübelausbohren ist es wichtig, das alte Loch genau zu treffen. Sonst passt beim Zusammenbau das Gegenstück nicht. Beim Zielen hilft eine Dübellehre mit verstellbarem Anschlag, die obendrein den Bohrer führt.
Zwei-Komponenten-Klebespachtel ersetzt an denjenigen Verbindungen den Holz-
leim, wo zugleich Ritzen oder Ähnliches gefüllt werden müssen. Nach dem Aushärten lässt er sich wie gewachsenes Holz sägen, bohren, fräsen oder schleifen. Das Anmischen im Verhältnis 1:2 ist einfach: zwei Stränge Harz und einen Strang Härter verrühren und gleich verarbeiten.
Sind Vorder- und Hinterbeine zusammengefügt, richten Sie diese so aus, dass alle den Boden berühren. Dazu reicht es schon, die Zwingen beim Ansetzen nur geringfügig zu verschieben.

PRAXIS-TIPP: Den Überblick behalten
Holzleim sollten Sie zügig verarbeiten. Legen Sie
daher alle Teile zur korrekten Zuordnung gekenn-
zeichnet bereit. Und überlegen Sie vorher, in
welcher Reihenfolge Sie vorgehen.
KONTAKTADRESSEN
Einhandzwingen, Spanntisch, Bohrlehre:
Wolfcraft, Telefon: 02256/51-0
Ponal-Reparaturklebespachtel:
Henkel, Telefon: 0211/797-8272
Fotos: Wolfcraft
















