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Möbel aus Müll bauen

LupeRecycling-Trend: Möbel aus Müll selber bauen

Dass aus Müll Kunst geschaffen werden kann, haben viele bekannte Künstler bereits bewiesen. Möbel, die aus Müll und Alltagsgegenständen gebaut werden, fristeten bisher noch eher ein Schattendasein. Doch mittlerweile zeichnet sich ein neuer Trend ab und viele gehen dazu über, aus alten Möbeln und Müll schöne neue Einrichtungsgegenstände zu bauen.

Sicher ist dieser Trend auch dem stetig wachsenden ökologischen Bewusstsein geschuldet. Einer der Hauptgründe dieses erfolgreichen Trends ist aber, dass die selbstgebauten Möbelstücke einfach fantastisch aussehen.

Der Kreativität sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Ob nun Gartenmöbel aus Einwegpaletten, Tische aus Weinkisten oder Leuchten aus Eisstielen – im Grunde ist alles möglich. Im Folgenden werden zwei Beispiele erläutert, die zum einen aufzeigen, wie alte Möbel restauriert werden und zum anderen wie aus alten Möbeln Neue entstehen können.

Holzmöbel restaurieren: Den alten Stuhl wieder auf Vordermann bringen

Alte Fundstücke auf dem Speicher der Oma sind meist viel zu schade, um auf dem Sperrmüll zu landen. Zudem sind alte Möbel im Vintage-Look mehr denn je im Trend und Hingucker in jeder Wohnung. Bei der Restauration ist auf folgende Schritte zu achten:

  1. Alle wichtigen Materialien und Werkzeuge im Vorfeld zusammen suchen.
  2. Alten Lack entfernen (je nach Stuhl):
  3. Abbeizer auftragen (am besten im Freien) und warten bis er Blasen wirft.
  4. Mit einem Spachtel Lack entfernen. c. Restlichen Abbeizer mit Lappen und Wasser entfernen.
  5. Holzstuhl abschleifen bis keine Unebenheiten am Stuhl zu erkennen sind.
  6. Mit Holzpaste können letzte Risse oder Macken aufgefüllt werden.
  7. Stuhl wird im letzten Schritt schließlich geölt, gewachst und schließlich mit einem Lack zum Schutz bestrichen.

Genaue Informationen zum Vorgehen gibt es hier.

Aus Alt mach Neu: Der alte Schrank wird zum individuellen Tisch

Soll eine neue Einrichtung beispielsweise für das Wohnzimmer her und es lassen sich keine Abnehmer der alten Möbel finden, müssen nicht alle Möbelstücke auf dem Sperrmüll landen. Aus den Wandteilen eines Schrankes oder des Regals kann mit nur wenigen Schritten ein einzigartiger Fernsehtisch in Eigenregie angefertigt werden. Hierfür wird zusätzlich neben den ausgewählten Schrankwänden und dem allgemeinen Werkzeug nur eine Transporthilfe bzw. ein Möbelroller benötigt. Zunächst müssen die einzelnen Schrankwände zugeschnitten werden, am besten mit einer elektrischen Säge. Hierfür ist der Möbelroller als Messbasis zu nutzen. Benötigt werden beispielsweise vier Flächen – drei Seiten und eine Deckplatte. Die vierte Seite bleibt offen und kann als Stauraum genutzt werden. Dann werden die Seitenteile an den Möbelroller mit Schrauben befestigt, zunächst die gegenüberliegenden kurzen Seiten, dann die Lange. Zum Schluss kommt die Deckplatte oben drauf, die ebenfalls mit Schrauben zu befestigen ist. Je nach Geschmack kann natürlich die Farbe der Schrankwände geändert werden, indem wie beim Stuhl zunächst der alte Lack entfernt und schließlich neuer Lack oder Farbe aufgetragen wird. Dieser Schritt ist im Vorfeld, vor dem Zusammenbauen, zu tätigen.

Dennoch können nicht aus allen alten Dingen neue Möbel oder Einrichtungsgegenstände hergestellt werden. Demnach gehört eine fachgerechte Mülltrennung und –entsorgung zu den wichtigsten Aspekten für eine bestmögliche Weiterverarbeitung und Nutzung. Der Begriff „Recyceln“ steht demnach auch für eine umweltfreundliche Müllentsorgung, weshalb im Folgenden die wichtigsten Fragen rund um dieses Thema beantwortet werden.

Wie umweltfreundlich ist die Müllentsorgung in Deutschland wirklich?

Für den Umweltschutz gilt Deutschland international als Musterbeispiel. In keinem anderen Land wird der Müll so akribisch getrennt. Privathaushalte sind dazu angehalten, den Müll fein säuberlich getrennt in ihren von der Stadt zur Verfügung gestellten Mülltonnen zu entsorgen. So stehen vor jedem Haus eine Papier-, Bio- und Restmülltonne sowie eine gelbe Tonne für Plastik. Wer seinen Müll falsch trennt oder die Mülltonnen zu voll macht, der muss mit Bußgeldern rechnen oder die Mülltonnen werden einfach nicht geleert.

Das Entsorgen von Weiß-, Braun- und Grünglas sowie Batterien oder Elektroschrott erfolgt noch einmal gesondert. Ebenso auch Sperrmüll, Bau- und Gewerbeabfall. Für Bauschutt muss beispielsweise ein spezieller Container bei einer Fachfirma (Informationen gibt es z. B. beim Entsorgungsfachbetrieb Kati GmbH) geordert werden.

Seit mehr als 16 Jahren trennen nun die Deutschen fleißig ihren Müll und trotzdem existieren immer noch viele Halbwahrheiten über das Mülltrennungssystem, was die Verbraucher immer wieder verunsichert.

Nützt die Mülltrennung der Umwelt?

Abfallexperten bewerten die Mülltrennung von Papier und Glas als durchaus positiv und sinnvoll und zwar aus den folgenden Gründen:

  • Recyclingquote von Papier liegt bei 83 Prozent
  • Altpapier kann bis zu fünfmal wiederverwertet werden
  • Kartons bestehen zu 90 Prozent aus Recyclingfasern
  • 82 Prozent aller Gläser und Flaschen recycelt
  • Glas kann ohne Qualitätsverluste immer wieder eingeschmolzen werden

Die gelbe Mülltonne sehen die Abfallexperten mit skeptischen Augen, da hierin Leichtverpackungen (z. B. Tetrapaks, Joghurtbecher, Konserven etc.) enthalten sind. Zwar ist das Recyceln von Dosen unproblematisch, aber dafür das Sortieren und Aufbereiten von Kunststoff wesentlich aufwendig und kostenintensiver, weshalb nur etwa die Hälfte wiederverwertet wird.

Wie wichtig ist das Recyceln für den Klimaschutz?

Die Mülltrennung allein ist keine Erleichterung für das Klima, sondern das Deponieverbot für unbehandelten Müll. So ging die schädliche Methanemission seit dem Jahr 1990 um etwa 80 Prozent zurück. Nur dann, wenn die Müllverbrennungsanlagen die produzierte Energie optimal nutzen und diese in Fernwärmenetze und Stromnetze einspeisen, nützt es dem Klima. Allerdings besteht bei dieser Kraft-Wärme-Kopplung noch Nachholbedarf. Obwohl 80 Prozent möglich sind, erreichen viele Müllverbrennungsanlagen lediglich 20 Prozent.

Abbildung 1: Bildquelle: Pixabay.com © Geralt (CC0 1.0)
Abbildung 2: Bildquelle: Pixabay.com © PublicDomainPictures (CC0 1.0)
Abbildung 3: Bildquelle: Pixabay.com © Hans (CC0 1.0)


 
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