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Drechseln: Die letzte Runde

redakteur
Drechseln: Die letzte Runde

In dieser Folge zeigen wir Ihnen die noch fehlenden Formen des Langholzdrehens. Danach gehts ans Querdrehen: Sie sehen, wie eine Schale entsteht. Wer nun nach vier Teilen Theorie noch unsicher ist, dem empfehlen wir einen Drechselkurs.

Um die Vorstellung der Techniken beim Langholzdrehen in der vorigen Ausgabe zu vervollständigen, zeigen wir Ihnen diesmal noch, wie Sie eine Platte stechen und eine Abstufung drechseln. Bevor wir zum Querdrehen kommen, folgt als letzte Grundform der Karnies, der als die reizvollste gilt: Er lässt dem individuellen Empfinden den größten Gestaltungsspielraum.

Alle, die erst an dieser Stelle auf unsere Drechselserie stoßen, weisen wir auch diesmal darauf hin, dass Drechseln ein traditionelles Kunsthandwerk und keine Wissenschaft ist. So sind oft viele Techniken für ein und dieselbe Drech-selform und verschiedene Begriffe für ein und dasselbe Werkzeug überliefert.

Entscheidend für den individuellen Erfolg ist erst die eigene Drechselpraxis, die sich zum Beispiel gut auf einen Drechselkurs gründen lässt.

Platte, Abstufung und Karnies

Beim Drechseln einer Platte führen Sie lediglich den Abstechstahl immer wieder senkrecht heran, bis der gewünschte Durchmesser erreicht ist. Um die Platte zu schlichten, halten Sie den Abstechstahl ebenfalls senkrecht, bewegen ihn jedoch auf der Werkzeugauflage seitlich hin und her.

Die Abstufung besteht aus der senkrechten Flanke und einer Schräge. Das Schlichten geschieht nur mit der Spitze des Flachmeißels, während der Ballen voll auf der Werkzeugauflage liegt. Karnies wird der Übergang vom Rundstab zur Hohlkehle genannt, eine Wellenform, deren Verlauf frei gestaltbar ist. Je nachdem, wie kräftig oder flach der Schwung ausfallen soll, wird er mit der Röhre oder dem Drehmeißel gedrechselt.

Das Querholzdrechseln widmet sich breiten horizontalen Flächen wie zum Beispiel Tellern, Schalen oder Leuchterfüßen. Im Gegensatz zum Langholzdrechseln verläuft dort die Maserrichtung quer zur Längsachse der Drechselbank. Und gedrechselt wird sowohl im Querholz (Fläche) als auch im Hirn- und Langholz (Kante).

Der üblicherweise auf einer Planscheibe (Bild 2), an einem Schraubfutter oder einem Backenfutter fixierte Rohling wird nur an einer Seite der Drechselbank eingespannt. Umso wichtiger ist es, das Werkstück sicher zu montieren. Diese Art zu arbeiten nennt man auch fliegend drechseln.

Nach dem exakten Runddrehen des Rohlings, der grob vorgerundet sein sollte, um zu große Unwucht zu vermeiden, wird in die Fläche hinein gearbeitet, und zwar mit möglichst dicht am Werkstück fixierter Werkzeugauflage und immer schön zwischen linkem Rand und dem Mittelpunkt.

KONTAKTADRESSEN

Drechselbank:

Scheppach, Günzburger Straße 69, 89335 Ichenhausen, 08223/4002-0;

Drechseleisen:

Kirschen, Königstraße 59, 42853 Remscheid, 02191/78204-0


 
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