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Bettentypen für den Selbstaufbau

LupeBett aufbauen
Für den Selbstaufbau sind oft nicht viele Werkzeuge notwendig.

Do It Yourself: Welche Bettentypen sind am besten für den Selbstaufbau geeignet?

Da der Mensch rund ein Drittel seines Lebens mit Schlafen verbringt, ist die Auswahl der Schlafunterlage essentiell. Doch nicht immer sind die Materialien gut verarbeitet oder die Lage des Bettes passend zur Wohnungsstruktur eingesetzt. Zur Auswahl stehen Wasserbetten, Boxspringbetten, Hochbetten und die Standardausführungen, die sehr unterschiedliche Anforderungen an handwerkliches Geschick, Platz und Kosten besitzen. Leicht aufzubauen, bedeutet aber nicht immer, dass das Ergebnis für Schlafkomfort sorgen kann oder dass die Haltbarkeit lange gegeben ist. Bei Kosten und Wartung kommen einige Betttypen auf hohe Summen, während andere sich aufgrund von günstigen Materialien für mehrere Räume eignen können.

1. Wasserbett

1.1 Umfang der Bauelemente

Zu der Grundausstattung von Wasserbetten gehören:
Rahmen
• Wassermatratze
• Überzug
• Heizungselement
• Wasserbettauflage
• Sicherheitsfolie
• Wasserkern
• Sockel und Podest

Dazu kommen je nach Wasserbett Schläuche, Pflegeutensilien, Reparatur-Set, Entlüfter, Bezüge und Schrauben. Für den Aufbau sind Zollstock, Schraubenzieher und Akkuschrauber notwendig. Zu den unterschiedlichen Typen gehören Softside, Hardside, Masterpiece, Isolit oder Leichtgewicht-Wasserbetten. Die gängigste Variante sind die Softside-Betten, welche mit einem Schaumstoffrahmen versehen sind. Sie können jedoch auch frei stehen. Die Wasserbettheizung versorgt die Matratze mit regelbaren Temperaturen zwischen 24 und 35 Grad Celsius, die jeder nach den eigenen Bedürfnissen anpassen kann.

1.2 Zeitaufwand und Platzbedarf

Ein wichtiger Tipp ist es, das Wasserbett nicht in kalten Räumen aufzubauen, sondern vor dem Auspacken einige Stunden bis zu einem Tag in einem beheizten Raum zu lagern, um Kältebrüche zu vermeiden. Wer ein Hardside Wasserbett mit festem Bettrahmen besorgt, braucht einen größeren Platzbedarf für den Aufbau. Generell sollten jedoch mindestens 15 Zentimeter Abstand zur Schlafzimmerwand bestehen, um das Bett ordnungsgemäß aufbauen zu können. Die meisten Wasserbetten sind breiter als herkömmliche Betten und können in kleineren Wohnungen viel Platz im Schlafzimmer wegnehmen. Andererseits gibt es bereits Modelle, die ohne Bettgestell auskommen und mit dem Schaumstoffrahmen trotzdem für genügend Stabilität sorgen. Insgesamt sind für den Aufbau eines Wasserbettes zwei bis vier Stunden notwendig, je nach Wasserdruck.

1.3 Montage des Podestes

350

Die Podeste bestehen meist aus einfachen Kastenstrukturen.

Das Podest bildet die Grundlage der Wasserbetten und ist zuständig für die richtige Gewichtsverteilung der Matratze. Zunächst sind die vier Außenseiten mit Eckprofilen zu verschrauben und die Gewichtsverteiler in die vorgesehenen Schlitze einzufügen. Im Schnitt ist eine Höhe von 20 bis 30 Zentimetern vorgesehen. Anschließend kommt die Bodenplatte auf das Podest, die nicht zwingend mit diesem verschraubt sein muss. Eine ausführliche Anleitung des weiteren Montageverlaufs zeigt diese Bauanleitung von EWP Wasserbetten.
Der Einsatz des Podestes sorgt dafür, dass das Gewicht gut verteilt ist, denn die Belastung pro Quadratmeter entspricht ungefähr 200 Kilogramm. Nach der Verteilung der Bodenplatte, Isolierung und Heizplatten, kommt der Schaumrahmen mit Sicherheitsfolie hinzu, die zusammen die Sicherheitswanne bilden.

1.4 Einfüllen und Einstellen des Wassers

Für das Einfüllen benötigen Heimwerker nur einen Wasserschlauch mit passendem Hahnadapter für den Einfüllstutzen der Wassermatratze. Das Wasser ist bis zu zwei Zentimeter unter den Schaumstoffrahmen einzufüllen. Schwere Personen benötigen weniger Wasser, als leichtere, jedoch sollte das Wasser höchstens 0,5 Zentimeter unter der Oberkante enden. Ein Conditioner kommt zusätzlich in das Wasser hinzu, das Algen- und Bakterienbildung verhindert und höchstens einmal im Jahr zu erneuern ist. Die Einstellung der Temperatur geschieht im Idealfall in 0,5 Grad Schritten, um die optimale Wärme zu erhalten. Unter 24 Grad sollte die Heizung jedoch nie laufen, da der Conditioner diese Temperatur benötigt, um richtig zu wirken. Mit Auflagen und Oberdecken kann der Heimwerker die Wärmeleistung verbessern.

1.5 Gesundheit und Schlafkomfort

Je nach Wasserdruck dauert das Befüllen länger oder kürzer.

Ein großer Vorteil der Wasserbetten liegt in der Hygiene der Bestandteile. In Matratzen können sich Hausstaubmilben verbreiten oder Schimmelpilze ansiedeln, die vielen Allergikern zu schaffen machen. Die Vinylmatratze bietet ihnen keinen Nährboden und ist leicht keimfrei zu halten. Darüber hinaus ist durch die individuelle Anpassung an den Körper der Rücken gut unterstützt und vor allem die Wirbelsäule kann in einer geraden Linie entspannen. Die wärmende Temperatur hilft aktiv bei der Muskelentspannung.

1.6 Wartung und Verschleiß

Wasserbetten halten laut diversen Herstellern mindestens zehn Jahre. Einmal im Jahr ist der Conditioner neu in die Matratze zu füllen, das Wasser muss nur bei einem Umzug ausgewechselt werden. Die Matratze sollte alle drei Monate mit einem Vinylreiniger behandelt sein, um Schweißreste zu entfernen. Die Anschaffungskosten sind insgesamt höher, als bei anderen Bettentypen, jedoch müssen Besitzer die Matratzen nicht so häufig wechseln, wie herkömmliche Matratzen, da kein Durchliegen des Materials vorkommt. Etwas schwieriger ist die Demontage bei einem Umzug oder bei einer grundlegenden Renovierung des Schlafzimmers wegen des hohen Eigengewichts.

2. Boxspringbett

2.1 Umfang der Bauelemente – Amerikanisches Konzept

Viele Hotels setzen inzwischen diesen Bettentyp ein.

Boxspringbetten sind weltweit verbreitet und eine Erfindung aus den USA. Das Bett besitzt im Prinzip keinen Rahmen oder Bettkasten, sondern besteht aus mehreren Matratzen. Es gibt Hersteller, die in Deutschland schon länger auf Lattenroste verzichten, was dieses Interview belegt. Das Zubehör für den Aufbau ist überschaubar:

o Füße
o Boxspring (Box)
o Boxspringmatratze
o Kopfteil
o Topper (optional)
o Sicherungsbügel (optional)

Für den Aufbau ist meist nur ein Akkuschrauber notwendig. Die Box besteht nicht aus einem Lattenrost, sondern aus einem kompakten Federkern, der in den Holzkasten eingepasst ist. Wer selbst einen eigenen Kasten bauen möchte, sollte Span- oder Fichtenplatten verwenden. Zur Montage gibt es folgende Tipps.
Sobald die Füße an der Box angebracht sind, legt der Heimwerker die Matratzen einfach übereinander. Das Amerikanische Konzept sieht keinen Topper vor, der als dünne Matte über der eigentlich relevanten Matratze liegt. Die Sicherungsbügel sorgen dafür, dass die Matratzen nicht so stark verrutschen.

2.2 Zeitaufwand und Platzbedarf

Wer das Boxspringbett nur montiert und nicht selbst herstellt, ist innerhalb einer Stunde mit dem Aufbau fertig. Da dieser Bettentyp meist höher liegt, als andere Betten, wirken kleine Schlafzimmer häufig sehr überladen. 20 bis 40 Zentimeter zusätzlichen Platzbedarf sollten Heimwerker einplanen. Die Matratzen können bis zu 100 Kilogramm wiegen, weshalb der Platz gut ausgewählt sein sollte.

2.3 Bettrahmen auswählen und aufbauen

Wer nicht nur die Box als Untergrund haben möchte, kann einen passenden Bettrahmen besorgen und die Matratzen darauf anpassen. Es muss eine Mindesteinlegetiefe von 16 Zentimetern vorliegen und der Lattenrost muss durch die Federkernbox ersetzt sein. Der Rahmen kann aus Fichte oder Buche bestehen und Heimwerker sollten das Holz mit den verschiedenen Stoffen und Ledern beziehen. Das Gestell der Box sollte sechs oder zwölf Zentimeter hoch sein. Wer auf höheren Liegekomfort Wert legt, baut in das Rahmengestell einen Elektromotor, der Kopf- und Fußteile einstellen kann, ein.

2.4 Matratzen auswählen

Die Obermatratze sollten auf den Härtegrad der unteren Box abgestimmt sein.

Die Untermatratze in der Box muss aus Federkern bestehen, für die optimale Gewichtsverteilung. Die Bonell- oder Taschenfederung ergibt jedoch einen gleich bleibenden Untergrund und die Obermatratze sollte immer auf die untere Matratze abgestimmt sein. Deshalb gibt es Boxspringbetten oft nur in Kompaktversionen zu kaufen. Die Härtegrade der Matratzen sind eingeschränkt und oft geht es nur bis zum Grad H2 und H3, da die Box bereits einen Teil der Federung übernimmt.

2.5 Bedeuten viele Matratzen mehr Schlafkomfort?

Einer der größten Kritikpunkte liegt im Schlafkomfort der Boxspringbetten. Durch mehrere Matratzen ist kein optimaler Luftaustausch möglich und die Feuchtigkeit hält sich länger im Bett. Da es keinen Lattenrost oder stabile Unterstützung gibt, können sich Liegekuhlen bilden, die bei weichen Betten zu unbequemen Schlafpositionen führen. Viele sehen in der doppelten Matratzenführung jedoch eine erhöhte Komfortzone und besonders ältere Menschen oder Personen mit Rückenschäden können durch die angestiegene Höhe leichter in das Bett einsteigen.

2.6 Wartung und Verschleiß

Ein Knackpunkt ist der Verschleiß der Matratzen. Da viele Hersteller nur kompakte Betten verkaufen, lassen sich manche Unterlagen nicht bei anderen Anbieter nachkaufen. Der Austausch der Matratze sollte aus hygienischen Gründen nach sieben bis zehn Jahren erfolgen, jedoch können weiche Typen sich schneller durchliegen. Allergiker und empfindliche Personen sollten auf Boxspringbetten jedoch verzichten, da zusätzliche allergendichte Schütze aufgrund der Matratzendicke kaum anzubringen sind.

3. Hochbett

3.1 Umfang der Bauelemente

Wer das Hochbett selbst bauen möchte, benötigt folgende Materialien:

o Leimholzplatten und Kantholz
o MDF-Platten
o Senkkopf- und Rundkopfschrauben
o Beize und Lacke

Bei vollständiger Eigenregie sind Tischkreissäge, Schleifer und Stichsäge erforderlich. Zusätzlich dazu kommen Holzbohrer, Akkuschrauber und Bohrmaschine dazu. Wem dies zu aufwendig ist, der kann bei Tischlern die gewünschten Hölzer bestellen. Oft sind jedoch Kompaktbauten in Möbelgeschäften erhältlich. Viele Beispielanleitungen sind im Internet zu finden, jedoch sollte unbedingt auf die Sicherheit geachtet sein. Zusätzlich zu den Bettelementen kommen Leitern, Lattenroste, Wandbefestigungen und Matratzen dazu.

3.2 Zeitaufwand und Platzbedarf

Im Kinderzimmer lässt sich durch Etagenbetten viel Platz sparen.

Eine Grundidee des Hochbettes ist die Nutzung des Raumes unter der Liegefläche. Deshalb ist der allgemeine Platzbedarf im Vergleich der geringste, da ein zusätzlicher Raum für Regale, Kisten oder Kinderspielbereiche geschaffen ist. Besonders Altbauten mit hohen Decken bis über drei Metern sind ideal für Hochbettensysteme. Je nach Modell liegt der Zeitaufwand bei wenigen Stunden, doch wer das Hochbett selbst bauen möchte, sollte bis zu einem Tag dafür einplanen.

3.3 Neubau oder Umbau

Wer sich für ein Hochbett entscheidet, muss nicht gleich alle Bestandteile neu kaufen. Ein herkömmliches Bett kann als Hochbett funktionieren, wenn es sich um ein Bett aus Massivholz handelt und gute Ersatzhölzer lieferbar sind. Einige Anbieter haben für Kinderbetten bereits Umbausysteme eingeplant, die in wenigen Schritten aus Hochbetten flache Betten umgestalten können und umgekehrt. Bei Betten für Erwachsene ist der Aufwand meist höher, als ein neues Bett zu kaufen oder zu bauen.

3.4 Wandbefestigungen

Einige Hersteller erklären, dass ihre Hochbetten frei stehen können und nicht an der Wand angebracht sein müssen. Doch selbst minimale Bewegungen können bei einigen Personen zu Unwohlsein oder Schwindel führen. Eine Wandbefestigung erfolgt über Winkel und Dübel in der Wand, die nach Last und Wandbeschaffenheit auszusuchen sind. Schwerlastdübel sind in jedem Fall die sicherste Wahl. Folgende Seite gibt praktische Tipps für die Sicherheit im Kinderzimmer. Wichtig ist es, dass mindestens 80 Zentimeter Platz zur Decke vorliegen, damit ein guter Schlafplatz gegeben ist.

3.5 Hochbetten – nur für Kinder sinnvoll?

Hochbetten gehören in vielen Kinderzimmern seit Jahrzehnten dazu. Sie schaffen Platz für Spiel- und Arbeitsraum und sind oft bis zur Schlafenszeit ein ganz großes Abenteuer. Doch in Großstadtwohnungen sind Hochbetten keine Seltenheit mehr. Hohe Decken und Platzmangel sorgen für alternative Einrichtungsideen. Moderne Variationen mit Treppen, Schränken und Stauraum und ausgefallenen Designs sind oft ein Hingucker für die gesamte Wohnung. Der Nachteil liegt in der teuren Anschaffung von Designer-Konstruktionen oder Maßanfertigungen für Erwachsene.

3.6 Wartung und Verschleiß

Massivhölzer zeichnen sich durch hohe Stabilität aus.

Wie bei Standardbetten liegt die Wartung hauptsächlich in der Matratzenauswahl. Bei Kindermöbeln sollten Eltern eventuell häufiger die Schrauben nachziehen und die Wandbefestigungen überprüfen. Das Massivholz der Rahmen und Lattenroste können Besitzer ein bis zweimal im Jahr behandeln, um die Lebensdauer zu erhöhen. Etagenbetten eignen sich jedoch weniger für Asthmatiker, da die Staubbelastung der unten liegenden Person deutlich höher ist. Da sich Wärme unter der Decke sammelt, ist die Hitzebelastung im Sommer höher, als bei anderen Betten.

4. Standardbett

4.1 Umfang der Bauelemente

Die meisten Betten bestehen aus einem Rahmen, Lattenrost und Matratze. Je nach Umfang kommen Kopfteile oder Betthaupte dazu. In der einfachsten Ausführung sind die Eckverbindungen des Rahmens durch Eckverbinder gehalten, meist folgt eine Mittelstrebe als Verstärkung. Viele Betten bestehen aus Massivhölzern wie Buche, Kiefer oder Eiche, die auch für Heimwerker ideal zu bearbeiten sind. Handwerker empfehlen eine Dicke von 27 Millimetern für den Rahmen. Tipps zur Wartung gibt es auf dieser Seite.
Für die Montage sind oft nur Akkuschrauber, Schraubenzieher, Hammer und Nagel notwendig. Wer sein Bett selbst bauen will, sollte Stichsäge, Holzbohrer, Schleifpapier Beize oder Lack bereithalten.

4.2 Zeitaufwand und Platzbedarf

Der Aufbau eines Standardbetts ist bei gekauften Varianten meist ein Vorgang von bis zu einer Stunde. Der Platzbedarf richtet sich an das Design des Bettes, der Standard liegt bei 200 Zentimetern Länge und 160 bis 200 Zentimetern Breite. Generell sollte das Bett zwanzig bis dreißig Zentimeter länger sein, als die dort schlafenden Personen. Besonders für sehr große oder sehr schwere Personen sind andere Maße notwendig, die im Handel nicht überall vorhanden sein können.

4.3 Bettrahmen und Lattenrost bauen

Wer über kein eigenes professionelles Werkzeug verfügt, wie Kreissägen und größere Maschinen, sollte die Hölzer von Schreinern zuschneiden lassen. Bei der richtigen Auswahl muss die Anfertigung nicht teuer sein. Bei Doppelbetten ist ein Zwischensteg notwendig, mit zusätzlicher Stabilisierung, um Halt für zwei Personen einstellen zu können. Taschenfederkernmatratzen benötigen für den sicheren Halt einen Lattenrost mit kleinen Abständen unter vier Zentimetern. Einige Fachleute empfehlen es nicht, den Lattenrost ohne Fachkenntnisse selbst herzustellen. Wer dennoch selbst daran arbeiten möchte, nimmt Leisten mit 1,5 bis 1,2 Zentimetern Stärke, die immer gleichwertig sein sollten. Buche und Esche weisen die größte Belastbarkeit auf und mehrschichtig verleimte Leisten besitzen die größte Haltbarkeit, sollten jedoch auf Umweltverträglichkeit geprüft sein. Je enger die Leisten beieinander liegen, desto härter ist der Lattenrost.

4.4 Matratzen auswählen

Wie bei Hochbett und Boxspringbett ist die Wahl der Matratze entscheidend für Gesundheit und Schlafkomfort. Folgende Matratzen stehen meist zur Auswahl:

o Federkern/Taschenfederkern
o Kaltschaum
o Latex
o Visco

Latexmatratzen bestehen aus Gummi und synthetischen oder natürlichen Stoffen.

Bei der geeigneten Matratze kommt es hauptsächlich auf individuelle Vorlieben, Schlafposition und Schlaftemperatur an. Wer viel schwitzt, nutzt besser eine Federkernmatratze, die eine gute Durchlüftung besitzt. Kaltschaummatratzen zeichnen sich durch hohe Punktelastizität aus, während Latexmatratzen sich sehr gut an den Körper anpassen können. Die unterschiedlichen Härtegrade der Hersteller sind individuell zu betrachten, doch generell sollten Personen mit größerem Gewicht härtere Matratzen wählen. Bei der Herstellung eigener Bettentypen sollten Heimwerker auf die Standardmaße und Gewichtsangaben der Matratzen achten oder den entsprechenden Lattenrost aussuchen.

4.5 Weitere Konstruktionen

Einige nutzen Bettköpfe, die direkt an der Wand angebracht sind, und mit Holzverkleidungen oder Polstern versehen sind. Wer zusätzlichen Platz nutzen möchte, kann in den Bettrahmen Schubladen oder Kästen integrieren, sollte dabei jedoch auf die Stabilität der Konstruktion achten. Bei kleineren Räumen können Heimwerker als Alternative zu Hochbetten Podeste bauen, auf denen der Bettrahmen steht und die zusätzliche Fläche als kleinen Stauraum nutzen. Wichtig ist, dass Lattenrost und Bettrahmen genau zusammen passen und die Struktur genügend Luftzirkulation erlaubt.

4.6 Wartung und Verschleiß

Singlebetten sind schnell auf- und abgebaut.

Spätestens zehn Jahre nach Kauf sollte die Matratze ausgewechselt sein. Einige Lattenroste geben nach mehreren Jahren jedoch ebenfalls nach, trotz Angaben der Hersteller. Bei großer Belastung durch hohes Gewicht oder starker Beanspruchung kann der Austausch von Matratzen bereits nach zwei bis drei Jahren notwendig sein. Die Bettrahmen halten sich bei Massivhölzern meist sehr lange, die Schrauben und Befestigungen sollten Besitzer jedoch regelmäßig überprüfen.

5. Fazit

Je nachdem, welcher Bettentyp ausgewählt ist, ergeben sich unterschiedliche Kosten- und Zeitfaktoren. Für den schnellen und reibungslosen Selbstaufbau sind gekaufte Betten eine gute Wahl, wenn sich das eigene handwerkliche Geschick in Grenzen hält. Durch ausführliche Anleitungen sind Aufbau und Wartung jedoch meist ohne viel Erfahrung gut zu bewerkstelligen. Selbst die Eigen-Montage eines Wasserbettes stellt für die meisten Personen kein Problem mehr dar. Zusätzlich dazu können Kunden Wasser- oder Gelbetten bei einigen Anbietern erst einmal testen und so die optimalen Einstellungen für sich herausfinden. Die Wartung ist unkompliziert und Hausstaubmilben haben hier kaum eine Überlebenschance. Wer lieber selbst tätig sein möchte, muss deutlich mehr Zeit und Arbeit investieren und viele Faktoren wie Ausrichtung, Gewicht, Material und Maße zusätzlich beachten.
Einige Bettentypen, wie Boxspringbetten, lassen sich nicht so einfach reparieren oder warten und besonders Matratzen sind je nach Typ durch regelmäßigen Austausch teuer in der Anschaffung. Gesundheitliche Bedenken gibt es bei einigen Hochbettenkonstruktionen oder bei der unzureichenden Anpassung von Lattenrost und Matratze. Wer sein Bett selbst aufbauen möchte, sollte darauf achten, dass die Komponenten gut auszuwechseln sind und der Schlafkomfort den eigenen Ansprüchen gerecht wird.

Bildquellen: Abbildung 1: Wikimedia.commons.org © Romanm (CC0 1.0) Abbildung 2: Wikimedia.commons.org © Wasserbetten Sauter (CC BY-SA 3.0) Abbildung 3: Pixabay.com © PublicDomainPictures (CC0 1.0) Abbildung 4: Wikimedia.commons.org © Ahoy (CC BY-SA 3.0) Abbildung 5: Wikimedia.commons.org © Yahquinn (CC BY-SA 3.0) Abbildung 6: Wikimedia.commons.org © Miguel Andrade (CC0 1.0) Abbildung 7: Pixabay.com © Schwarzenarzisse (CC0 1.0) Abbildung 8: Wikimedia.commons.org © Pfaerrich (CC0 1.0) Abbildung 9: Wikimedia.commons.org © Andrew Bossi (CC BY-SA 2-5)

Tags: aufbauen | Bett

 
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