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Carport selber bauen

redakteur
Carport selber bauen



Trocken im Frühjahr, kühl im Sommer, geschützt im Herbst, eisfrei im Winter – der Carport gilt nicht zu Unrecht als die bessere Garage.

Vorgefertigte Komplettbausätze inklusive Montagematerial und Anleitung vereinfachen den Selbstaufbau. Wir zeigen Ihnen, wies geht.

Die Argumente liegen auf der Hand: Ein Carport schützt Ihr Fahrzeug vor Regen, Schnee, Frost, Schmutzpartikeln aus der Luft und UV-Strahlen. Der Clou ist jedoch das permanent gute Klima, das unter einem Carport herrscht: Aufgrund der Luftzirkulation trocknet das Fahrzeug schnell ab. Lack und Motor bleiben vor Witterungseinflüssen und Rostansatz geschützt. Im Winter frieren die Scheiben selbst bei klirrender Kälte nicht zu. Und in der sommerlichen Hitze bleibt der Innenraum angenehm kühl.

Carport bauen - Die Vorarbeiten-Schritt für Schritt
Carport bauen - H-Anker-Praxis-Tipp
Carport bauen - Materialanlieferung-Produkt-Info
Carport bauen - Montage-Schritt für Schritt
Carport bauen - Pfetten-Praxis-Tipp
Carport bauen - Dachbinder-Praxis-Tipp
Carport bauen - Holzschutz-Praxis-Tipp
Carport bauen - Das Dach-Schritt für Schritt

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Das heute verfügbare Carport-Design mit diversen Flach-, Pult- und Satteldachformen in unterschiedlichen Ausführungen lässt kaum Wünsche offen. Bei unserem Modell DeLuxe XXL der weka Holzbau GmbH handelt es sich um einen robusten Einzel-Carport der Mittelklasse. Aufgrund der statisch geprüften Schneelast von 200 kp/m2 wird er auch als Alpen-Carport bezeichnet. Das Komplettset wird inklusive Seitenwänden, Geräteraum sowie Bitumen-Dachschindeln geliefert. Der Bausatz inklusive Montagematerial und detaillierter Aufbauanleitung kostet 3299 Euro frei Baustelle. Darin sind die Kosten für die benötigten H-Pfostenanker nicht enthalten, sie werden jedoch als Sonderzubehör gegen Aufpreis mitgeliefert. Die Gesamtbreite des Carports beträgt 346 cm, seine Länge 855 cm und die Firsthöhe 305 cm. Das bedeutet: Vor Baubeginn ist auf jeden Fall ein Bauantrag zu stellen!

Gut gegründet

Das A und O für eine statikgerechte Montage ist die Verankerung der Pfosten mit H-Ankern aus Stahl in entsprechenden Betonfundamenten. Es empfiehlt sich, die H-Anker anhand des Fundamentplanes mindestens drei Tage vor der Montage des Carports einzubetonieren, damit die Fundamente aushärten können. Unser Tipp: Besorgen Sie sich den Fundamentplan von Ihrem Fachhändler, bevor der Bausatz angeliefert wird. So können Sie die H-Anker in Ruhe setzen. In unserem Fall wurden die Pfostenabstände mit einer an Markierungspflöcken angebrachten Richtschnur eingemessen. Sie diente auch zum Festlegen der Höhen und Neigungen des anschließend verlegten Klinkerpflasters. Um die H-Anker auszurichten, können Sie die erforderlichen Pfostenabstände auch auf einer Richtlatte kennzeichnen und dort die Anker mit Schraubzwingen befestigen. Danach werden die H-Anker in die zuvor ausgehobenen, zirka 80 cm tiefen Fundamentlöcher gehängt, wobei ein Mindestabstand von 2 cm zwischen der Fundamentoberkante und der oberen Strebe des H-Ankers einzuhalten ist.

Die Fundamentlöcher werden mit Estrichbeton aufgefüllt. Diesen mischt man im Maurerkübel mit einem Lochspaten erdfeucht an. Unser Tipp: Verwenden Sie für das Fundament fertigen Estrichbeton B25, den es im 40-kg-Sack schon für rund zwei Euro im Baumarkt gibt. Für die Fundamente der zehn H-Anker werden rund 30 Säcke benötigt. Wichtig beim Einbringen des Betons ist, dass keine Hohlräume enstehen. Deshalb empfiehlt es sich, ihn mit Hilfe eines Hammers rund um den Pfostenanker fest anzudrücken.

Material und Anlieferung

Nach einer Lieferzeit von zirka drei Wochen ab Bestellung wird der Bausatz vom Lkw mit einem Anhängestapler direkt auf der Baustelle abgeladen. Trotz schützender Plastikplane sollte das Material im Freien nicht über einen längeren Zeitraum Hitze und Regen ausgesetzt werden. Die Hölzer könnten sich sonst durch Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen verziehen.
Um Beschädigungen an den Holzteilen zu vermeiden, sollten alle Schraubverbindungen vorgebohrt werden. Dazu gibt es im Baumarkt so genannte Kegelbohrer – in unserem Fall mit 8 mm Durchmesser für zirka 11,50 Euro nicht ganz billig, aber eine lohnende Investition. Vor allem bei Senkkopfschrauben empfiehlt sich der Einsatz des Kegelbohrers, um ein Aufspalten des Holzes möglichst zu vermeiden.

Hintergrund: Carport & Garage

Damit die Montage der Dachbinder (das sind die Dreieckrahmen, die das Satteldach des Carports bilden) reibungslos ablaufen kann, empfiehlt sich das Aufstellen eines zusätzlichen Holzbockes als Unterlage. So kann der auf einer Seite fertig genagelte Dachbinder umgedreht und auf dem zweiten Holzbock abgelegt werden, um den Vorgang auf der anderen Seite zu wiederholen. Auf diese Weise lassen sich die für diesen Carport-Typ benötigten elf Dachbinder zügig zusammenbauen. Die beiden äußeren Dachbinder erhalten zusätzliche Giebelelemente aus kesseldruckimprägnierten Hölzern, die von hinten blind verschraubt werden, damit von vorne keine Schrauben zu sehen sind. Die Traufbretter werden bündig mit der Dachschalung im Abstand von 40 cm vernagelt. Bei Montage einer zusätzlichen Dachrinne – leider nicht in die Dachkonstruktion bei diesem Modell integriert – können die Traufbretter einfach weggelassen werden.

Das Fazit unseres Bauherrn

Nach einer Bauzeit von rund 24 Stunden – ohne Montage der Pfostenanker – ist der Satteldach-Carport inklusive Seitenwand und Geräteraum fix und fertig. Der vorgefertigte Bausatz hat die Montage wesentlich erleichtert. Kein Bauteil hat gefehlt, alle Elemente waren maßhaltig. Die Montageanleitung ist plausibel und übersichtlich. Vorbildlich, dass Materialien und Nummern für den Plan, Abmessungen und Stückzahlen aufgeführt sind. Beruhigend für den Bauherrn: Die weka Holzbau GmbH gewährt fünf Jahre Garantie auf Konstruktion und Verarbeitungsqualität des Carports. Innerhalb dieser Garantiezeit werden fehlerhafte Teile kostenlos ersetzt – vorausgesetzt, sie wurden fachgerecht eingebaut.

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