Maurerkelle

Die Maurerkelle ist ein traditionelles Handwerkzeug der Maurer und Stukkateure. Über die Jahrzehnte haben sich viele Spezialformen in unterschiedlichen Regionen und für verschiedene Anwendungsgebiete entwickelt.Trotz der großen Vielfalt bezüglich Form und Verwendungszweck sind den allermeisten Maurerkellen diese sechs Eigenschaften gemein:

 

 

Das Heft, so wird der Handgriff genannt, ist meist aus Holz gefertigt und sollte einen festen Griff erlauben. Meist ist das Holz zum Schutz vor Nässe lackiert. Rutschhemmende Farben sind bei Maurerkellen nicht entscheidend (wie zum Beispiel beim Hammer), da beim Mauern ohnehin Handschuhe getragen werden sollten.
Seltener finden sich im Handel auch speziell ergonomisch gestaltete Maurerkellen – zum Teil sogar mit gummierten, anatomisch nachgeformten Heften.

    Die Angel bildet die Verbindung zwischen Heft und Blatt, also zwischen dem Griff und der eigentlichen Kelle. Es gibt drei grundsätzliche Angelformen bei Maurerkellen:

  • A den Schwanenhals
  • B die gebogenen Angel und
  • C den geraden Hals.

Bei den geschwungenen Formen befindet sich der Handgriff mehr oder weniger über der Blattfläche, so dass sich ein günstiger Hebel und damit eine Kraftersparnis beim Arbeiten ergibt.

 

Außerdem kann man diese Kellen bei Arbeitspausen mit der gebogenen Angel einfach am Rand des Bottichs aufhängen. Geradhalsige Kellen lassen sich allerdings gezielter führen.

Die Schutzgas-Schweißstelle muss die Kraft, die auf den Handgriff wirkt, auf das Blatt weiterleiten. Auf diesem schmalen Übergang lasten dementsprechend hohe Kräfte. Eine solide Ausführung und Verarbeitung sind daher unverzichtbar. Die Schweißnaht muss geschlossen und glatt gearbeitet sein. Und natürlich sollte sich nicht schon beim Kauf Rost eingenistet haben.
Für einen guten Kraftübergang von Heft auf Blatt sollte die Angel genau mittig und im rechten Winkel zum Blatt angeschweißt sein.

Das Blatt guter Maurer- und Gipskellen wird aus mittelhartem Qualitätsstahl hergestellt (A). Dabei handelt es sich um unlegiertes Material, das im Hinblick auf Schwefel- und Phosphorgehalt von höchster Reinheit sein muss. Als besonders robust gelten geschmiedete Kellen (B). Kellenblätter aus Edelstahl (C) sind ursprünglich zur Verarbeitung von Kunststoffputzen eingeführt worden, da sie gegen die im Putz enthaltenen aggressiven Chemikalien resistent sind.

 

Auch in der Form unterscheiden sich die Blätter je nach Funktion, Einsatzgebiet und Region der Kellen deutlich. Guten Kellen gemein ist der spezielle Schliff des Blattes: Der Blatt-Querschnitt verjüngt sich zur Spitze. Das Blatt ist dabei an der Schulter etwa doppelt so dick wie an der Spitze. Dieser Schliff sorgt für eine bessere Flexibilität des Blattes.

Die Spitze bildet den vorderen Rand des Kellenblattes. Sie muss beim Mauern so manchen Stoß verkraften.

Die Schulter wird die rückwärtige Kante des Kellenblattes genannt. Hier setzt die Angel an. Dieser Bereich ist bei Qualitätskellen dicker als die Spitze.
 

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