Marmor verlegen

Natursteine wie Marmor lassen sich genauso leicht selbst verlegen wie schlichte Steinzeug-Fliesen. Man benötigt allerdings spezielles Werkzeug und Material für diese Arbeiten. Die Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Marmor verlegen. Auerdem geben wir hilfreiche Tipps, wie Sie den Naturstein pflegen.

Natursteinbeläge wie Marmor, Basalt oder Granit sind sehr robust und langlebig: Einmal verlegt, halten sie gut und gerne 100 Jahre. Im Gegensatz zu keramischen Fliesen fallen der Energieaufwand und die Belastung der Landschaft bei Abbau und Herstellung gering aus. Doch ebenso wie Fliesen besitzen Natursteine die Eigenschaft, unseren Füßen Wärme zu entziehen. Daran ändert auch eine Wärmedämmung unterhalb des Steinbelags kaum etwas. Wer sich sehr an dieser Fußkälte stört, sollte Natursteinplatten nur in Bad, Küche und Flur verlegen, also dort, wo ihre Feuchteunempfindlichkeit und Reinigungsfreundlichkeit wirklich gefragt sind. Anders stellt es sich dar, wenn Sie über eine Fußbodenheizung verfügen. In diesem Fall gibt es keinen besseren Belag als Fliesen oder Naturstein, da beide Materialien eine hohe Wärmeableitung aufweisen. Das heißt, die Energieverluste bei der Wärmeabgabe und bei der Aufheizung der Räume sind sehr gering. Folgen Sie einfach unserer Anleitung Marmor verlegen und schaffen Sie sich das luxuriöse Bad, von dem Sie schon immer träumen!

 

Einkauf von Natursteinbelägen wie Marmor

Nach der Verlegung von Keramikfliesen oder Steinbelägen treten übrigens keine nennenswerten Schadstoffemissionen auf – gesundheitlich sind Fliesen und Platten also vollkommen unbedenklich. Marmor sieht edel aus, ist aber verhältnismäßig teuer Marmor kostet deutlich mehr als einfache Fliesen. Die Menge, die Sie zur Verlegung brauchen, lässt sich wie bei Fliesen durch folgende Faustformel ermitteln: Quadratmeter plus fünf Prozent Verschnitt (bei Diagonalverlegung zehn Prozent) plus fünf Prozent Reserve. Des Weiteren müssen Sie beim Einkauf darauf achten, geeignetes Material für die Verlegung zu besorgen. So benötigen Sie für Marmor spezielle Natursteinkleber, Fugenmörtel und auch geeignetes Silikon.

 

Marmor verlegen: Zuerst den Untergrund ebnen

Die Vorbereitung des Untergrundes entspricht der beim Fliesenlegen. Der Untergrund muss also eben, trocken sowie staub- und fettfrei sein. Unebenheiten können Sie mit selbstverlaufender Spachtelmasse ausgleichen (Fließspachtel, Nivellierspachtel o. ä.). Vorher bringen Sie Tiefengrund auf, damit die Spachtelmasse besser abbindet. Handelt es sich allerdings um einen alten Dielenboden, sind die Unebenheiten oft so groß, dass man besser Verlegeplatten aufbringt. Als Ausgleich und Trittschallschutz empfiehlt sich eine dünne Dämmlage, zum Beispiel aus Mineralwolle, die Sie unter den Platten verlegen. Diese wiederum müssen vor allem in Bad und Küche feuchteunempfindlich sein (imprägnierte Span- oder Gipsplatten). Planen Sie beim Verlegen der Platten an den Rändern ausreichend Dehnungsfugen ein.

Bevor Sie den Marmor verlegen, muss der ausgeglichene Untergrund wieder trocken und sauber sein. Tragen Sie dann noch einmal Tiefengrund auf. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, verlegen Sie in Feuchträumen eine abdichtende Spezialfolie (zum Beispiel Schlüter Kerdi ) überlappend und an den Rändern hochgezogen, auf der Sie anschließend unmittelbar den Marmor verlegen. Bei Untergründen aus Holz benötigen Sie ein Kunststoffnetz als Spannungsausgleich, das Sie am Holzbelag befestigen können. Achtung: Zwar wird Marmor in der Regel abgeschliffen und poliert angeboten, es gibt aber auch offenporige Steinbeläge. In diesem Fall können die Fugen nicht geschlämmt, sondern müssen erdfeucht verfugt werden.

 

Marmor & Naturstein pflegen

Natursteine finden sowohl im Innenbereich als auch im Außenbereich Anwendung. Bei ihnen wird zwischen Hart- und Weichstein unterschieden. Beide besitzen verschiedene Pflegeeigenschaften, die für einen langfristigen Erhalt beachtet werden sollten.  Als uraltes Naturmaterial ist Stein grundsätzlich sehr unempfindlich. Doch die Fülle der existierenden Natursteine ist nahezu unbegrenzt, sodass kein Stein dem anderen gleicht und die enthaltenen Mineralien zu unterschiedlichen Eigenschaften führen.

Besonderheiten der Marmorpflege: Der traditionelle Marmor gehört zu den kalkhaltigen Weichgesteinen und ist entsprechend kratzempfindlich. Spitze oder besonders raue Schuhabsätze schaden ihm genauso wie das Herumschieben von Möbeln und Saugen mit harten Staubsaugerdüsen. Auch Säure greift den Stein an, sodass vor allem beim Einsatz von Reinigungsmitteln auf den Säuregehalt wie auch auf den pH-Wert geachtet werden sollte. Essigreiniger und Ähnliches sind grundsätzlich nicht geeignet. Für die Grundreinigung werden Reinigungsmittel mit einem maximalen pH-Wert von 11 oder ein Schuss Spiritus in klarem Wasser verwendet.
Zusätzlich kann Marmor poliert werden. Dazu wird eine spezielle Marmorpolitur eingesetzt, welche auf den Härtegrad abgestimmt wird. Imprägnierungen sind ebenfalls möglich. Diese machen den Marmor nicht gänzlich unempfindlich, erhöhen aber den Schutz vor ungeeigneten Reinigungsmitteln und anderen äußeren Einflüssen.

Quelle: selbst ist der Mann

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