Malve pflanzen

Sie versprüht einen tropischen Charme: Die farbintensiven trichterförmigen Blüten der Malven-Gewächse kennen viele Gartenliebhaber aus ihrem Urlaub in südlichen Gefilden. Aber auch im eigenen Garten können Sie einige Sorten der Malve pflanzen und müssen nicht auf den blütenreichen Hibiscus (so der botanische Name) oder die Stockrose verzichten. Doch hier benötigen sie aufgrund der kühleren Witterung besondere Pflege. Wir verraten, wie der Hibiskus auch in Ihrem Garten heimisch wird.

Möchten Sie Malve pflanzen benötigen Sie ein bisschen Geduld. Die zweijährigen Pflanzen bilden im ersten Jahr nur Blätter, überwintern als kleine Rosettenpflanze und blühen erst im nächsten Jahr. Bis Malve-Samen keimen, muss die Erde trotzdem ständig feucht bleiben. Pflanzen Sie Malven-Jungpflanzen im Garten in lockere Erde mit einem Schuss Kompost. In rauen Lagen sollten Sie die Pflanzen von Stockrosen mit Reisig und Laub vor Frösten schützen. Von Stockrosen gibt es inzwischen so viele Sorten (z. B. von Sperli), dass die Malve-Pflanzen an sonnigen Plätzen zu echten Gartengestaltungsmitteln werden können, wenn sie in großen Gruppen wachsen: Als blühender Sichtschutz, Farbtupfer in Gartenecken oder zum Kaschieren von kahlen, hässlichen Wänden eignen sich Malven-Gewächse und Vergissmeinnicht hervorragend.

 

Malvenpflanze: Der Hibiskus (Eibisch)

Malve pflanzenAuch wenn der Hibiskus aus dem sonnigen Süden stammt, gibt es mittlerweile kältetolerante Züchtungen des Hibiscus die auch im eigenen Garten bei uns wachsen (z. B. Garten-Hibiskus oder Strauch-Eibisch): Dennoch sollten Sie den Hibiskus an einem sonnigen, geschützten Platz pflanzen oder ihn als Kübelpflanze (z. B. der Rosen-Eibisch; Hibiscus rosa sinensis) halten, die vor den ersten Frösten (Nachttemperaturen nicht unter 10 °C) ins Winterquartier im Keller oder Treibhaus umgesiedelt wird. Praxistipp: Der Hibiskus treibt im Frühling erst sehr spät aus. Mit der Daumennagelprobe prüfen Sie, ob Ihr Freiland-Hibiskus die Kälte überlebt hat: Kratzen Sie an der Rinde, ist der Trieb unter der Rinde noch grün, wird der Eibisch auch wieder austreiben.

Ob Freiland oder Pflanzkübel: Die Malven-Unterart braucht einen lockeren Gartenboden ohne die Gefahr von Staunässe. Trotzdem muss der Hibiskus regelmäßig gewässert werden – auf Unterversorgung reagiert der Hibiskus mit raschem Blütenabwurf! Praxistipp: Eine Mulchschicht schützt den Hibiskus – der Wurzelbereich bleibt so auch im Sommer kühl hält und der Boden bleibt länger feucht. Im Frühjahr regt ein großzügiger Rückschnitt (Triebe bis auf wenige Knospen einkürzen) die Blütenbildung an und sorgt dafür, dass der Strauch schön kompakt ist.

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Malvenpflanze: Die Stockrose

Stockrosen werden umweht von einem Hauch Nostalgie und ländlicher Idylle. Vielleicht liegt es daran, dass Malven zu den klassischen Pflanzen des Bauerngartens gehören. Mittlerweile sind sie jedenfalls wieder in Mode und werden häufiger gepflanzt. Dabei verlangt die Stockrose von ihren Liebhabern etwas durchaus Unzeitgemäßes – Geduld. Die Stockrose gehört wei fast alle Malven-Gewächse zu den zweijährigen Pflanzen. Wegen ihrer steigenden Beliebtheit haben viele Gartencenter und Gärtnereien die Stockrose wieder ins Sortiment genommen und bieten vorgezogene Exemplare an, die im Jahr der Pflanzung blühen. Allerdings ist die Sortenauswahl bei vorgezogenen Pflanzen noch relativ gering. Wer die Pflanze selbst aussät, kann hingegen aus einer großen Vielfalt an Stockrosen-Sorten schöpfen: Von strahlendem Weiß über Gelb, Rosa, Rot bis hin zu dunklem Purpur reicht die Farbpalette.

 

Vor einer Hauswand fühlt sich die Stockrose besonders wohl

MalveNeben den klassischen Malven-Sorten sind mittlerweile auch gefüllte und raffiniert gefranste Blütenformen bei den Stockrosen zu haben. Während die Anzucht der Stockrose auch Anfängern gelingen dürfte, sollte der spätere Standort im Beet sorgfältig gewählt werden. Wie alle Malven-Gewächse kann die Stockrose die Sonne gut vertragen und bevorzugt einen  nährstoffreichen, durchlässigen Boden. Stehen Stockrosen dicht an dicht oder werden sie von anderen Pflanzen förmlich bedrängt, hat der beschriebene Malvenrost leichtes Spiel. Ein geschützter warmer Platz, zum Beispiel vor einer Hauswand, ist ideal – zumal die wegen ihrer Wuchshöhe von bis zu zwei Metern windempfindlichen Stockrosen etwas anlehnungsbedürftig sind.

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Stockrose zurückschneiden oder Samen ziehen

Nach der Blüte haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie können den Blütenstängel sofort kappen, dann kann es durchaus sein, dass die eigentlich zweijährige Stockrose auch im nächsten Jahr nochmals austreibt und blüht. Oder Sie lassen die Samen ausreifen und den Stängel den Winter über stehen. Dann kann es gut sein, dass sich die Stockrose selbst aussät. Lassen Sie den Zufall ruhig „mitgärtnern“. Falls Sie zu dicht stehende Sämlinge entdecken, setzen Sie diese einfach mit rund 50 cm Abstand zueinander wieder ein. Auch Begleitpflanzen sollten wegen des Malvenrosts die gleiche Distanz einhalten. Eine gute Figur an der Seite der Stockrose machen beispielsweise Sonnenbraut, Kosmee oder die blauen Blütenhelme des Eisenhuts.

Quelle: Sonderheft 3 / 2010

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