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Gussasphalt

Gussasphalt ist ein Gemisch aus Sand, Splitt, Steinmehl als Füller und Bitumen, das vor dem Einbau erhitzt wird (220 - 240 °C) und gieß- und streichbar ist (gemäß DIN 18560 „Estriche im Bauwesen”). Gussasphalt muss nicht mechanisch verdichtet werden. Gussasphalt kennt man überwiegend aus dem Straßen- und Industriebau.

Als Gussasphaltestrich findet er aber auch zunehmend Anwendung im Wohnungsbau. In Innenräumen wird Gussasphaltestrich entweder als Unterschicht für einen Fußbodenbelag verwendet oder mehrfach geschliffen zu einem matten bis glänzenden Oberboden veredelt (vgl. Terrazzo). Gussasphaltestrichmassen für beheizte und unbeheizte Räume werden mit Hartbitumen hergestellt, die härter sind als Straßenbaubitumen, Angst vor Teerflecken sind unbegründet.

Merkmale von Gussasphalt:

  • Gussasphaltböden sind nahezu schwellenlos und fugenfrei herstellbar
  • Das Material ist praktisch wasserdampfdicht und ermöglicht wasserdichte, hohlraumfreie Fußböden
  • Der Baustoff besitzt eine geringe Wärmeleitfähigkeit
  • Gussasphalt kann daher auch als Wärmedämmung eingesetzt werden (besonders für Altbau-Sanierungen)
  • Die niedrige Wärmeleitfähigkeit lässt den Belag angenehm fußwarm und behaglich erscheinen
  • Gussasphalt  besitzt eine niedrige Körperschall-Leitfähigkeit und mindert die Trittschallübertragung zu anderen Bauteilen (seine innere Dämpfung ist 28-mal höher als bei Beton)
  • Gussasphalt kann aufgrund seiner Elastizität Bauwerkssenkungen und Mauerwerkspannungen in Grenzen rissfrei abfedern
  • Gussasphaltestriche sind pflegeleicht, abriebsfest und beständig gegenüber Säuren und Laugen.
  • Gussasphlat zählt als schwer entflammbar (Brandschutzklasse B1 nach DIN 4102-4)
  • Estriche aus Gussasphalt können schnell eingebaut werden, nach zwei bis drei Stunden hat der Estrich seine Endfestigkeit erreicht und kann weiter geschliffen oder bearbeitet werden (klassische Trockenzeiten von Zementestrichen entfallen)
  • Da Gussasphalt ohne Wasser verarbeitet wird, ist der Werkstoff ideal für Altbau-Sanierungen (geringe Aufbauhöhe = geringes Gewicht, kein Verdunsten von Anmachwasser)
  • Die Herstellungs-/Verarbeitungskosten von Gussasphalt liegen über denen zementöser Estriche
  • Das nachträgliche Verlegen von Fliesen oder Naturstein erfordert spezielle Trennlagen (Wollfilze, Entkopplungsmatten, Voranstriche, etc.)

Foto: WikimediaCommons / Uwe Glaubach

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