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Erdwärme
Erdwärme können Sie zum Heizen nutzen: Trotz schwankender Lufttemperatur bleibt die Erdkruste immer ungefähr gleich warm. Geothermie (griech. geo = Erde und therme = Wärme) speist sich zu 30-50% aus Restwärme der Erdentstehung, ca. 50-70% der Wärme stammen aus radioaktiven Zerfallsprozessen im Erdinneren. Aber nur mit der richtigen Technik lässt sich mit Erdwärme effi zient heizen.
Tiefenerdwärme (> 1000 m, ca. 100 °C) wird überwiegend industriell genutzt. Oberflächennahe Erdwärme (bis 100 m Tiefe), beheizt vornehmlich Privathaushalte. Ab zehn Metern Tiefe liegt die Temperatur im Jahresverlauf witterungsunabhängig bei ca. 10 °C. Der Einfluss der Sonne ist nur bis 100 cm Tiefe relevant.
Erdschleifen oder Tiefensonden nehmen die Erdwärme über ein Kältemittel auf, welches in einer (meistens elektrisch angetriebenen) Wärmepumpe verdichtet wird: Mit steigendem Druck klettert auch die Temperatur des Kältemittels nach oben. Die so „aufgepumpte Wärme“ wird in einem Wärmetauscher an den Heizkreislauf (Heizung und Warmwasser) übertragen. Der Druck des Kältemittels wird über ein sogenanntes Entspannungsventil wieder gesenkt und fließt zurück in die Tiefensonden, um neue Erdwärme aufzunehmen. Bis zu 75% des Heizbedarfs können so aus kostenloser Umweltenergie gedeckt werden. Wie effi zient eine Wärmepumpe arbeitet, erkennt man an der Jahresarbeitszahl. Sie sollte möglichst über 4 liegen: Aus einem Teil zugeführter elektrischer Energie erzeugt diese Wärmepumpe vier Teile Heizenergie.
























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