Leinwand selber bauen

Mit einer speziellen Plexiglas-Platte für die Rückprojektion und einem Beamer schaffen Sie mit Ihren Freunden im Handumdrehen Ihr eigenes Public-Viewing mit metergroßer Leinwand! Wie Sie die Leinwand selber bauen, zeigt Schritt für Schritt diese Anleitung.

Bundesliga oder Blockbuster – mit einer Beamer-Leinwand können Sie im Sommer auch im Garten fernsehgucken! Möglich macht das ein spezielles Leinwand-Kit des Plexiglas-Herstellers Evonik Röhm. Enthalten ist ein spezielles Projektionsmaterial, das als übergroße Leinwand in Innenräumen aufgehängt oder im Außenbereich aufgespannt werden kann. Diese Projektionsfläche kann dann von hinten mit einem Beamer angestraht werden – und erzeugt nach vorn ein leuchtendes, scharfes Bild – vorausgesetzt, die Umgebungshelligkeit ist nicht zu groß.

Das direkt im Internet-Shop bestellbare Leinwand-Kit für knapp 400 Euro enthält eine Platte Plexiglas Rückprojektion, die eine Bilddiagonale von rund 100 Zoll ermöglicht – die drei Millimeter starke Projektionsfläche ist dann rund 2 x 1,50 Meter groß. Mitgeliefert werden zwei genutete Edelstahlstangen, die diese Platte oben und unten einfassen, um eine verspannungsfreie Aufhängung der Projektionsfläche zu ermöglichen. Beigepackte Ösen und Karabinerhaken erleichtern die Befestigung an Decken oder an der Wand. Wie hier gezeigt, kann man das Leinwand-Kit mit ein paar zusätzlichen Zeltstangen, Zeltleine und Heringen auch vollkommen frei stehend aufstellen – der Mehraufwand für die benötigten Campingartikel beträgt nur etwa 50 Euro.

 

Beamer-Leinwand selber bauen

Wir haben die Aufstellstäbe und einen Vordachspannstab so gewählt, dass alle Teile werkzeuglos ineinanderpassen. Sind die Abspannungen aus Nylon-Zeltleine erst einmal passend abgelängt und mit Schlaufen für die Zeltheringe versehen, kann die gesamte Konstruktion mit ein paar Helfern im Handumdrehen auf- und abgebaut werden.

Für die Erstmontage ist wenigstens ein Helfer nötig, der einen Teil der Konstruktion in Position hält, bis die ersten Abspannungen verankert sind. Da der von uns hier vorgestellte Aufbau im Handumdrehen an wechselnden Orten eingesetzt werden kann, ist es notfalls möglich, sogar dem Sonnenstand zu folgen und das hauseigene Stadion jeweils in schattigen Bereichen zu errichten – was letztlich auch der Kondition der Zuschauer zugute kommen dürfte.

Die gesamte Konstruktion kann auch bei Regen draußen bleiben, eine Reinigung der Projektionswand ist per Gartenschlauch problemlos möglich. Da die Projektionsfläche nicht eingerollt werden kann, benötigen Sie später für die Einlagerung eine freie Wand oder einen Platz hinter einem großen Schrank.

 

Plexiglas: Projektionswand für Beamer

Ideale Projektionsbedingungen herrschen am Abend bei einsetzender Dämmerung, da dann kein Fremdlicht die Strahlen des Beamers überlagert und die Plexiglas-Leinwand ihre Kontraststärke voll ausspielen kann. Wer die Projektionswand tagsüber benutzen will, sollte den Bereich zwischen der Austrittsöffnung des Beamers und der Projektionsfläche mit dunklem Stoff gegen Sonnenlicht abschirmen („tunneln“) – und die Wand idealerweise zusätzlich im Schatten aufstellen.
Alternativ können Sie den Beamer zum Beispiel in einer Garage oder unter einem Carport positionieren – oder im Schattenbereich einer Mauer oder eines Baumes: Die Zuschauer können dann ebenfalls im Freien sitzen, denn störend wirkt vor allem Streulicht, das von hinten auf die Projektionsfläche fällt. Testen Sie auf jeden Fall das Ergebnis, bevor Sie Ihre Gäste einladen! Vor dem Start müssen Sie außerdem den Beamer auf „Rückprojektion“ einstellen, damit das Bild seitenrichtig dargestellt wird. Die Einstellung finden Sie nach dem Einschalten im Menü des Geräts.

Je mehr Umgebungslicht, desto kräftiger sollte der Beamer sein. Für den Außenbereich eignen sich deshalb Geräte mit einer Lichtleistung von möglichst mehr als 2000 ANSI-Lumen (Einheit für die Messung des Lichtstroms, gemessen nach den Vorgaben des American National Standards Institute).
Das von uns eingesetzte Modell NP600S von Nec (Bezug über Beamer-Discount, rund 850 Euro) bringt bis zu 2600 Lumen auf die Projektionsfläche und ist auf eine besonders kurze Distanz zwischen Projektor und der Projektionsfläche aus Plexiglas ausgelegt. Ein solcher Short-Throw-Beamer (Projektor für eine kurze Projektionsdistanz) erleichtert es, den Bereich zwischen Beamer und Projektionsfläche gegen Sonnenlicht abzuschirmen. Denn sonst würde bei vollem Tageslicht die Sichtbarkeit des Bildes bis zur Unkenntlichkeit verschlechtert.

Quelle: selbst ist der Mann

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