Trinkwasser Trinkwasser aufbereiten und erwärmen

Legionellen im Trinkwasser

Wasser ist Leben und Wasser ist das Lebensmittel Nr. 1. Deshalb sollten wir keine Kompromisse machen, wenn es um unser Trinkwasser geht. Ganz wesentlich für die Wasserhygiene ist der Wasserschutzfilter. Dieser muss laut EU-Norm als Teil der Hauswasserinstallation nach dem Wasserzähler installiert sein und schützt Sie vor äußerst unerfreulichen und oft sehr kostspieligen Überraschungen.

Denn obwohl die Versorgungsbetriebe Trinkwasser in einwandfreier Qualität bereitstellen, kann es im oft kilometerlangen Wasserleitungsnetz zu Verunreinigungen kommen. Dadurch gelangen Fremdstoffe, wie Sand und Rost mit dem Wasser in die Hauswasserinstallation und greifen dort Leitungen an, verursachen tropfende Wasserhähne, blockieren Waschmaschinen-Ventile oder führen im schlimmsten Fall zum Rohrbruch. Mit dem Einbau eines Wasserschutzfilters schützen Sie Ihre Hauswasserinstallation sowie alle angeschlossenen Geräte und erfüllen gleichzeitig die gesetzlichen Vorschriften. Der Grundstein für hygienisch reines Trinkwasser ist somit gelegt, doch müssen Wasserschutzfilter auch gewartet werden, das heißt deren Filterelemente müssen getauscht bzw. regelmäßig rückgespült werden.

Trinkwasseraufbereitung

Die Realität sieht jedoch leider oft anders aus: Auf die Wartung vieler Schutzfilter wird vergessen und sie fristen im Keller ein Schattendasein. Dabei sind nicht gewartete oder nicht getauschte Filter ein idealer Nährboden für Bakterien und somit Ausgangspunkt für Verunreinigungen, weiß Dr. Milo Halabi, Facharzt für Pathologie und Gutachter für Krankenhaushygiene.

Um die Wartung des Wasserschutzfilters so komfortabel, sicher und hygienisch wie möglich zu machen, entwickelte BWT den E1 Einhebelfilter. Er sorgt für perfekte Trinkwasserhygiene und der Austausch des sogenannten Hygienetresors – das ist die Filtertasse mit dem Filterelement – ist so einfach, dass Sie dies in wenigen Sekunden selbst durchführen können. Mit dem BWT E1 gehen Sie auf Nummer sicher! 

 

Legionellen im Trinkwasser

Legionellen sind eine ernstzunehmende bakterielle Belastung des Trinkwassers. Hitze tötet die Bakterien erfolgreich ab. Aber wie heiß muss das Brauchwasser werden – 60 °C oder gar über 70 °C? In puncto Energiesparen ist so heißes Duschwasser indes nicht sinnvoll! Unterschiedliche Ratschläge verunsichern Hausbesitzer oft. Wir schaffen Klarheit, wie Legionellen im Trinkwasser keine Chance haben. Legionellen können beim Einatmen unter bestimmten Umständen gesundheitsschädlich sein. Jedoch entstehen Legionellen nicht von jetzt auf sofort, sie müssen sich erst einmal ansiedeln, wie Schimmel. Dazu bedarf es längerer für sie angenehmer Temperaturen um 30 bis 40 Grad und möglichst stehenden/ stagnierenden Wassers.

Dies ist vor allem bei langen Leitungsnetzen mit vielen Entnahmestellen, aber keinem regelmäßigen Durchfluss und keiner regelmäßigen Entnahme der Fall, beispielsweise in Hotels mit längeren Zimmerleerständen. Derartige Großanlagen wie auch Duschräume in Fitnesscentern oder Schwimmbädern müssen ihr Warmwasser daher mit mindestens 60 Grad bereithalten und werden auch regelmäßig überprüft.

Bei Kleinanlagen in Einfamilienhäusern ist dies nicht vorgeschrieben. Was hier ein sinnvoller Kompromiss zwischen Hygiene und Energiesparen ist, kann niemand genau sagen. Das Umweltbundesamt spricht von „Forschungsbedarf“. Grundsätzlich helfen (zusätzliche) Zirkulationsleitungen inklusive Pumpen, damit das Wasser schön im Fluss bleibt. Empfehlenswerter als die ständige Erhitzung auf über 60 Grad erscheint, einmal wöchentlich das Wasser bis auf mindestens 60, besser 70 Grad zu erhitzen und die Leitungen damit durchzuspülen. Damit tötet man eventuelle Legionellen ab.

Erwärmt man das Wasser nicht zentral und hält es nicht in einem großen Speicher und einem langen Leitungsnetz bereit, sondern erwärmt es dezentral mit einem Durchlauferhitzer oder einer Gasetagenheizung, ist das Legionellen-Problem meist gar nicht erst vorhanden. Denn hier steht kein Wasser um 40 Grad lange in der Leitung, sondern das kalte Wasser wird auf kurzem Weg direkt erhitzt.

 

Trinkwasser mit Solarthermie erwärmen

Das Prinzip ist simple: Schwarze Oberflächen erwärmen sich im Sonnenlicht. Diese Energie wird auf ein Trägermedium abgegeben, das die Wärme an das Trinkwasser weitergibt: So können wir mit solar erwärmten Wasser duschen!

Lexikon Solarthermie
 

Solarthermie

Eine Solaranlage ist ein im Prinzip sehr einfaches System. Sie besteht im Wesentlichen aus den Solarkollektoren , einem Speicher im Keller, der...

Ähnlich wie in einem Treibhaus sorgt die Sonnenstrahlung in einem Kollektor für die Erwärmung des durch ihn geleiteten Wassers: Das Sonnenlicht durchdringt in den heute üblichen Flachkollektoren zunächst eine abdeckende Glasscheibe und trifft dann auf den dunkel eingefärbten Absorber, der sich dabei erhitzt. Diese Wärme wird von einem Wasser-Kühlmittel-Gemisch, das den Kollektor durchfließt, in einen Wärmespeicher transportiert. Hier wird die auf dem Dach gesammelte Energie gespeichert und verdichtet (nach dem Prinzip der Wärmepumpe). Von diesem System getrennt durchströmt den Wärmespeicher ein zweites Netz von Rohren, in denen das frische Trinkwasser fließt. So wird die Wärme aus dem Kollektorkreislauf auf das Trinkwasser übertragen. Manchmal gibt es noch einen dritten Kreislauf, der das Heizungsnetz versorgt.

Quelle: selbst ist der Mann 9 / 2012

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