Lavendel vermehren

Lavendel ist nicht nur wegen seiner lila Blüten eine beliebte Pflanze im Garten. Die Heilpflanze wird von vielen auch als zur Gewinnung von Lavendelöl, zum Verfeinern von Gerichten und in Säckchen abgefüllt zur Verteibung von Motten genutzt. Im Garten lässt sich Lavendel zudem vorbeugend zur Schädlingsbekämpfung einsetzen. Die ätherischen Öle der Pflanze vertreiben Blattläuse, Ameisen und Co. Damit Sie immer genug von der Pflanze auf Vorrat haben, sollten Sie Lavendel vermehren. Wie es geht, zeigen wir hier.

Damit der Lavendel gut blüht, sollten Sie die weichen Triebe im Frühjahr (ab Mai) schneiden, sonst wird die Pflanze unten kahl. Dabei können Sie direkt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – denn das anfallende Material eignet sich zur Vermehrung. Verholzte Triebe sollten Sie dabei allerdings nicht verwenden. Auch beim Rückschnitt im Spätsommer können Sie noch einmal Stecklinge ziehen. Diese müssen dann allerdings in der Wohnung oder im Gewächshaus überwintern. Dafür können sie im Frühjahr direkt ins Beet gesetzt werden.

Das A und O des Er­folges beim Lavendel vermehren sind gute Erde und ein sauberer Schnitt der Stecklinge. Eine Abdeckung über dem Kasten sorgt für die nötige hohe Luftfeuchte. Stellen Sie die Stecklinge hell und warm, aber nicht in die pralle Sonne. Öffnen Sie ab und zu die Folie und entfernen eventuell faulende Triebe. Nach 4 bis 6 Wochen sind die Pflänzchen bewurzelt.

Gartenpflege
 

Lavendel schneiden

Lavendel duftet verführerisch, doch der Rückschnitt ist nicht ganz unproblematisch

 

Lavendel vermehren in 7 Schritten

  • Statt teure Anzuchttöpfe zu kaufen, können Sie leere Toiletten- oder Küchenpapierrollen als Topf nutzen. Schneiden Sie die Rolle passend auf die Höhe Ihrer Anzuchtschale zu. 
  • Mit einer scharfen Gartenschere oder einem Messer schneiden Sie 10 cm lange Triebe von der Pflanze ab. Diese sollten nicht blühen.
  • Entfernen Sie die Blätter an der unteren Hälfte der Triebe.
  • Füllen Sie nun die Töpfe mit Anzuchterde. Diese ist nährstoffarm und keimfrei und damit besser geeignet zur Lavendel-Vermehrung als normale Blumenerde.
  • Die Stecklinge bis zum ersten Blattpaar in die Erde stecken. Mit den Fingern die Erde leicht andrücken.
  • Leicht angießen. Es sollte sich kein Wasser unten in der Schale sammeln, sonst schimmelt die Erde schnell.
  • Sobald sich Wurzeln gebildet haben, können Sie den Lavendel einzeln in größere Töpfe pflanzen. Darin verbleiben sie bis zum nächsten Frühjahr. Dann können die Pflanzen in die Beete oder die Balkonkästen gepflanzt werden.

Quelle: selbst ist der Mann

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