Laub kompostieren

Laub kompostieren
Inhalt
  1. Laub kompostieren
  2. "Laub harken" mit dem Rasemäher
  3. Tipp: Flächenkompostierung von Laub

Wenn im Herbst viel Laub von den Bäumen fällt, ist guter Rat meist teuer: Wohin mit dem ganzen Laub? Über die städtische Müllabfuhr oder den Recyclinghof ist die Entsorgung des Herbstlaubs meist mit Kosten verbunden. Günstiger und mit echtem Mehrwert für Ihren Garten hingegen ist es, wenn Sie das Laub kompostieren.

So schön das Laub auf den Bäumen auch ist – wenn es herunterrieselt, ist es nur noch lästig: Wenn Sie Laub nicht entfernen, wird es auf Wegen schnell rutschig. Das faulende Laub begräbt kleinere Teiche unter sich und hinterlässt auf den Terrassensteinen unschöne Flecken und schadet dem Rasen, wenn es feucht liegenbleibt. Doch hat das Laub auch seine guten Seiten und lässt sich durchaus sinnvoll nutzen: beispielsweise können Sie Herbstlaub als Winterschutz für Pflanzen in Beeten und Kübeln nutzen. Dazu spannt man um den Kübel einen Käfig aus Hasendraht und füllt die Zwischenräume mit Laub. Außerdem ist Herbstlaub auch keineswegs nur Abfall, sondern wird auf dem Kompost zu wertvollem Humus.

 

Laub kompostieren

Laub kompostierenHerbstlaub ist leicht zu verwerten – reiner Laubkompost hat einen leicht sauren pH-Wert und ist damit der ideale Nährboden für Moorbeetpflanzen wie Rhododendron oder Hortensie. Allerdings benötigt Laubkompost auch eine etwas andere Behandlung als klassischer Kompost. Denn anders als frischer Grünschnitt aus dem Sommer verrottet Herbstlaub eher schlecht: Wer das Laub vorher klein häckselt, es mit dem letzten Rasenschnitt mischt oder auf verschiedene Komposthaufen verteilt, wird besseren Humus ernten. Wenn Sie keinen Kompost anlegen, der ausschließlich aus Laub besteht, sollte der Anteil an Laub maximal 20 Prozent des Komposts ausmachen.

Laub ist nicht einfach zu kompostieren. Vor allem Eichen- sowie Buchenlaub und die großen Blätter von Kastanien machen Schwierigkeiten beim Kompostieren. Sie sind besonders strukturstabil und verrotten deshalb nur schwer zu wertvollem Kompost. Im Komposter fällt das Laub schnell zusammen. Damit die Rotte im Laubkompost gut laufen kann, müssen Sie den Kompost regelmäßig (etwa alle 6 Wochen) umschichten, um die Durchlüftung zu garantieren.

 

"Laub harken" mit dem Rasemäher

Laub harken macht keinen Spaß! Auf gepflasterten Wegen und Terrassen gelingt das Laub fegen noch recht gut, aber auf dem Rasen Laub zu rechen ist schon eine mühselige Arbeit. Neben dem Laub, dass Sie aus Beeten und von Wegen zusammenfegen, eignet sich auch das Laub von Rasenflächen. Der Grasschnitt, der beim "Laubsammeln mit dem Rasenmäher" zusätzlich anfällt, ergänzt den Laubkompost und stickstoffhaltige Komponenten.

Praxistipp: Um das Laub zu zerkleinern, füllen Sie eine Regentonne bis zur Hälfte mit trockenem Laub und zerkleinern das (trockene!) Herbstlaub mit dem Rasentrimmer. Vorsicht: Kleintiere nicht verletzen! Das Ergebnis: Das Laub ist so klein geworden, dass es auf dem Kompost nicht mehr viel Platz braucht.

 

Tipp: Flächenkompostierung von Laub

Mulchen oder die Flächenkompostierung ist die bequemste Art, Laub loszuwerden. Die Blätter einfach 10 cm dick unter Bäume, Sträucher oder auf Baumscheiben kehren und liegen lassen. Dort ist dann auch die relativ langsame Rotte von 12 Monaten nicht weiter störend. Praxistipp: Unter einer dünnen Laubschicht auf dem Beet sind Feldsalat und Spinat vor Frost geschützt. Sie können das anfallende Laub auch als Füllung für Ihr Hochbeet einsetzen.

Quelle: selbst ist der Mann

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